Beiträge gettagt mit Blitzlicht

Kurzzeitsynchronisation

Die kürzeste Blitzsynchronzeit bei Digitalkameras beläuft sich zwischen 1/160 nd 1/250 Sekunde, manchmal reicht sie sogar bis zu 1/300 Sekunde. Möchte man noch kürzere Belichtungszeiten verwenden, so bsteht unter Umständen das Problem, dass nur ein kleiner Bildausschnitt ausreichend belichtet ist. Von daher ist es nicht immer leicht, bewegte Bilder mit Blitzlicht aufzunehmen. Mit einem kleinen Trick lässt sich aber auch dieses Problem überwinden, mit der Kurzzeitsynchronisation. In diesem Fall blitzt der Blitz nicht nur einmal auf, sondern mehrmals in kleinen Impulsen über die gesamte Belichtungsdauer. Voraussetzung für die Anwendung dieses Tricks ist allerdings, dass sowohl die Kamera als auch der Blitz die Kurzzeitsynchronisation unterstützen. Außerdem benötigen beide Geräte dazu unbedingt eine TTL-Verbindung über einen Blitzschuh, ein TTL-Blitzkabel oder über TTL-Funk. Die Funktion der Kurzzeitsynchronisation reduziert die Blitzleistung und die Reichweite des Blitzlichts, also die Leitzahl, was bei dieser Aufnahmetechnik unbedingt beachtet werden muss. Über allzu große Reichweiten lässt sich allerdings ein herkömmliches Blitzlicht ohnehin nicht verwenden.

Dauerlicht statt Blitzlicht

Dauerlicht als Halogen- oder ganz modern als LED-Licht hat im Gegensatz zum Blitzlicht den Vorteil, dass man einfach nach dem Augenschein die Szene ausleuchten kann. Auf der anderen Seite ist ein Dauerlicht zum stoppen von Bewegungen nicht so gut geeignet wie ein Blitz.

Ausleuchtung mit Dauerlicht

Ausleuchtung mit Dauerlicht

Die meisten Dauerlichtlampen sind heute noch immer Glühlampen und meistens auf 3.200 Kelvin Farbtemperatur abgestimmt. Mit blau beschichteten Leuchtmitteln kann man eine Farbtemperatur erreichen, die fast dem Tageslicht entspricht.

Inzwischen gibt es sie aber auch schon auf der Basis von Leuchtstofflampen, die mit 20% der elektrischen Energie die gleiche Lichtmenge erzeugen.

Im Beispielbild wurde ein mit einer Versiegelung versehenes Acrylbild des Künstlers Thomas Peuter aus Lüdinghausen mit Dauerlicht einmal aus einem LED-Strahler mit 90W Tageslicht (links) und einmal mit einem 250W Halogenlicht (rechts) indirekt beleuchtet. An der Wand kann man die unterschiedlichen Farbtemperaturen deutlich unterscheiden. Bei Verwendung eines Blitzlichtes ergaben sich durch die Versiegelung zu starke Reflektionen, deshalb war Dauerlicht hier die bessere Wahl. Der Weißabgleich stand bei beiden Fotos auf „Sonne“, um das Ergebnis der unterschiedlichen Beleuchtung nicht zu verfälschen.

Eingebautes Blitzlicht bedarfsgerecht nutzen

Foto: Gentry's Daguerreian Studio
Lizenz: CreativeCommons Attribution-Share Alike 2.0 Generic

Bei den meisten Digitalkameras befindet sich das eingebaute Blitzlicht standardmäßig in der Betriebsart „Automatik“. Hier bestimmt die Kamera selbständig, wann geblitzt wird. Es gibt jedoch gute Gründe, den Blitz in der Grundstellung auszuschalten und nur dann zu aktivieren, wenn er benötigt wird.

Zum einen halten die Akkus oder Batterien länger. Wenn Sie die Kamera im Automatik-Modus des Blitzes einschalten, wird zunächst dessen Kondensator geladen – völlig unabhängig davon, ob Sie den Blitz benötigen oder nicht. Wird die Kamera ausgeschaltet und es wurde kein Blitz abgeben, entlädt sich der Kondensator mit der Zeit wieder. Die für das unnötige Laden notwendige Energie muss von den Akkus bzw. Batterien bereitgestellt werden, so dass diese schneller leer sind.

Ein weiterer Vorteil: Die Kamera ist nach dem Einschalten schneller einsatzbereit. Ähnlich wie ein PC „fährt“ die Kamera hoch: Sie führt einen Selbsttest durch und lädt ihr Betriebssystem. Dazu kommt im eingeschalteten Automatikmodus das Laden des Blitzkondensators. Je nach Modell sind das 2 bis 5 Sekunden – Zeit, die Sie sich sparen können, wenn Sie den Blitz nur bei Bedarf zuschalten.

Photoshop: Rote Augen korrigieren

Wenn jemand bei einer Blitzlicht-Aufnahme auf Augenhöhe mit dem Objektiv der Kamera fotografiert wird und dabei direkt in die Optik schaut, werden die Augen durch Reflektion an der Netzhaut häufig rot. Der heute in fast jeder Kamera eingebaute Vorblitz ist keine Lösung, denn er basiert darauf, dass die Pupillenöffnungen durch den Vorblitz kleiner werden. Das funktioniert zwar, aber die fotografierten Menschen bekommen dadurch einen unnatürlichen Gesichtsausdruck. Deshalb muss man häufig rote Augen korrigieren.

Korrektur der Augenfarbe mit Photoshop

Korrektur der Augenfarbe mit Photoshop

Seit Photoshop CS gibt es eine einfache Sonderfunktion, um rote Augen zu entfernen. Bei Nahaufnahmen ist aber oft eine präzisere Korrektur notwendig.

Dazu wählen wir das Auswahlwerkzeug und stellen das Auswahlellipse-Werkzeug ein. Damit wird der rote Bereich umrandet.

Mit Bild > Korrekturen > Farbton/Sättigung ändern wir jetzt die Augenfarbe, im Beispiel sind es Farbton -87, Sättigung -52 und Helligkeit 0.

Jetzt kann man mit dem Werkzeugspitzen-Werkzeug und einer runden Spitze mit weicher Begrenzung die schwarze Pupille mit einem einzelnen Mausklick verdeutlichen. Das Ergebnis ist dann schon ziemlich gut. Für eine noch natürlichere Korrektur kann man anschließend noch mit dem Wischfinger-Werkzeug eine Streifenstruktur in die Iris ziehen (von außen nach innen) und, falls nötig, Lichter mit dem Werkzeugspitzen-Werkzeug in Weiß auftragen.

Blitzgeräte für digitale Spiegelreflexkameras

Hobbyfotografen, die häufig in Innenräumen oder bei Dunkelheit fotografieren, kommen mit den Blitzlichtern, die gewöhnlich in digitalen Spiegelreflexkameras integriert sind, nicht aus. Diese reichen zwar für Schnappschüsse auf kurze Entfernungen aus, nicht aber, um einen Raum oder ein Motiv vollkommen auszuleuchten. Jede gute Spiegelreflexkamera ist mit einem Steckschuh für ein externes Blitzgerät ausgestattet und kann daher mit den Geräten aller bekannten Hersteller verwendet werden. Bei der Anschaffung des Blitzgerätes muss jedoch darauf geachtet werden, dass es speziell für die jeweilige Kamera ausgelegt ist. Verwendet man zum Beispiel ein älteres Blitzgerät aus der guten alten Fotoausrüstung, so besteht die Gefahr, dass dieses die gesamte Spannung durch die Verbindungskontakte des Steckschuhs leitet und damit die Kameraelektronik stark beschädigt oder sogar vollkommen zerstört. Besser ist es daher, ein modernes Blitzgerät für die Digitalfotografie anzuschaffen.

Die einfachsten Blitzgeräte werden direkt auf den Kontaktschuh der Kamera aufgeschoben und sind im Idealfall nach oben oder unten schwenkbar, um ein indirektes Licht zu erzeugen. Wesentlich leistungsfähiger und flexibler einsetzbar sind Stabblitzgeräte, die seitlich von der Kamera montiert und mit einem Kabelanschluss verbunden werden. Eine besonders schattenfreie Ausleuchtung des Motivs ermöglicht ein Ringblitz, der um das Objektiv herum aufgesteckt und ebenfalls durch ein Kabel mit der Kamera verbunden wird.

Grundlagen: Der Rote-Augen-Effekt

Wenn Gesichter in der Dunkelheit fotografiert werden, leuchten die Pupillen oft bizarr rot. Wie kommt es dazu?

Der sogenannte „Rote-Augen-Effekt“ entsteht, wenn eine Person bei Dämmerung oder Dunkelheit mit Blitzlicht fotografiert wird und dabei direkt in die Kamera blickt. Dabei spielen zwei Ursachen zusammen. Bei geringem Lichteinfall weitet sich die Pupille im Auge. Durch den Blitz wird dann der Augenhintergrund beleuchtet. Da dieser gut durchblutet ist, erscheint er auf dem Bild rot. Dieser Effekt tritt um so stärker auf, je näher sich das Blitzgerät am Objektiv befindet. Daher sind Kameras mit eingebautem Blitzlicht besonders betroffen.

Viele moderne Kameras besitzen eine Funktion zur “Rote-Augen-Reduzierung”. Vor dem eigentlichen Blitz wird ein Vorblitz abgegeben, der die Pupillen verkleinern soll. Beim folgenden Hauptblitz ist die Netzhaut dann nicht mehr so stark sichtbar. Dies funktioniert allerdings nicht immer perfekt – beispielsweise wenn die fotografierte Person gar nicht in den Vorblitz geschaut hat. Besser ist es, ein gesondertes Blitzgerät zu verwenden, das möglichst weit von der optischen Achse entfernt ist. Das bewirkt, dass der Winkel zwischen einfallendem und reflektiertem Licht vergrößert wird und der Augenhintergrund nicht mehr so stark in Erscheinung tritt.