Beiträge gettagt mit Belichtung
Einstieg in die DSLR-Fotografie 12 – Automatische Belichtungsmöglichkeiten
02. Jan
Eine digitale Spiegelreflexkamera ermöglicht nicht nur einen Weg der Belichtungsmessung. Die moderne Technik ist darauf eingestellt, dass Motive sich nicht immer nur über das gesamte Bildspektrum erstrecken, sondern einzelne Bereiche stärker hervorgehoben werden sollen. Typische Belichtungsfelder, wie sie auch einfache Spiegelreflexkameras für den Anfänger in diesem wunderschönen Hobby bieten, sind neben der mittenbetonten Belichtungsmessung, wie sie auch jede Kompaktkamera anwendet, die Spotmessung, die Matrix-Belichtung oder das D-Lighting. Nicht zuletzt trägt die Möglichkeit der Aufnahmen im jeweiligen RAW-Format der Kamera mit anschließender Bildbearbeitung zu einer Beeinflussung der Lichtverhälnisse bei, sowie ein High Dynamic Range-Programm, mit dem ebenfalls auch einfache DSLR-Kameras schon ausgestattet sind. Nicht nur die Einstellmöglichkeiten für die Belichtungswerte bieten dem Fotografen in der Digitalfotografie zahlreiche Möglichkeiten, sondern auch die Überprüfung der Werte. In Histogrammen lassen sich zum Beispiel die gewählten Belichtungen genau beobachten. Sie zeigen auf, wie die Höchstlichtwerte bei jeder einzelnen Aufnahme ausgefallen sind. Insbesondere dann, wenn ein Motiv mit verschiedenen Belichtungseinstellungen aufgenommen wurde, kann daher ein Histogramm hilfreich für die Findung des Idealwerts sein. Histogramme tragen damit auch dazu bei, eine ideale und den individuellen Ansprüchen genügende Belichtung zu finden. Zeigt das Histogramm eine Überbelichtung an, so weiß der Fotograf, dass er mit Hilfe der Belichtungskorrektur einen niedrigeren Wert wählen muss. Ist das Motiv hingegen unterbelichtet, so wählt der Fotograf für die Belichtungskorrektur einen höheren Wert.
Die verschiedenen Belilchtungstechniken sind insbesondere dann von Vorteil, wenn Motiv und Hintergrund unterschiedliche Lichtverhältnisse bieten, wenn also zum Beispiel ein sehr helles Motiv vor einem sehr dunklen Hintergrund dargestellt werden soll oder umgekehrt. Die mittenbetonte Belichtungsmessung wird in einem solchen Fall einen Mittelwert wählen. Damit entsteht eine gewisse Belichtungsharmonie, aber es ist nicht möglich, das Motiv von dem Hintergrund abzuheben. Genau das ist aber häufig der gewünschte Effekt. Eine Kamera, die mit Matrix-Belichtungsmessung ausgestattet ist, misst zahlreiche Einzelfelder des Bildes aus, bevor sie die Belichtungswerte einstellt und kommt dem Fotografen damit entgegen. Noch interessanter ist eine Spotmessung, denn sie legt ausschließlich das anvisierte Motiv zugrunde und vernachlässig die Umgebung.
Blenden- und Verschlusspriorität
10. Jun
Vollautomatische Kameras stellen automatisch die richtige Blenden- und Belichtungs-Kombination für jedes Foto ein, damit es scharf und auf das im Sucher anvisierte Motiv ausgerichtet ist. Möchte man aber nicht einfach ein scharfes Foto, sondern vielleicht auch noch einen anderen Effekt erzielen, dann muss man von der Automatik abweichen, was vorwiegend an Spiegelreflexkameras möglich ist. Das Einstellrad mit den automatischen Vorgaben für verschiedene Motive enthält zu diesem Zweck auch die Angabe mehrerer Buchstaben, meist A, P, M und S. Mit diesen Einstellungen trifft man die Auswahl, ob man die Blendenpriorität oder die Verschlusspriorität nutzen möchte.
Die Blendenpriorität wählt man mit Einstellung A. Nun kann man die Blende so weit öffnen, wie man möchte. Die Verschlusszeit wird automatisch passend eingestellt. Entscheidet man sich für die Verschlusspriorität, so wählt man die Einstellung S und kann manuell die Belichtungszeit auswählen. In diesem Fall stellt die Kamera die dazu passende Blende ein. Um nun die Blende oder Verschlusszeit manuell auswählen zu können, gibt es eine kleine Abkürzung, ein kleines Rad oder einen Knopf. Bei Betätigung wird im Sucher automatisch die jeweilige Belichtungszeit oder Blende angezeigt. Nach kurzem Antippen des Auslösers erfolgt automatisch die Einstellung der zweiten Komponente.
Histogramme zur Belichtungskontrolle
16. Mai
Digital abgespeicherte Fotos kann man absolut genau messen. Es gibt auch Kameras, die schon über eine Histogramm-Funktion verfügen und dadurch die sofortige Beurteilung der Belichtung zulassen. Und wenn die Kamera das noch nicht kann, macht es Ihr Bildbearbeitungs-Programm.
Gerade das ist einer der großen Vorteile der digitalen Fotografie: Sie bekommen sofort ein Feedback. Jedes Foto können Sie sofort nach der Aufnahme beurteilen und gegebenenfalls eine weitere Aufnahme mit anderen Einstellungen machen. Das hat die Arbeitsweise der meisten Fotografen ganz grundlegend verändert.
Einer der weiteren großen Vorteile der sofortigen Kontrolle des Bildes ist, dass Sie weitaus genauer belichten können. Belichtungsreihen kann man da getrost vergessen, sogar bei schwierigen Szenen wie Silhouetten oder Gegenlicht-Aufnahmen.
Die sofortige Kontrolle hat aber auch weniger gewünschte Effekte zur Folge. Dazu zählen Gleichgültigkeit und das zu schnelle Verwerfen von Aufnahmen. Auch die Displays der modernen Digitalkameras haben ihre Schwächen in Bezug auf die Bildkontrolle. Das ist zum einen der Betrachtungswionkel, denn schon eine kleine Abweichung von wenigen Grad läßt ein Bild heller oder dunkler erscheinen. Dazu kommt, dass das Umgebungslicht den Eindruck verfälscht.
Die korrekte Belichtung
10. Apr
Die Belichtung ist von drei Größen abhängig, der Blende, der Belichtungszeit und der Empfindlichkeit des Films.
Man kann das korrekte Belichten eines Filmes mit dem korrekten Füllen eines Glases mit Wasser vergleichen. Dann sagt der Blendenwert, wie weit der Wasserhahn aufgedreht ist, die Belichtungszeit, wie lange er ausgedreht bleibt und die ISO-Empfindlichkeit gibt den Wasserdruck auf der Leitung an. Um eine bestimmte Menge Wasser ins Waschbecken zu bekommen, lassen sie den Wasserhahn eine bestimmte Zeit lang voll aufgedreht laufen. Wenn Sie ihn nur halb aufdrehen, brauchen sie die doppelte Zeit für die gleiche Wassermenge.
Die Reihe der üblichen Blendenwerte ( 1 – 1,4 – 2,0 – 2,8 – 4 – 5,6 – 8 – 11 – 16 – 22 – 32) ist so aufgebaut, dass mit jeder Stufe die doppelte bzw. die halbe Lichtmenge durchgelassen wird. Das gleiche gilt für die Reihe der üblichen Belichtungszeiten (8 – 4 – 2 – 1 – 1/2 – 1/4 – 1/8 – 1/15 – 1/30 – 1/60 – 1/125 – 1/250 – 1/500 – 1/1000 – 1/2000). An einigen Stellen sind ganz leichte Abweichungen, um glatte Zahlen zu erreichen. Wenn Sie also die Blende von 5,6 auf 8 verkleinern, müssen Sie die Belichtungszeit z.B. von 1/500 Sekunde auf 1/125 Sekunde verlängern, und Sie haben die gleiche Lichtmenge in die Kamera gelassen. Die Paare von Blendenwert und Belichtungszeit in der Grafik führen alle zur gleichen Belichtung – die Schärfentiefe nimmt aber in der Tabelle von links nach rechts zu.
Die ASA-Empfindlichkeit verläuft auch linear. Deshalb kann man den Wechsel von 100 auf 200 ASA (doppelt so empfindlich) durch halbieren der Belichtungszeit oder durch Auswahl des nächst höheren Blendenwertes (also der nächst kleineren Blendenöffnung) ausgleichen.
Grundlagen: Die Lichtempfindlichkeit
01. Apr
Ein wichtiger Aspekt der klassischen, filmbasierten Fotografie ist die Lichtempfindlichkeit des Films. Sie beeinflusst sowohl den Schwärzungsgrad als auch die Farbdichte und kann damit das Bildergebnis deutlich verändern. Für optimale Resultate ist es daher empfehlenswert, über eine Auswahl von Filmen mit unterschiedlichen Empfindlichkeitsstufen zu verfügen.
Die Lichtempfindlichkeit eines Aufnahmemediums (Film oder Sensor) wird gemäß der internationalen Norm ISO 5800 angegeben. Für Aufnahmen bei Sonnenschein oder in Standardsituationen genügt ein ISO 100- bzw. ISO 200-Film. Für Aufnahmen mit wenig Licht sind Filme mit ISO 400 bzw. ISO 800 notwendig. Es gibt auch Filme mit einer noch höheren Empfindlichkeit, die beispielsweise in der Hochgeschwindigkeitsfotografie eingesetzt werden.
Bei zahlreichen Digitalkameras ist es möglich, die Lichtempfindlichkeit in vergleichbaren Stufen einzustellen. Aus diesem Grund werden auch bei Digitalkameras ISO-Werte verwendet. Ein Beispiel: Sie möchten mehr Licht auf den Bildsensor auftreffen lassen. Allerdings können Sie weder die Belichtungszeit verlängern noch die Blende weiter öffnen. In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit, per Knopfdruck die Lichtempfindlichkeit Ihrer Kamera zu erhöhen. Natürlich hat auch diese Medaille eine Kehrseite: Je höher Sie die Empfindlichkeit einstellen, desto eher kommt es zum Bildrauschen.
Endlich Urlaub… Heute: Landschaften
30. Mrz

Foto: O. Palsson
Lizenz: CreativeCommons Attribution 2.0 Generic
Herrliche Landschaftsaufnahmen lassen am besten mit einem Weitwinkel-Objektiv erzielen. Für Panorama-Bilder sollte die aufs Kleinbildformat umgerechnete Brennweite nicht mehr als 35 Millimeter betragen. 24 Millimeter sind besser und 17 richtig gut – allerdings mit Kompaktkameras praktisch unmöglich. Hier ist eine Spiegelreflexkamera mit einem entsprechenden Objektiv unabdingbar. Übrigens: Legen Sie den Horizont nicht genau in die Mitte des Bildes – das wirkt meist langweilig. Wenn Sie ihn ins obere oder untere Drittel verlagern, wirkt das Foto gleich viel lebendiger.
Haben Sie ein Motiv(programm)? Dies wird bei vielen Kameras durch einen kleinen Berg symbolisiert. Wenn Ihre Kamera über kein Motivprogramm verfügt oder sie die manuelle Einstellung bevorzugen, wählen Sie am besten eine kleine Blendenöffnung für maximale Tiefenschärfe.
Bringen Sie Licht ins Dunkel. Am Strand, im Schnee oder in dunklen Wälder sind die Unterschiede in der Helligkeit enorm. Hier sind die Belichtungsprogramme der meisten Kameras oft überfordert. Die Lösung: machen Sie mehrere Bilder, bei denen sie die Belichtung manuell variieren. Sie können z.B. drei Aufnahmen erstellen: eine mit der (vermutlich) korrekten Belichtung sowie eine über- und eine unterbelichtete. Hier ist etwas Lust am Experimentieren gefragt. Wählen Sie für den Anfang eine Belichtungsstufe höher bzw. niedriger. Manche Kameras verfügen auch über eine Belichtungsreihen-Funktion, die Ihnen die Arbeit etwas erleichtert.
Schieben Sie sich in den Vordergrund. Oder jemand anders. Oder einen Baum, eine Wiese oder einen großen Stein. Wichtig ist nur, dass Sie den Vordergrund bei Landschaftsaufnahmen nicht vernachlässigen – sonst sind die Größenverhältnisse nicht erkennbar. Und Sie wollen doch sicher nicht, dass der kolossale Wasserfall wie ein mickriges Rinnsal erscheint, oder?



