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Blitze fotografieren

Ein weiteres Thema, das bei Hobbyfotografen sehr beliebt ist, sind Blitze, nicht etwa das Blitzlicht der Kamera, sondern die Blitze eines Gewitters. So gefährlich sie auch sind, so imposant sehen sie doch am Himmel aus. Die bestehen Blitze gibt es am Meer oder im Gebirge, aber oft zeigt diese Naturerscheinung auch im Binnenland imposante Erscheinungsformen, die es sich lohnt, im Foto festzuhalten. Wichtig ist bei der Fotografie von Blitzen eine gute Schärfentiefe, damit der exakte Verlauf des Blitzes dargestellt werden kann. Für eine ruhige Kamerahaltung und aufgrund der notwendigen, längeren Belichtungszeiten, ist ein Stativ ideal. Außerdem verwendet man am besten einen Fernauslöser und den Selbstauslöser, um wirklich jede Erschütterung zu vermeiden. Den Autofokus kann man bei Dunkelheit, und nur vor einem dunklen Himmel kommen die Blitze richtig zur Geltung, nicht verwenden, muss also manuell fokussieren. Die Belichtungszeit sollte mindestens 30 Sekunden betragen. Je länger sie ist, umso mehr Blitze lassen sich unter Umständen auf einem Bild festhalten. Aufgrund der Entfernung und für die Schärfentiefe sollte man eine möglichst geschlossene Blende verwenden. Ideal ist ein Lichtempfindlichkeit von ISO 200.

Den Mond zur Geltung kommen lassen

Nachtaufnahmen sind eine Herausforderung für jeden Hobbyfotografen. Es kann eine nächtliche Straße sein, die mit ihren Laternen besonders reizvoll wirkt oder ein angestrahltes Bauwerk bei Dunkelheit, das den Fotografen besonders motiviert. Häufig aber sind es die imposanten Erscheinungsbilder des Mondes, die man gerne dauerhaft im Bild festhalten möchte. Aber gerade der Mond lässt sich gar nicht so gerne fotografieren, denn oft zeigt er auf Bildern längst nicht die imposante Ansicht, die er in der Realität bietet. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Es kann an störendem Kunstlicht auf der Erde liegen, dass der Mond nicht so imposant in Erscheinung tritt, aber auch an einer zu langen Belichtungszeit, die man aber aufgrund der Dunkelheit benötigt. Es ist kaum zu glauben, aber bei einer zu langen Belichtungszeit wirkt sich bereits die Erdrotation auf die Qualität des Bildes aus. Deshalb sollte man lange Belichtungszeiten meiden. Besser ist es, bei Aufnahmen vom Mond die ISO-Zahl zu erhöhen oder die Blende weiter zu öffnen, um genügend Licht auf den Sensor zu bekommen. Auf jeden Fall sollte man immer mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Einstellungen machen, um am Ende das beste Ergebnis auswählen zu können.

Fotos mit dreidimensionaler Tiefenwirkung

Eine Fotografie stellt immer die zweidimensionale Abbildung einer dreidimensionalen Wirklichkeit dar und erscheint daher flacher, als Originalblick auf das Motiv. Dennoch gibt es Möglichkeiten, Motive in einer gewissen Form dreidimensional erscheinen zu lassen, indem man Tiefe simuliert. Diese dreidimensionale Wirkung entsteht durch die Schaffung spezieller Bildeindrücke, die eigentlich eine optische Täuschung darstellen. Es gibt verschiedene Methoden, um diesen Effekt zu erreichen. Zum einen besteht die Möglichkeit, den Blick des Betrachters auf einen Gegenstand im Vordergrund zu fokussieren, so dass alle dahinter liegenden Inhalte leicht unschaft und somit entfernt erscheinen. Zum anderen kann man Linien im Bereich des Motivs auf einen weiter hinten liegenden Fluchtpunkt zulaufen lassen. Im Idealfall verschwindet der Hintergrund im Dunst tief liegender Wolken, so dass sich derselbe Effekt zeigt. Ideal zur Erzeugung des dreidimensionalen Effekts sind Weitwinkelobjektive, denn sie betonen den Vordergrund, während der Hintergrund verkleinert wird. Auch hier lässt sich der Effekt optimieren, indem sowohl im Vordergrund als auch im Hintergrund feste Gegenstände oder Landschafts-Bestandteile positioniert werden.

Aquariumwelt fotografieren

Die eigene kleine Welt eines Aquariums sieht immer wieder besonders reizvoll aus und es ist nur natürlich, dass dieser Anblick den Hobbyfotografen motiviert, diese kleine Unterwasserwelt auch im Bild festzuhalten. Wenn man dabei einige Punkte beachtet, dann können sich daraus wunderschöne Fotos ergeben, denn es ist gar nicht so schwer und bedarf auch keiner speziellen Kamera. Selbst mit einer Kompaktkamera lassen sich gute Aquarienaufnahmen erzielen. Eine wichtige Voraussetzung sind klare Scheiben des Aquariums, damit nicht später auf dem Foto ein trüber Schleier zu sehen ist. Auch das Wasser sollte möglichst klar und frei von Schwebeteilchen sein. Bei der Aufnahme bilden die Spiegelungen, die das Glas erzeugt, die größte Herausforderung, denn sie dürfen später auf dem Foto nicht zu sehen sein. Lässt die Kamera es zu, verwendet man zu diesem Zweck einen Polfilter. Der Polfilter sorgt für klare Bilder und gute Kontraste. Optimal ist ein zirkularer Polarisationsfilter. Mit dem Polfilter fotografiert man in einem Winkel von 30 bis 40 Grad zur Aquariumscheibe. Die Lichtreflexionen lassen sich aber auch ausschließen, wenn das Licht im Raum ausgeschaltet oder ein Tuch über das Aquarium und die Kamera gedeckt wird. Sind diese Möglichkeiten nicht gegeben, dann besteht noch eine Chance, indem das Objektiv direkt auf die Aquariumscheibe aufgesetzt wird. Das bringt zwar nicht immer optimale Ergebnisse, aber doch einigermaßen gute. Mit Blitzlicht darf man nicht fotografieren, da es nicht nur die Fische irritieren würde, sondern auch weitere Reflexe erzeugen. Um Farbstiche zu vermeiden, sollte eine möglichst kurze Belichtungszeit gewählt werden. Das kommt auch der Bildschärfe zugute, da die Fische während der Aufnahme unter Umständen in Bewegung sind. Ein erhöhtes Bildrauschen lässt sich durch eine Sensorempfindlichkeit vermeiden, die nicht über ISO 400 hinaus geht.

Es gibt nicht nur einen Fernauslöser

Der Fernauslöser ist eine Funktion an Kameras, das mehr Flexibilität ermöglicht. Immer dann, wenn mit längeren Belichtungszeiten gearbeitet wird und jede Bewegung der Kamera unbedingt vermieden werden muss, kommt er zum Einsatz. Beliebt ist der Fernauslöser außerdem auch dann, wenn der Fotograf sich selbst abbilden möchte oder in einer Gruppe mit aufs Foto soll. Dabei hat der Fotograf die Auswahl zwischen verschiedenen Systemen zur Fernauslösung. Die bekannteste Methode ist der drahtverbundene Fernauslöser. Er besteht aus einer elektrischen Verbindung, die mit der Kamera über eine Steckverbindung verbunden wird und an deren Ende sich ein weiterer Auslöser befindet. Moderne Fernauslöser funktionieren nicht mehr über eine Kabelverbindung, sondern mit Hilfe von Infrarot-Funkverbindungen. Eine dritte Art von Fernauslösern sind pneumatische Verbindungen, die den Kabelverbindungen ähnlich sind, aber mittels Luftdruck und damit besser dosiert funktionieren. Im Vergleich mit dem Selbstauslöser, der in viele Kameras integriert ist und der eine zeitlich verzögerte Auslösung ermöglicht, hat der Fernauslöser den Vorteil, dass die Auslösung gezielt erfolgt und nicht plötzlich in einem ungünstigen Moment.

Tierfotografie – wichtige Grundregeln

Tiere zählen zu den beliebtesten Fotomotiven vieler Fotografen. Sei es das eigene Haustier, das immer wieder gerne auf Fotos verewigt und als beliebtes Fotomodell beschäftigt wird, oder ein Tier in der freien Natur, wo das Fotografieren in der Regel wesentlich schwieriger ist. Damit das eigene Haustier auf einem Foto so lebendig und ansprechend erscheint, wie man es kennt und liebt, sollte man einige wichtige Grundregeln beachten. Wichtig ist zum Beispiel, dass das fotografierte Tier auf dem Foto einen Lichtreflex in den Augen hat, denn nur so wirkt es lebendig. Tiere ohne diesen besonderen Glanz in den Augen wirken oft traurig und leblos. Um bei Tageslicht diesen Lichtreflex zu erhalten muss man darauf achten, dass das Tier in Richtung des Lichts blickt. Bezüglich der Bildschärfe sollte ebenfalls auf die Augen geachtet werden oder auf die Mund- und Lippenpartie des Tieres. Auch eine exakte Darstellung der Fell-Zeichnung ist ein wichtiges Kriterium für die Schärfe eines Tier-Fotos. Auch auf die Körperhaltung des Tieres sollte der Fotograf achten, da ein Tier mit einem gesenkten Kopf letztendlich kein schönes Motiv bildet. Ansprechend sind Tierfotos immer dann, wenn das Tier in die Kamera oder an der Kamera vorbei blickt, in jedem Fall aber in Richtung des Fotografen, und zwar auf Augenhöhe.

Kurzzeitsynchronisation

Die kürzeste Blitzsynchronzeit bei Digitalkameras beläuft sich zwischen 1/160 nd 1/250 Sekunde, manchmal reicht sie sogar bis zu 1/300 Sekunde. Möchte man noch kürzere Belichtungszeiten verwenden, so bsteht unter Umständen das Problem, dass nur ein kleiner Bildausschnitt ausreichend belichtet ist. Von daher ist es nicht immer leicht, bewegte Bilder mit Blitzlicht aufzunehmen. Mit einem kleinen Trick lässt sich aber auch dieses Problem überwinden, mit der Kurzzeitsynchronisation. In diesem Fall blitzt der Blitz nicht nur einmal auf, sondern mehrmals in kleinen Impulsen über die gesamte Belichtungsdauer. Voraussetzung für die Anwendung dieses Tricks ist allerdings, dass sowohl die Kamera als auch der Blitz die Kurzzeitsynchronisation unterstützen. Außerdem benötigen beide Geräte dazu unbedingt eine TTL-Verbindung über einen Blitzschuh, ein TTL-Blitzkabel oder über TTL-Funk. Die Funktion der Kurzzeitsynchronisation reduziert die Blitzleistung und die Reichweite des Blitzlichts, also die Leitzahl, was bei dieser Aufnahmetechnik unbedingt beachtet werden muss. Über allzu große Reichweiten lässt sich allerdings ein herkömmliches Blitzlicht ohnehin nicht verwenden.

Der richtige Hintergrund für Porträtaufnahmen

Gute Porträtaufnahmen lenken nicht mit einem unruhigen Hintergrund vom eigentlichen Motiv ab. Da aber die schönsten Aufnahmen aufgrund der natürlichen Lichtverhältnisse im Freien fotografiert werden, lässt sich ein schöner Hintergrund nicht einfach hervorzaubern, wie zum Beispiel in einem Fotostudio. Ein attraktiver Hintergrund für eine Porträtaufnahme sind zum Beispiel eine gemauerte Wand, eine blühende Ranke oder grüne Sträucher. Gerade diese Hintergründe aber neigen dazu, sehr unruhig zu wirken. Sehr hübsch wirken diese natürlichen und unruhigen Hintergründe, wenn sie verschwommen dargestellt sind. Sie bilden dann eine grüne oder bunte Fläche, die aufgrund der Unschärfe flacher und entfernter wirkt, als sie tatsächlich ist.

Um diesen Effekt zu erzeugen, fotografiert man mit einer möglichst weit geöffneten Blende. Dadurch entsteht nur eine geringe Schärfentiefe, die sich auf das Modell beschränkt. Die ideale Brennweite für eine natürliche Porträtaufnahme beträgt 100 mm. Das Modell sollte ein bis zwei Meter vor dem Hintergrund stehen, um eine deutliche Unschärfe zu erreichen. Da Kompaktkameras keine manuelle Blendeneinstellung erlauben, sollte man hier das Programm für Porträts auswählen, denn die Kamera passt sich dann automatisch an.

Darstellung von nebligen Stimmungen

An Herbsttagen bietet die Landschaft oft ein sehr diffuses Bild mit nebligen Waldwegen oder nebelüberzogenen Feldern. Diese besonders stille und ruhige Stimmung in einem Bild einzufangen, übt auf manchen Fotografen einen besonderen Reiz aus. Diese Stimmung auf einem Bild so darzustellen, dass sie auch auf den Betrachter wirkt, ist nicht immer ganz einfach. Nebel wirkt auf Fotos häufig einfach, wie ein milchiger Schleier oder wird durch Überbelichtung nicht mehr erkennbar. Aber auch hierfür gibt es ein paar kleine Tricks, um nicht nur ein Bild, sondern auch eine Stimmung zu vermitteln.

Nicht nur von der Kameratechnik ist es abhängig, welche Wirkung ein Nebelbild auf seinen Betrachter entfaltet, sondern auch von der Wahl des Motivs. Einfach ein ebenes, nebelbedecktes Feld zu fotografieren, das bringt meist ein eintöniges und langweiliges Bild hervor. Wird aber in eine neblige Allee oder einen Waldweg hinein fotografiert, in dem der Nebel steht, lassen sich hervorragende Kontraste zwischen dem scharfen und nebelfreien Vordergrund und dem nebligen Hintergrund hervorheben. Auch Objekte, die vom Nebel umrahmt sind, treten besonders aus dem Bild hervor und verdeutlichen die Stimmung. Damit es nicht zu einer Überbelichtung kommt, regelt man die Belichtung mit der Belichtungskorrektur um  -0,3 bis -0,7 herunter oder stellt die Belichtung von vornherein manuell ein. Eine automatische Bildkorrektur, die manche Kameras vornehmen, sollte auf jeden Fall unterdrückt werden, denn sie wird die Nebelstimmung verderben.