Beiträge gettagt mit Farbtemperatur
Dauerlicht mit Filtern abstimmen
19. Aug
Wenn für die Beleuchtung einer Szene nur Kunstlichtlampen verwendet werden, sollte der Weißabgleich der Kamera auf 3200 K eingestellt werden, denn diese Farbtemperatur ist bei Studioleuchten Standard. Sie werden aber sehr häufig bei Aufnahmen außerhalb des Studios zusammen mit Tageslicht oder anderen Leuchten eingesetzt.
In diesen Fällen benutzt man in der Regel Filter, um die Farbtemperatur zu korrigieren bzw. sie an die schon vorhandene Beleuchtung anzupassen. Das gebräuchlichste Filter dabei ist blau, womit eine Anpassung an Tageslicht erreicht wird. Man misst das mit dem Mired-Wert, wobei Blau -131, ½ Blau -68 und ¼ Blau-30 Mired aufweist.
Die Filter werden meist aus einem hitzebeständigen Gel gefertigt, im Grunde eine Plastikfolie, oder aber aus Glas. Dichroitische Filter sind teilweise verspiegelt, so dass der Rotanteil zurückgeworfen wird und nur Blau durch das Filter kommt. Solche Filter sollte man aber immer mit einem Messgerät auf die Farbtemperatur hin überprüfen, denn sie neigen zu Inkonsistenz.
Die Farbtemperatur lässt sich beeinflussen
17. Aug
Um ein wirklich gutes Foto zu erstellen reicht es nicht aus, wenn es scharf oder vielleicht gezielt unscharf und ausreichend hell oder dunkel ist. Auch die Farbtemperatur trägt zu einem attraktiven Erscheinungsbild eines Fotos entscheidend bei, denn ein Foto einer romantischen Umgebung wird in kühlen Farben eher unwirklich erscheinen. Andersrum passen warme Farben nicht unbedingt zu kühlen Architekturfotos.
In der analogen Fotografie beeinflusste man die Farben hauptsächlich dadurch, dass man entweder auf das richtige Licht wartete oder Farbfilter verwendete. Die Digitaltechnik bietet auch hier technische Möglichkeiten, die den Fotografen oder die Fotografin von den natürlichen Gegebenheiten unabhängiger machen. Entscheidenden Einfluss auf die Farbtemperatur nimmt der Weißabgleich. Das Maß für die Farbtemperatur ist die Temperaturangabe Kelvin. Der Weißabgleich der Kamera gleicht Farbstiche und Farbtemperaturen, die durch das natürliche Licht, durch Kunstlicht oder durch Blitzlicht entstehen, automatisch aus. Manchmal ist aber auch eine manuelle Abstimmung des Weißabgleichs sinnvoll, und zwar immer dann, wenn die Automatik Farben nicht richtig erkennt oder, wenn bewusst eine verfälschte Farbtemperatur gewählt wird. Die Einstellung erfolgt über die verschiedenen Menüvorgaben, über die eigentlich auch jede einfache Kompaktkamera verfügt. Sie sind mit Symbolen meist an einem Einstellrad angegeben. Typische Optionen sind Tageslicht, Blitzlicht, Kunstlicht und manchmal besteht auch beim Kunstlicht eine Auswahl zwischen Glühbirne oder Leuchtstoffröhre. Zum Beispiel können Nachtaufnahmen mit einer Tageslichteinstellung die Farben der Leuchtreklamen und andere Umgebungsbeleuchtungen wärmer und deutlicher darstellen.
Was bedeutet Weißabgleich?
31. Mai
Licht aus unterschiedlichen Quellen hat verschiedene Farbtemperaturen. So unterscheidet sich beispielsweise das Licht der Sonne bei klarem Himmel von dem einer Glühlampe oder Neonröhre. Wir Menschen nehmen diese Variationen kaum wahr, weil sie vom Gehirn automatisch kompensiert werden. Für Kameras gilt dies nicht ohne weiteres. Fotos von ein und demselben Motiv können je nach Lichtquelle völlig unterschiedliche Farben aufweisen. Um dies auszugleichen, verfügen die meisten Digitalkameras über einen automatischen Weißabgleich. Hierzu analysiert der Rechner der Kamera die Zusammensetzung des einfallenden Lichts. Mit Hilfe dieser Messungen und aufwändiger Berechnungen gleicht er dann eventuelle Farbabweichungen aus. So ist sichergestellt, dass auch bei wechselnden Lichtverhältnissen Bilder mit lebensechten Farben aufgezeichnet werden.
Viele Digitalkameras verfügen zusätzlich über eine Funktion zum manuellen Weißabgleich. Um die Abweichung der Farbtemperatur des Umgebungslichts von der des neutral-weißen Lichts ermitteln zu können, wird das Objektiv auf einen weißen Gegenstand gerichtet. Mit dem so gemessenen Farbtemperaturwert kann die Kamera exakt auf die aktuellen Lichtverhältnisse eingestellt werden. Außerdem kann der Fotograf meist noch auf ein Anzahl Voreinstellungen für z.B. Sonnenlicht, bewölkten Himmel oder Kunstlicht zurückgreifen.
Das Foto oben zeigt zweimal das gleiche Motiv, das bei Kerzenschein fotografiert wurde. Links kam der automatische Weißabgleich zum Einsatz, rechts der manuelle, wobei ein Blatt Kopierpapier als Referenz diente.
Das Tageslicht in Gebäuden
21. Mai
Es ist im Grunde recht einfach, in Gebäuden mit dem Licht zu fotografieren, das durch die Fenster in die Räume fällt. Man kann dies Licht mit seinem plastischen Potential besonders gut als Element der Gestaltung nutzen.
Dabei ist die zwingendste Notwendigkeit bei Innenaufnahmen mit Tageslicht die Natürlichkeit. Das Licht von außen bringt durch den Kontrastumfang, die Lichtstärke und die unklare Farbbalance zwar einige technische Probleme, aber es kann doch zu sehr attraktiven Kompositionen führen.
Ein prüfender Blick aus den konventionellen Fenstern erlaubt die Einschätzung ermöglicht die Einschätzung von Stärke und Farbtemperatur des Lichtes, das durch diese Fenster dringt. Fehlt die direkte Sonne oder wird sie durch Mehrfachspiegelungen oder Vorhänge gestreut, wird das Fenster selbst zur Quelle des Lichtes. Das bedeutet dann auch, dass anders als bei direktem Sonnenlicht die Lichtstärke im Quadrat der Entfernung abnimmt.
Wenn Sie den ganzen Raum fotografieren, können die Unterschiede der Lichtstärke so groß werden, dass der Umfang des Kontrastes durch Hilfsmittel reduziert oder alternativ die HDR-Technik angewandt werden muss.
Der manuelle Weißabgleich
07. Mai
Jede Lichtquelle hat ihren eigenen Farbton, die Farbtemperatur. Beim Sonnenlicht liegt die Farbtemperatur zwischen 6.000 und 10.000 Kelvin, abhängig von der Tageszeit. Mittags werden die höchsten Farbtemperaturen erreicht, was dem Sonnenlicht einen blauen Ton verleiht, morgens und abends führt die niedrigere Farbtemperatur zu rot-gelblichem Licht. Bei künstlichen Lichtquellen sind die Unterschiede noch deutlich ausgeprägter.
Bei der Digitalfotografie hilft der Weißabgleich, die Farben bei verschiedenen Beleuchtungen naturgetreu wiederzugeben. Die meisten Kameras haben auf bestimmte Lichtsituationen hin optimierte Einstellungen des Weißabgleichs, zum Beispiel für Sonne, bedeckten Himmel oder Kunstlicht. Besonders in Fällen, wo Licht unterschiedlicher Farbtemperatur verwendet wird, ist der manuelle Weißabgleich zu empfehlen, wenn Ihre Kamera dafür eingerichtet ist. Dabei geht man wie folgt vor:
Rufen Sie im Menü der Kamera den Weißabgleich auf und wählen dort „manuell“. Das kann je nach Kamera unterschiedlich sein. Richten Sie nun das Objektiv auf einen weißen Karton oder eine weiße Wand. Dabei sollte die weiße Fläche das Format vollständig ausfüllen. Nun starten Sie die Kalibrierung. Die Kamera kompensiert jetzt alle vorhandenen Farbstiche und Sie können unter den herrschenden Lichtverhältnissen korrekte Fotos machen.
Weißabgleich in der blauen Stunde
16. Apr
Im Laufe des Tages verändert sich die Farbe des Lichtes sehr deutlich. Das gilt ganz besonders bei klarem Himmel. Wenn die Sonne sehr niedrig steht, ist ihr Licht rötlich oder orange. Mittags, wenn sie am höchsten steht, sind die Farben normal, also eher weiß. In den Schatten wirkt das Licht bei klarem Himmel bläulich. Eine Kamera nimmt das übrigens stärker wahr als unsere Augen.
Hier zeigt sich die Farbtemperatur der Lichtquelle. Obwohl wir Blau eher mit „kalt“ und Orange eher mit „heiß“ assoziieren, ist es im optischen Bereich so, dass die Szene mit fallender Farbtemperatur wärmer wird.
In der „blauen Stunde“, also der ersten und der letzten Stunde des Tages ist das Licht eher rot bis orange. Trotzdem ist es hier nicht immer sinnvoll, die Farben in den neutralen Bereich hinein zu optimieren, wie Sie am Beispielbild (links Original, rechts mit Weißabgleich) erkennen können. In Aufnahmen mit tief stehender Sonne erwartet man die warmen Töne des linken Originalbildes.






