Beiträge gettagt mit Motiv
Minimalismus in der Fotografie
16. Sep
Bilder mit einem sehr reduzierten Inhalt haben ihre ganz eigene Aussage. Dabei geht es nicht um konventionelle Motive oder Details, sondern um die subtile Nutzung von Farbe und Stimmung.
Wenn man sich von der althergebrachten Vorstellung löst, dass ein Foto aus dem Hauptmotiv und Vorder-, Mittel- und Hintergrund aufgebaut sein muss, ist der Weg für ganz andere Formen der Fotografie bereitet. Wenn man nun noch Töne, Linien und Formen immer mehr abstrahiert und vereinfacht, ist man beim Minimalismus in der Fotografie angekommen.
Diese Fotos gefallen nicht jedem, aber sie haben durchaus Potential und auch ihre Berechtigung. Der Grad der Vereinfachung kann niedriger oder höher sein, aber es geht immer darum, den Blick vom Offensichtlichen abzuwenden und die Komposition als solche wirken zu lassen.
Für diese merkmalslosen Bilder sind Settings wie Wolken im Zwielicht, weiche Landschaften im Nebel oder winterliche Küsten gute Anfängermotive. Man kann sagen, dass die Kamera dabei unter Ausblendung aller anderen Dinge auf den Hintergrund der Szene gerichtet. Distanz, Offenheit und das Fehlen von Merkmalen sind dabei im Grunde das eigentliche Sujet hinter dem Motiv.
Das ungewöhnliche Bild
15. Sep
Gerne präsentieren Fotografen ungewöhnliche Bilder und zeigen alternative Wege der Betrachtung der Umwelt. Das findet man bei Landschaften genau so, wie bei anderen Motiven.
Das Ungewöhnliche oder exotische in der freien Natur findet man mit etwas Aufmerksamkeit häufiger, besonders, wenn man nicht in den Kulturlandschaften mit Ziersträuchern und Rasenflächen, sondern eher in der unberührten Wildnis unterwegs ist. Gebirge und Wüsten, Küsten und Schneelandschaften sind meist ergiebige Quellen fantastischer bis bizarrer Motive.
Zwar ist die Suche in solchen Umgebungen aufwändig und mühsam, dafür wird der Fotograf aber auch mit ungewöhnlichen Bildern belohnt. Ungewöhnliche Bilder basieren aber nicht nur auf exotischen Gegebenheiten der Natur, sondern sie ergeben sich auch aus der Art ihrer Darstellung.
Wenn man gerade keine Expedition in eine selten von Menschen besuchte Region der Erde oder in einen Nationalpark oder Ähnliches geplant hat, kann man auch durch seinen individuellen Stil und die Herangehensweise an die Aufnahme ungewöhnliche Fotos erzielen.
Der Blickfang
11. Sep
Zu den klassischen Ansätzen der Landschaftsfotografie gehört die Hervorhebung eines bestimmten Details des Motivs, so dass dies bildbeherrschend wird. Ein wesentliches Ziel der Landschaftsfotografie ist es, den Unterschied zwischen dem Betrachten der natürlichen Szene und der Abbildung dieser Szene sehr offensichtlich herauszuarbeiten und zu würdigen.
Der selektierte Ausschnitt des Bildes bestimmt den Blick und damit die Wahrnehmung des Betrachters. Statt mit den Augen über das Bild zu wandern und hier und da Einzelheiten zu erfassen, dann wieder weiter zu schweifen und so allmählich einen Gesamteindruck aufzubauen wie zum Beispiel bei einem Panoramafoto, kanalisiert und konzentriert ein Foto den Blick. Es entspricht nun einmal unserer Natur, dass das Auge nach markanten Details sucht, die der Aufnahme einen Sinn geben.
Auf einen Nenner gebracht, kann man sagen: Stell fest, worum es bei einem Motiv geht und konzentriere Dich auf ein oder zwei Elemente. Komponiere das Bild so, dass dieser Blickfang deutlich hervorsticht.
Personen zum Größenvergleich
09. Sep
Wenn man die Wahl hat, muss man sich entscheiden, ob man eine Landschaft mit oder ohne Menschen darin zeigt. Wenn man Personen in das Motiv mit einbezieht, kann man dies drastisch verändern, zusätzlich Spannung aufbauen, aber auch die Größen relativieren.
Es gibt natürlich auch andere Gründe, eine Person mit in das Foto aufzunehmen, zum Beispiel, um einen Bezug zwischen Mensch und Landschaft herzustellen. Das erlaubt dem Betrachter, sich mit der abgebildeten Person zu identifizieren.
Das kennt man auch schon aus der Landschaftsmalerei, wo gerne ein meist im Vordergrund stehender Mensch mit weit schweifendem Blick eingesetzt wurde.
Bei der Größe der abgebildeten Person im Verhältnis zu der Landschaft muss man vorsichtig sein, damit aus einer “Landschaft mit Person” nicht eine “Person vor Landschaft” wird. Je größer der Mensch wird, umso mehr bestimmt er das Bild. Hier hilft es am besten, mehrere Fotos mit unterschiedlicher Größe der Person zu machen und sich später für das passendste zu entscheiden.
Der Bildausschnitt
02. Aug
Es kommt häufig vor, dass ein Foto mehr Details zeigt, als man eigentlich braucht. Darunter sind auch meist irgendwelche Einzelheiten, die nicht zum Motiv passen oder nicht schön aussehen. In unserem Fotobeispiel sollte eigentlich nur gezeigt werden, wie eine Stute ihr Fohlen säugt. Allerdings sind auf dem Foto auch zwei weitere Pferde und unschöne Rohre am Rande der Wiese zu erkennen.
Um die Bildaussage mehr zu konzentrieren und die unerwünschte Details einfach verschwinden zu lassen, hilft Ihr Programm zur Bildbearbeitung. Ob Sie das Grafikprogramm Photoshop mit seiner schon fast unüberschaubaren Anzahl von Funktionen verwenden oder Ihre Fotos mit einem sehr einfachen Programm bearbeiten – eine elektronische Schere haben sie alle eingebaut.
Der gewählte Ausschnitt blendet nicht nur die beiden andern Pferde auf der Wiese aus, sondern lässt auch die Zaunpfähle und Abflussrohre am Wiesenrand verschwinden und konzentriert den Blick des Betrachters auf den eigentlichen Vorgang des Säugens.
Probieren Sie das doch mal bei Ihren eigenen Fotos aus – häufig ist weniger mehr!
Kunst in den Straßen der Städte
01. Aug
In einer Stadt finden sich viele auffällige grafische Elemente. Straßenschilder und Werbeplakate, gewollte Fassadenkunst und illegale spontane Graffitis setzen Akzente, an denen man häufig einfach nicht vorbeikommt, ohne ein Foto zu schießen. Das Beispielbild zeigt eines der vielen Graffitis im Red Light District von Amsterdam.
Werbeplakate sind eher kritisch zu sehen, auch wenn Sie grafisch ansprechend umgesetzt sind. Ein Fotograf, der sein Foto über einige Jahre immer wieder verkaufen möchte, sollte Perspektiven vorziehen, die frei von Werbeplakaten oder Schaufenstern sind, damit man das Foto keiner bestimmten Zeit zuordnen kann.
Sogar Straßen-, Gebäude- oder Kneipenschilder können einen besonderen kulturellen Wert haben, seien es die Schilder der englischen Pubs, die ihren Namen gerne darauf abbilden oder die noch heute handgemalten indischen Reklametafeln.
Zu dieser Gruppe von Motiven gehören natürlich auch die eigentlichen Kunstwerke, die man überall im öffentlichen Raum findet. Das sind nicht nur Skulpturen, sondern häufig auch Wandmalereien namhafter Künstler.
Spontane Bilder
26. Mai
Ohne aufwändige Vorbereitungen und erdrückendes Equipment verhalten sich Menschen normalerweise viel natürlicher. Spontane Fotos, die man unter solchen Umständen macht, machen einen im positiven Sinne „technikfreien“ Eindruck, und so sind sie ja eigentlich gedacht und vom Fotografen gewünscht.
Sie dokumentieren ohne sichtbare Ambitionen und frei von jeder Einmischung des Fotografen Natürliches und Spontanes fest. Man erkennt keine fotografische Ausrüstung, Zusatzbeleuchtung und keine gestellten Posen – zumindest nicht beim ersten Hinschauen.
Aber auch diese Fotos basieren auf gewissen Techniken, die aber hier hinter dem Bildinhalt vollständig zurücktreten. Solche Fotos machen den Eindruck, als sei zufällig ein Fotograf dagewesen und hätte die Menschen bei dieser Tätigkeit oder in dieser Haltung überrascht.
Wenn Sie ein solches Motiv sehen und dann erst einen prüfenden Blick in den Himmel senden und an der Kamera herumfummeln müssen, ist die Situation meist schon wieder vorbei. Deshalb muss man solche guten Gelegenheiten ahnen und sich vorbereitend Gedanken machen: Wie ist das Licht? Habe ich den passenden Weißabgleich gemacht? Genügt das Licht für eine vernünftige Belichtungszeit (1/100 Sekunde) bei einer großen Blende (f 2,8), oder muss ich die ISO-Einstellung anpassen?
Naturfotografie: Pflanzen
04. Mai
Im Frühjahr, wenn die Natur erwacht, laden das frische, helle Grün der jungen Blätter an Bäumen und Sträuchern und die farbigen Tupfer der ersten Blüten den Fotografen förmlich zu einem Fotoshooting bei Mutter Natur ein.
Allerdings sind Pflanzen eine besondere Art von Modell. Sie sind an ihren Standort gebunden und können nicht weglaufen. Doch was bei menschlichen oder tierischen Models die Arbeit des Fotografen sehr erleichtern würde, kann sich bei Pflanzenfotos auch ins Gegenteil verkehren.
Das Problem beim fotografieren von Pflanzen sind meistens andere Pflanzen, die so vor dem zu fotografierenden Gewächs verwurzelt sind, dass sie das gewünschte Motiv verdecken. Ausreißen kommt sicher nicht in Frage, aber auch das Wegbiegen der unerwünschten Pflanzen ist nicht immer die beste Lösung, denn dann zeigt das Foto die Natur nicht so, wie sie ist – es ist manipuliert.
Wenn es nicht darauf ankommt, die ganze Pflanze abzubilden, kann man sich ein Detail heraussuchen und auf dem Foto ins rechte Licht rücken. Das könnte beispielsweise ein Blütenstand oder eine einzelne Blüte sein.
Naturfotografie: Tiere
04. Mai
Eine reichhaltige Natur bietet dem Fotografen unendlich viele lohnende Motive an. Das beginnt bei mikroskopischen Fotos und geht über die Tier- und Pflanzenwelt und die Oberfläche unseres Planeten mit ihren Stränden, Gebirgen, Wüsten und Dschungeln bis hin zur Astrofotografie mit Bildern von den entferntesten Wundern des Kosmos.
Die Tierwelt beginnt genau genommen schon in Ihrer Wohnung, auch wenn Sie weder Hund noch Katze oder Kanarienvogel halten. Da ist der Marienkäfer oder die Florfliege an den Zimmerpflanzen und die Wespe, die die Torte goutiert – diese kleinen Tiere sind die idealen Kandidaten für erste interessante Makroaufnahmen.
Und das geht ja noch weiter. Auf dem Balkon, im Garten oder im Wald hinter dem Haus findet sich eine Vielzahl von Tieren, man muss nur genau hinschauen, dann entdeckt man seine Motive. Wer größere oder seltenere Tiere vor die Kamera bekommen möchte, kann ein Wildgehege, einen Tierpark oder den Zoo besuchen, wer hier kein interessantes Motiv findet, dem ist nicht mehr zu helfen.






