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Blende und Schärfentiefe – wichtige Grundlagen der Fotografie
16. Apr
Als Blende bezeichnet man die Öffnung des Objektivs während der Aufnahme. Der Blendenring befindet sich innerhalb des Objektivs und besteht aus beweglichen Lamellen, die geschlossen sind und nach dem Betätigen des Auslösers eine kreisförmige Öffnung bilden. Diese Öffnung ist in verschiedenen Größen einstellbar und lässt daher mehr oder weniger Licht in den Kamera-Hintergrund eindringen. Auf diese Weise wird die Schärfentiefe der Fotografie beeinflusst. Die stufenweise Einstellmöglichkeit der Blendenöffnung folgt einer internationalen Norm und reicht bei den meisten Spiegelreflexkameras von 2,8 bis 22, kann aber auch Werte zwischen 1 und 90 annehmen. Für viele ist es verwirrend, dass die Blende bei einem niedrigen Wert weiter geöffnet ist, als bei einem hohen. Das liegt daran, dass der Blendenwert einen Quotienten aus dem Öffnungsverhältnis und der Brennweite bildet und daher eigentlich eine Bruchzahl darstellt. Daher wird die Blende auch mit dem Buchstaben F als Abkürzung für Fraction, dem englischen Wort für Bruchteil, benannt. Er wird aber nur in Form des Nenners bezeichnet. Jede Veränderung des Blendenwerts verdoppelt oder halbiert den Lichteinfall. Je größer die Blende gewählt wird, umso geringer ist also der Lichteinfall und umso höher ist die Schärfentiefe der Fotografie. Das bedeutet, dass das Bild auch einen weit entfernten Hintergrund noch scharf darstellt. Umgekehrt werden mit einer weiten Blendenöffnung Fotos mit einem verschwommenen Hintergrund und einem scharfen Vordergrund erzielt. Die Blende steht in einem engen Zusammenhang mit der Belichtungszeit. Je weiter die Blende geöffnet ist, umso kürzer kann die Belichtungszeit gewählt werden.

