Beiträge gettagt mit Zoom

Unterschied zwischen optischem und digitalem Zoom

Beim Kauf einer Digitalkamera und beim Umgang damit werden Hobbyfotografen und insbesondere Neulinge in diesem schönen Hobby immer wieder mit Fachbegriffen konfrontiert. Einige dieser Begriffe erklären sich beinahe von selbst, andere sind zwar verständlich, aber dennoch nicht ganz eindeutig. Zu diesen Fachbegriffen gehört auch der Zoom oder die sogenannte Zoom-Funktion sowie die Angabe eines optischen Zooms und eines digitalen Zooms. Der Unterschied zwischen beiden Funktionen ist manch einem nicht so klar, wie es auf den ersten Blick erscheint. Das Zoomen an sich ist eine Funktion, mit deren Hilfe ein Bildausschnitt vergrößert dargestellt wird. Zoomen erfolgt unter anderem bei der Bildbearbeitung oder kann auch mit entsprechender Software bei der Betrachtung von Bildern eingesetzt werden. Meist geht man bei eingeschalteter Zoom-Funktion mit dem Mauszeiger über ein Bild und erhält an den Stellen, an denen sich der Mauszeiger befindet, eine starke Vergrößerung des Bilddetails. Dabei handelt es sich um eine digitale Zoom-Funktion von Bildbearbeitungs- und Betrachtungsprogrammen.

Canon Telezoom-Objektiv

Die Zoom-Funktion ist darüber hinaus bei Objektiven zu finden. Zoom-Objektive lassen sich über verschiedene Brennweiten einstellen. So reicht ein modernes, gängiges Zoom-Objektiv vom leichten Weitwinkel- bis zum Tele-Bereich und beinhaltet dabei auch die übliche Normalbrennweite von 50 mm. Das optische Zoom wird bei analogen sowie digitalen Kameras angewandt. Durch Vergrößern oder Verkleinern des Objektivs verändern sich die Linsenabstände und lassen das Motiv näher und größer oder kleiner und weiter entfernt erscheinen. Es handelt sich also um eine manuelle Veränderung der Brennweite eines Objektivs.

Anders verhält es sich beim digitalen Zoom. Diese Funktion ist nur in der digitalen Fotografie möglich. Insbesondere Kompaktkameras erlauben eine Ergänzung des eingeschränkten optischen Zoom-Vermögens durch die digitale Zoom-Funktion. Das digitale Zoom stellt eine künstlich erzeugte Vergrößerung eines Motivausschnitts dar. Die Funktion ist hilfreich, wenn aufgrund der Kameragröße nur eine begrenzte Objektivausdehnung möglich ist. Die Qualität des Bildes leidet jedoch unter der starken digitalen Vergrößerung. Diese Funktion ist eher mit einer Ausschnittvergrößerung vergleichbar, die bei der Analog-Fotografie im Fotolabor erfolgt.

Moderne Kameras und ihre Sensoren

Der Markt ist unübersichtlicher geworden, es reicht nicht mehr aus, Kompakt- und Spiegelreflexkameras (SLR) auseinander zu halten. Inzwischen sind auch Bridge- und Systemkameras auf den Markt vorgestoßen.

Foto: Janine Blank, aboutpixel

Kompaktkameras bringen ja schon ausgezeichnete Resultate, und trotz des meist relativ kleinen Aufnahmesensors gibt es Modelle mit bis zu 15-fachem Zoombereich. Dabei liegt die Auflösung zurzeit bei 10 bis 12 Megapixeln.

Bridgekameras liegen im Bereich zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkamera und ihr Zoombereich geht bis 30-fach. Sie haben auch anders als viele Kompaktkameras die Möglichkeit, die Belichtung über Blende, Belichtungszeit und Sensorempfindlichkeit selbst festzulegen. Mit fast allen Bridgekameras kann man einen Aufsteckblitz und das RAW-Format benutzen. Der Sensor einer Bridgekamera muss aber eher als klein angesehen werden.

Seit ungefähr zwei Jahren gibt es sogenannte Systemkameras zu kaufen. Bei denen kann man, genauso wie bei SLR-Kameras, das Objektiv auswechseln. Weil der Spiegel wegfällt, sind sowohl die Systemkameras als auch ihre Objektive deutlich kleiner und leichter als die von Spiegelreflexkameras, und der Aufnahmesensor der Systemkameras ist deutlich größer als der von Kompakt- oder Bridge-Geräten.

Objektive: Brennweite, Vergrößerung und Qualität

Die Brennweite des Objektivs gibt den Vergrößerungsfaktor an. Die Maßeinheit dafür ist mm. Das Standardobjektiv hat ungefähr den gleichen Blickwinkel wie das Auge des Menschen und eine Brennweite von 50 mm.

Brennweiten 50 und 200 im Vergleich

Brennweiten 50 und 200 im Vergleich

Wenn man ein Teleobjektiv mit 800 mm Brennweite benutzt, erreicht man damit die 16-fache Vergrößerung im Verhältnis zum Standardobjektiv und damit auch im Vergleich zu dem, was man mit den eigenen Augen sieht.

Mit einer Brennweite von 200 oder 300 mm kommt man nicht sehr weit. Ab 500 mm Brennweite ist man zumindest bezüglich der Vergrößerung auf dem professionellen Level angekommen. Aber Vergrößerung allein ist nicht Alles. Es hat schon seinen Grund, warum ein Profi-Objektiv bis zum Hundertfachen eines Wald- und Wiesen-Teleobjektivs wie dem Danubia kosten. Diese Objektive sind merklich schärfer und brillanter und lassen vor allem mehr Licht auf den Chip fallen als die Objektive für Amateure.

Wer nicht zu den privilegierten Besitzern eines Profi-Objektivs gehört, kann sich damit trösten, dass ein scharf gezeichnetes Foto mit einem Amateur-Objektiv allemal besser ist als ein kleiner Verwackler mit einem Profi-Zoom.

Die formatfüllende Aufnahmetechnik

Wenn ein Bild die Erwartungshaltung enttäuscht, liegt das häufig an der zu kleinen Abbildung des Hauptmotives. Die meisten Motive wirken formatfüllend aufgenommen deutlich direkter.

Foto: Dr. Martin Merz, Lüdinghausen

Foto: Dr. Martin Merz, Lüdinghausen

Die formatfüllende Aufnahmetechnik setzt das Hauptmotiv möglichst groß in die Sucherbegrenzung. Das Motiv füllt das Aufnahmeformat nahezu komplett aus und kommt dadurch besonders wirkungsvoll heraus. Dadurch vermeidet man spätere Vergrößerungen von Ausschnitten des Bildes, die immer die Qualität mindern.

Ein einzelnes Objekt, das formatfüllend aufgenommen wurde, ergibt sehr beeindruckende Fotos mit guter Durchzeichnung der Details.

Für die formatfüllende Aufnahmetechnik ist ein Zoom-Objektiv eines der  wichtigsten Hilfsmittel. Mit Festbrennweiten hat man viel zu laufen. Ist die formatfüllende Aufnahme eines Objektes in einem Fall mal nicht möglich, sollte der übrige Raum des Bildes für die Bildaussage verstärkende Elemente nutzen.

Für formatfüllende Aufnahmen im Makrobereich sollte das Objektiv parallel zum Motiv ausgerichtet sein. Nur so kann man mit einer sehr offenen Blende den Hintergrund in die Unschärfe verbannen und das eigentliche Motiv scharf abbilden und dadurch freistellen.

Die Olympus FE-210 Digitalkamera

Das Einsteiger-Modell Olympus FE 210 ist eine Automatikkamera ohne Sucher. Das Display ist dafür recht exakt. Die Kamera ist leicht und klein und braucht 2 Batterien oder Akkus vom Typ AA für den Betrieb. Ein Akkusatz wird nicht mit geliefert. Sehr gut verhält sich die Olympus FE 210 bei schwacher Beleuchtung, denn sie zeigt nur wenig Rauschen bei schwachem Licht.

Die Auslöseverzögerung ist leider recht hoch, dadurch ist manche interessante Situation vorbei, bevor man sie auf den Chip bannen konnte.

Leider kann man nur wenige manuelle Einstellungen machen. Weder Schärfe noch Belichtung, Weißabgleich oder Filmempfindlichkeit können manuell festgelegt werden.

Dafür bietet die Olympus FE 210 viele Automatikeinstellungen wie Sport, Innenaufnahmen, Kerzenlicht, Landschaft acht weitere Voreinstellungen. Die Resultate damit sind durchaus gut. Die hohe Auflösung von 7,1 Megapixel erlaubt auch großformatige Abzüge und Poster von den Fotos der Kamera.

Das Menü der Olympus unterstützt 25 Sprachen. Einige Mankos hat die Kamera leider: Bei Videosequenzen kann man keinen Ton aufnehmen und der optische Zoom funktioniert dabei nicht. Die Laufzeit der Akkus reichte im Test auch nur für maximal 30 Bilder. Aber für eine Einsteiger-Digicam deutlich unter 100 € ist die Leistung durchaus akzeptabel.