Beiträge gettagt mit Objektiv
Der Umgang mit extremen Brennweiten – Ultra Weitwinkel
20. Mrz
Richtig perfekt wird eine Spiegelreflexkamera erst mit einer entsprechenden Auswahl an verschiedenen Objektiven. Das war schon zu Zeiten der analogen Fotografie so und hat sich auch durch die digitale Technik trotz ihrer vielfältigen Möglichkeiten insbesondere bei der Nachbearbeitung der Bilder, nicht verändert. Aus einem Bild, das mit einer Digitalkamera und einem Objektiv mit mittlerer Brennweite erstellt wurde, kann selbst die leistungsfähigste Bildbearbeitungs-Software keine Weitwinkel-Aufnahme zaubern. Welche Objektive in die jeweilige Kamera-Ausrüstung gehören, hängt von den Vorlieben des Fotografen ab. Es ist zwar reizvoll, alle denkbaren Brennweiten abzudecken, aber es ist auch eine Frage des Geldes. Objektive mit extremen Brennweiten stellen eine besondere Herausforderung dar und die Anschaffung ist aufgrund der hohen Kosten nur dann lohnenswert, wenn ein solches Objektiv auch regelmäßig eingesetzt wird.
Ultra Weitwinkel Objektive haben Brennweiten von 11 bis 35 mm und liegen damit gerade unterhalb der Brennweiten normaler Weitwinkelobjektive. Hobbyfotografen, die sich ein solches, recht teures Objektiv anschaffen möchten, haben oft vor Augen, dass sie damit ein großes Panorama insbesondere bei Natur- und Landschaftsaufnahmen aufs Bild bekommen. Damit allein ist es jedoch noch nicht getan, denn die Wirkung eines Bildes kann durch dieses Panorama auch überladen wirken. Gerade beim Umgang mit extremen Weitwinkel-Objektiven muss daher der Bildgestaltung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Bilder mit einem großen Panorama erhalten eine übersichtliche Wirkung, wenn man sie in Vordergrund, Bildmitte und Hintergrund unterteilt. Das bedeutet, dass im Idealfall im Bildvordergrund ein einzelnes Motiv platziert wird, um den Blick anzuziehen und in den Hintergrund zu lenken. Gleichzeitig aber müssen Vordergrund, Mitte und Hintergrund gleichermaßen scharf dargestellt werden, denn nur so ist der Einsatz des Ultra Weitwinkel Objektivs sinnvoll.
Um das gesamte Spektrum der Schärfentiefe ausnutzen zu können, sollte der Fotograf daher die Zeitautomatik seiner Kamera einstellen und sich auf die Bildgestaltung und die Blende konzentrieren. Landschaftsaufnahmen erhalten ihre besondere Wirkung auch durch eine ungewöhnliche Perspektive. Interessant ist zum Beispiel die Froschperspektive. Sie zieht den Blick des Betrachters unweigerlich auf sich, da sie wirklich außergewöhnliche Bildkompositionen ermöglicht.
Überstrahlung vermeiden
20. Aug
Zu den schwierigeren Aufgaben beim Ausleuchten einer Szene gehört es, das Objektiv vor jedem Lichteinfall zu schützen, der nicht Teil des Bildes ist. Dadurch wird die Qualität des Bildes merklich verbessert.
Man setzt beim Lichtdesign im Fotostudio gerne eine Vielzahl von Lampen ein, von denen manche knapp außerhalb des Bildrandes stehen. Das fordert Blendenflecke und Überstrahlung geradezu heraus, insbesondere, wenn man noch Last-Minute-Korrekturen macht, ohne den Effekt sorgfältig durch den Sucher zu überprüfen. Die Überstrahlung tritt meist in den Ecken oder an den Rändern eines Bildes auf und manchmal sieht man das erst in der Vergrößerung.
Grundsätzlich vermeidet man Überstrahlung durch Abschatten der Linse. Genauer gesagt: Jegliches Licht, das nicht aus dem Bildbereich in die Linse eintritt, kann Überstrahlung verursachen. Ideal ist es deshalb, die Lichtquellen bis zum Bildrand hin zu maskieren. Professionelle Lichtblenden sind genau für diesen Zweck erfunden worden. Man kann sie in mehreren Freiheitsgraden verstellen, um dafür zu sorgen, dass nur die Szene selbst beleuchtet wird.
Die Schärfentiefe bei Nahaufnahmen
08. Aug
Je kürzer die Entfernung zwischen der Kamera und dem Objekt wird, umso geringer wird dummerweise auch die Schärfentiefe – das sieht man in jeder Nahaufnahme. Leider wollen aber manche Motive vollständig scharf abgebildet sein, so dass man die Schärfentiefe so groß wie möglich bekommen möchte.
In anderen Fällen wiederum kann man die geringe Schärfentiefe zum Vorteil nutzen, um das gewünschte Objekt von störendem, stark strukturiertem Hintergrund dadurch zu trennen, dass dieser einfach seine Konturen in der Unschärfe verliert.
Um mit weniger Schärfentiefe auszukommen, kann man das Objekt von der Seite aufnehmen. Für die Beispielaufnahme reicht ein Schärfentiefebereich von ein paar Millimetern und die Libelle ist dabei klar vom Hintergrund getrennt. Die meisten Objekte sind von einer Seite her betrachtet kürzer als von den anderen Seiten aus. Wenn Sie die Entfernung vom Anfang bis zum Ende des Objekts so klein wie möglich halten, werden Sie die beste Chance für ein gutes Makro-Foto haben.
Neues Objektiv von Tamron: SP 70-300 mm
07. Aug
Tamron, einer der bekanntesten und beliebtesten Hersteller von Zubehör-Objektiven für alle gängigen Kamera-Fabrikate feiert sein 60jähriges Jubiläum und bringt zu diesem Anlass ein neues Zoom-Objektiv auf den Markt, das SP 70-300 MM DI VC USD, also ein Tele-Zoom mit einem Belichtungsbereich von 4 – 5,6. Zunächst soll das Objektiv noch ausschließlich für Nikon-Kameras verfügbar sein, aber schon in naher Zukunft werden noch Objektive mit Anschlüssen für Canon und Sony folgen. Mit vollständig geöffneter Blende zeigte das Objektiv im Test gute bis mittlere Werte, kleinere Blenden führten zu hervorragenden Ergebnissen. Leichte Verzeichnungen traten nur in den oberen Zoombereichen auf. Das Objektiv zeichnet sich durch eine gute Verarbeitung und leichte Bedienbarkeit aus und ist mit einem Bildstabilisator sowie Ultraschallantrieb und Innenfokussierung ausgestattet. Das Tamron SP 70-300 MM verfügt über 17 Linsen in 12 Gruppen, ist rund 15 Zentimeter lang und hat ein Gewicht von 765 Gramm. Die kürzeste Aufnahmeentfernung beträgt 1,5 Meter. Der einzige Schwachpunkt, der sich im Test zeigte, waren starke Verzeichnungen im Vollformat, die sich in der höchsten Zoom-Stellung bei Gebäudeaufnahmen zeigten. Der Preis für das Objektiv wird voraussichtlich um die 500 Euro betragen.
Optische Grundlagen für den Nahbereich und die Makrofotografie
05. Aug
Objektive, die für normale Aufnahmen von etwas entfernten Objekten gebaut wurden, arbeiten im Nah- und Makrobereich entscheidend anders.
Der einfachste Weg, eine Abbildung zu vergrößern, ist die Linse nach vorn, also vom Sensor weg zu bewegen. So arbeiten auch die meisten Objektive. Zum Scharfstellen eines Objektes zwischen einem Meter und unendlichem Abstand müssen die optischen Elemente nur einen kleinen Weg zurücklegen. Bei immer näheren Objekten werden die Objektstrahlen immer kürzer in Relation zu den Bildstrahlen, beim Maßstab 1:1 sind beide gleich lang. Deshalb müssen die Linsen innerhalb des Objektivs mechanisch verschoben werden. Das verschlechtert die Schärfe der Abbildung und man sieht Abbildungsfehler deutlicher.
Obwohl moderne Objektive diesbezüglich schon fast Wunder wirken, klappt das bei ganz kurzen Entfernungen noch nicht gut genug. Digitalkameras mit einer Fixoptik habe oft eine Makrofunktion, mit der man ein nahes Objekt wenigstens scharf abbilden kann. Die Qualität dieser Abbildung hängt allerdings sehr stark vom Design der Fixoptik ab. Nur das Zauberwort Makro lässt also nicht darauf schließen, dass eine Kamera den Anforderungen der Makrofotografie gerecht wird.
Die Stufen der Vergrößerung
04. Aug
Die Unterteilung von Fotografien kleiner Objekte abhängig von ihrem Maßstab in zwei Bereiche hat sich als besonders nützlich gezeigt, denn jeder dieser Bereiche stellt andere Ansprüche an die Technik und das Objektiv.
Natürlich haben wir alle eine Vorstellung von “nah”, allerdings eher diffus, unpräzise und meist nur relativ. Man kann den Grad der Nähe mit dem Vergrößerungsfaktor oder mit dem Abbildungsmaßstab präzise angeben. Für ein Bild, auf dem ein Objekt halb so groß abgebildet ist, wie es in der Realität ist, hat einen Vergrößerungsfaktor von 0,5 x und einen Abbildungsmaßstab von 1:2.
Es gibt keine genaue untere Grenze für den Nahbereich, er wird meist ab einer Vergrößerung von 0,1 x bis 0,15 x (Abbildungsmaßstab 1:10 bis 1:7) definiert. Alles darunter ist normale Fotografie. Der Nahbereich erstreckt sich zwischen 0,1 x und 1,0 x (Abbildungsmaßstab 1:10 bis 1:1), also bis hin zur natürlichen Größe bzw. Lebensgröße.
Der Makrobereich geht von 1 x bis 20 x (Maßstab 1:1 bis 20:1). Für höhere Vergrößerungen braucht man dann schon ein Mikroskop. Spätestens ab Lebensgröße 1:1 wird eine kleine Belichtungskorrektur zum Ausgleich des Abstandes zwischen Sensor und Linse nötig. Moderne Digitalkameras machen das heutzutage automatisch und man kann das Bild auch am Display überprüfen. Die Makrofotografie erzeugt häufig Fotos, die sich wegen der beeindruckenden Darstellungsgröße kleiner Objekte besonders gut für große Wandbilder oder Poster eigenen.
Streiflicht
18. Mai
Streiflichter können in einem Foto erstaunlich stimmungsvolle Effekte erzeugen. Sie ergeben sich, wenn das Licht das Motiv von hinten leicht nach einer Seite versetzt streift.
Der Glanz des schräg einfallenden Gegenlichtes gibt dem Foto eine ganz besondere Stimmung. Eigentlich ist dieser Glanz eine leichte Überstrahlung und muss sorgfältig kontrolliert werden, denn es sollte sicher sein, dass das Resultat Ihren Vorstellungen entspricht und nicht nur eine Verschlechterung der Qualität darstellt.
Bei dieser Überstrahlung kann es auch zu Blendenflecken kommen. Das sind helle Vielecke, die durch Reflektion von Licht an den Kanten der Lamellen der Blendenöffnung zustande kommen. Man kann sie am besten mit einer Sonnenblende vermeiden. Auch eine saubere Linse trägt zur Reduzierung von Blendenflecken bei. Säubern Sie deshalb das Objektiv regelmäßig. Entfernen Sie sämtliche Filter, denn sie können die Flecken vermehren und verwenden Sie hochwertige, mehrfach beschichtete Objektive.
Ein Sonderfall bei leicht schrägem Gegenlicht sind sogenannte Spitzlichter. Dabei reflektieren die Objektkanten das Licht und erzeugen dabei einen hellen Saum aus Licht. Das sieht man allerdings nur, wenn der Hintergrund mindestens halb dunkel ist, so dass diese Konturen auch hervortreten können.
Objektive: Brennweite, Vergrößerung und Qualität
03. Mai
Die Brennweite des Objektivs gibt den Vergrößerungsfaktor an. Die Maßeinheit dafür ist mm. Das Standardobjektiv hat ungefähr den gleichen Blickwinkel wie das Auge des Menschen und eine Brennweite von 50 mm.
Wenn man ein Teleobjektiv mit 800 mm Brennweite benutzt, erreicht man damit die 16-fache Vergrößerung im Verhältnis zum Standardobjektiv und damit auch im Vergleich zu dem, was man mit den eigenen Augen sieht.
Mit einer Brennweite von 200 oder 300 mm kommt man nicht sehr weit. Ab 500 mm Brennweite ist man zumindest bezüglich der Vergrößerung auf dem professionellen Level angekommen. Aber Vergrößerung allein ist nicht Alles. Es hat schon seinen Grund, warum ein Profi-Objektiv bis zum Hundertfachen eines Wald- und Wiesen-Teleobjektivs wie dem Danubia kosten. Diese Objektive sind merklich schärfer und brillanter und lassen vor allem mehr Licht auf den Chip fallen als die Objektive für Amateure.
Wer nicht zu den privilegierten Besitzern eines Profi-Objektivs gehört, kann sich damit trösten, dass ein scharf gezeichnetes Foto mit einem Amateur-Objektiv allemal besser ist als ein kleiner Verwackler mit einem Profi-Zoom.
Die Brennweite eines Objektivs
16. Apr
Für jedes Objektiv ist die Aussage der Brennweite bestimmend, denn, je höher die Brennweite ist, umso weiter kann die Entfernung zum Motiv gewählt werden, ohne dass die Qualität der Fotografie dadurch beeinträchtigt wird. Die Angabe der Brennweite stimmt mit der Höchstentfernung in Metern überein. Je größer die Entfernung ist, umso enger wird der abgebildete Winkel des Motivs. Nach ihren Brennweiten sind Objektive in Weitwinkelobjektive, Normalobjektive und Teleobjektive unterteilt. Zoom-Objektive decken oft verschiedene Bereiche ab. Der Normal- oder Standardbereich bewegt sich um die Brennweite 50, die dem Blickwinkel des menschlichen Auges gleich ist. Mit der Unendlich-Einstellung der Entfernungsangabe kann ein Normalobjektiv also Fotos bis zu einer Entfernung von fünfzig Metern erstellen. Alle Brennwerte unter 50 sind dem Weitwinkelbereich zuzuordnen, der über den menschlichen Blickwinkel hinausgeht. Die Verwendung von Weitwinkelobjektiven bietet sich für große Landschaftsaufnahmen oder Gruppenfotos an. Ist ein Motiv aber weiter entfernt, als fünfzig Meter, so wird für eine scharfe Aufnahme dieses Motivs ein Teleobjektiv mit einer Brennweite, die höher ist, als 50, benötigt.





