Beiträge gettagt mit Belichtungszeit
Spiel mit der Unschärfe
06. Sep
In einigen Situationen haben Fotos einen viel stärkeren Ausdruck, wenn die Dynamik einer Bewegung deutlich dargestellt wird, selbst wenn die Details darunter leiden. Erreichen kann man das zum Beispiel, indem man die Belichtungszeit für ein scharfes Bild stark verlängert, zum Beispiel von 1/125 Sek. auf 1/15 Sek. verlängert und die Blende entsprechend weiter schließt.
Eine andere Technik für diesen Effekt wurde früher, als unempfindliche Filme bei Porträts noch lange Belichtungszeiten brauchten, eher als Bildfehler angesehen: Die zu fotografierende Person bewegt sich nicht und wird scharf abgebildet, während andere Menschen im Hintergrund vorbeigehen und entsprechende Bewegungsunschärfe erzeugen. Heutzutage sieht man diese Technik häufiger, denn sie lässt sich auch mit den modernen Digitalkameras gut kontrollieren.
Damit die Dynamik der Bewegung klar im Bild zu sehen ist, muss die Bewegungsunschärfe deutlich zu erkennen sein. Verwendet man Verschlusszeiten, die nur leichte Verwischungen erzeugen, wirkt es eher, als sei das Foto leicht verwackelt.
Bulb-Modus und das Spiel mit der Belichtungszeit
13. Aug
Ein Hobbyfotograf weiß natürlich, wie die Belichtungszeit einzustellen ist. Je heller es ist, umso kürzer kann die Belichtungszeit sein und je bewegter das Motiv ist, umso kürzer muss sie sein, um das Motiv scharf darzustellen. Möchte man die Dynamik des Motivs verdeutlichen, verlängert man die Verschlusszeit ein wenig. Moderne Digitalkameras, auch wenn es sich um Spiegelreflexkameras handelt, stellen die optimale Belichtungszeit automatisch ein oder warnen davor, dass es zu dunkel ist. Bei dieser optimalen Verschlusszeit handelt es sich aber um die, bei der das Motiv und der Hintergrund möglichst scharf auf dem Foto erscheinen. Aber in der kreativen Fotografie bestehen immer verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl der Belichtungszeit. Um ein attraktives und außergewöhnliches Foto herzustellen, muss man daher oft von den Vorgaben der Kamera-Automatik abweichen. Die wenigsten Kompaktkameras erlauben das. Wer aber eine Bridge- oder Spiegelreflexkamera verwendet, kann diese Möglichkeit nutzen. Eine besonders schöne Funktion an Kameras ist der Bulb-Modus, denn er ermöglicht ein flexibles Spiel mit der Belichtungszeit. In diesem Modus bleibt der Kamera-Verschluss so lange geöffnet, wie der Auslöser gedrückt gehalten wird. Da aber gerade diese Art des Fotografierens die Gefahr von Verwacklungen birgt, sollte man ein Stativ verwenden. Es gibt auch einige Fernauslöser, die diese Funktion unterstützen.
Verwacklungsfreie Aufnahmen durch Bildstabilisatoren
05. Mai
Je länger die Brennweite des verwendeten Objektivs ist, um so schwieriger lassen sich unscharfe Aufnahmen durch Kameraverwacklungen vermeiden. Als Faustregel gilt: Wenn die Belichtungszeit kürzer ist als der Kehrwert der Brennweite, kommt es zu keiner Unschärfe durch Wackler. Bei einem 200 mm-Objektiv sollte also eine Belichtungszeit gewählt werden, die kürzer als 1/200 s ist.
Wenn auf Grund der Lichtverhältnisse längere Belichtungszeiten notwendig sind, sollte ein Stativ verwendet oder die Kamera zumindest abgestützt werden. Ist das nicht möglich sein, hilft bei manchen Kameras ein Bildstabilisator weiter. Hierfür wurden verschiedene Verfahren entwickelt. Das einfachste ist die Verwacklungsreduktion. In diesem speziellen Aufnahmemodus erhöht die Kamera automatisch die Empfindlichkeit des Bildsensors. Dadurch sind kürzere Belichtungszeiten möglich und das Verwacklungsrisiko sinkt. Allerdings muss unter Umständen ein stärkeres Rauschen in Kauf genommen werden.
Eine weitere Methode ist das digitale Bildstabilisierungs-Programm. Hierbei wird das unscharfe Bild nach der Aufnahme von der Kamera korrigiert. Während der Aufnahme wird die Richtung der Verwacklung aufgezeichnet. Wenn der Fotograf das Bild schärfen möchte, wird diese Information ausgewertet. Der Mikroprozessor der Kamera berechnet dann die notwendigen Korrekturen und schreibt das bearbeitete Bild als neue Datei auf die Speicherkarte.
Die fortgeschrittenste Technologie ist der mechanische Bildstabilisator. Hier sind derzeit zwei Varianten verbreitet. Bei beiden Verfahren registriert ein Sensor die Kamerabewegungen. Bei der ersten Methode bewegen Mikromotore in den Objektiven spezielle Linsenelemente, die die Wirkung der Kamerabewegung kompensieren. Allerdings funktioniert dieses Verfahren nur mit speziellen Objektiven. Dieser Nachteil wird bei der zweiten Variante vermieden. Hier wird der Bildsensor selbst bewegt. Der Fotograf kann daher auch ohne besondere Objektive vom Bildstabilisator profitieren.
Fotografieren bei Dunkelheit
21. Apr
Im Dunkeln gestaltet sich das Fotografieren mitunter sehr schwierig. Das Motiv ist schnell gefunden. Doch wie lässt es sich gestochen scharf auf die Speicherkarte bannen – und zwar ohne Blitzlicht? Hier kommen ein paar Tipps zum Thema.
Wie wir bereits in unseren vorherigen Artikeln feststellten, haben viele Kameras im Dunkeln ihre Schwierigkeiten. Natürlich gibt es Ausnahmen, die allerdings im eher professionellen Bereich angesiedelt sind. Aber auch mit einfachen Kompaktkameras lassen sich bei schlechten Sichtverhältnissen ganz passable Ergebnisse erzielen. Höherwertige Kompakte und natürlich Spiegelreflexkameras bieten meist eine Möglichkeit, die Belichtungszeit manuell einzustellen. Dabei gilt: Je dunkler es ist, desto länger sollte die Belichtungszeit sein. Weiterhin lässt sich auch die Aufnahmeempfindlichkeit variieren. „Spielen“ Sie mit der ISO-Empfindlichkeit ruhig ein wenig. Bei der NV30 von Samsung haben sich beispielsweise Einstellungen von ISO 400 bis 800 bewährt. Eine höhere Einstellung der Empfindlichkeit ist möglich, lässt die Bilder aber zu unscharf und verrauscht erscheinen.
Eine lange Belichtungszeit erfordert, dass die Kamera während der Aufnahmephase möglichst ruhig gehalten wird. Hier leistet ein Stativ gute Dienste. Wenn Sie kein Stativ besitzen oder Platz sparen wollen, können Sie aber auch gut improvisieren. Einfache Hilfsmittel wie ein Tisch, ein Balkongeländer oder ein Autodach geben einen guten Halter für die Kamera ab.
Welche Bewandnis hat die Verschlusszeit?
16. Apr
Die Verschlusszeit ist die Belichtungszeit, während der das Objektiv geöffnet ist. Sie ist in der digitalen Fotografie ein ebenso wichtiges Kriterium, wie bei der Verwendung einer analogen Kamera. Die Belichtungszeiten aller Kameras sind an eine internationale Norm angepasst und können bei einer Spiegelrefleskamera in der Regel von mehreren bis Sekunde reichen. Vom kleinsten bis zum größten Wert erfolgt von Schritt zu Schritt eine Verdoppelung. Bei einfachen Kompaktkameras ist das Spektrum wesentlich kleiner und die Auswahl der Belichtungszeit orientiert sich automatisch an den Belichtungsverhältnissen. Da digitale Spiegelreflexkameras die Einstellung verschiedener Automatik-Aufnahmetechniken ermöglichen, lässt sich auch hier eine automatische Belichtungszeit einstellen, so dass die Kamera ebenfalls die Verschlusszeit vorgibt. Einige Kameras sind zusätzlich mit einer Bulb-Funktion ausgestattet, die es dem Fotografen erlaubt, die Belichtungszeit ganz individuell zu bestimmen, indem der Verschluss so lange geöffnet bleibt, wie der Auslöser gedrückt wird. Je länger die Verschlusszeit gewählt wird, umso mehr Bewegung nimmt das Bild auf, aber auch die Verwackelungsgefahr ist bei langen Belichtungszeiten sehr groß. Daher verwendet man für solche Aufnahmen möglichst ein Stativ.
Die korrekte Belichtung
10. Apr
Die Belichtung ist von drei Größen abhängig, der Blende, der Belichtungszeit und der Empfindlichkeit des Films.
Man kann das korrekte Belichten eines Filmes mit dem korrekten Füllen eines Glases mit Wasser vergleichen. Dann sagt der Blendenwert, wie weit der Wasserhahn aufgedreht ist, die Belichtungszeit, wie lange er ausgedreht bleibt und die ISO-Empfindlichkeit gibt den Wasserdruck auf der Leitung an. Um eine bestimmte Menge Wasser ins Waschbecken zu bekommen, lassen sie den Wasserhahn eine bestimmte Zeit lang voll aufgedreht laufen. Wenn Sie ihn nur halb aufdrehen, brauchen sie die doppelte Zeit für die gleiche Wassermenge.
Die Reihe der üblichen Blendenwerte ( 1 – 1,4 – 2,0 – 2,8 – 4 – 5,6 – 8 – 11 – 16 – 22 – 32) ist so aufgebaut, dass mit jeder Stufe die doppelte bzw. die halbe Lichtmenge durchgelassen wird. Das gleiche gilt für die Reihe der üblichen Belichtungszeiten (8 – 4 – 2 – 1 – 1/2 – 1/4 – 1/8 – 1/15 – 1/30 – 1/60 – 1/125 – 1/250 – 1/500 – 1/1000 – 1/2000). An einigen Stellen sind ganz leichte Abweichungen, um glatte Zahlen zu erreichen. Wenn Sie also die Blende von 5,6 auf 8 verkleinern, müssen Sie die Belichtungszeit z.B. von 1/500 Sekunde auf 1/125 Sekunde verlängern, und Sie haben die gleiche Lichtmenge in die Kamera gelassen. Die Paare von Blendenwert und Belichtungszeit in der Grafik führen alle zur gleichen Belichtung – die Schärfentiefe nimmt aber in der Tabelle von links nach rechts zu.
Die ASA-Empfindlichkeit verläuft auch linear. Deshalb kann man den Wechsel von 100 auf 200 ASA (doppelt so empfindlich) durch halbieren der Belichtungszeit oder durch Auswahl des nächst höheren Blendenwertes (also der nächst kleineren Blendenöffnung) ausgleichen.




