dmi
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Beiträge von dmi
Vögel: eine Herausforderung
18. Sep
Vögel zu fotografieren ist in jeder Hinsicht schwierig. Nicht aus künstlerischen Gründen, sondern mehr wegen der Technik. Man braucht viel Übung für gute Bilder.
Man kämpft normalerweise mit drei Problemen, nämlich der Unschärfe durch Bewegung, der falschen Belichtungszeit und einem für das Bildformat zu kleinen Motiv. Letzteres lässt sich noch am einfachsten korrigieren, ein gutes Teleobjektiv wirkt hier Wunder.
Einen Vogel in der Luft sollte man nur fotografieren, wenn man ihn genügend groß ins Bild bekommt und auch den Flügelschlag einfrieren kann. Eine Faustregel besagt, dass der Vogel mindestens das halbe Bild ausfüllen sollte. Dafür sind große Vögel wie Störche oder Reiher besonders gut geeignet, einerseits ziemlich groß und andererseits fliegen sie relativ langsam.
Die Belichtungsmessung ist besonders schwierig, wenn der Himmel merklich heller ist als der Vogel, häufig sind solche Bilder unterbelichtet. Bei einem weißen Vogel vor dunkelblauem Himmel muss man eher mit einer Überbelichtung rechnen
Das Anpirschen
18. Sep
Ob Sie unerkannt Menschen oder wildlebende Tiere fotografieren möchten, macht eigentlich keinen großen Unterschied. Sie müssen sich anpirschen, vorsichtig handeln und schnell reagieren.
Es gibt natürlich auch Unterschiede. Was bei Menschen als gute Tarnung funktioniert, ist für einige Tiere einfach nur ungeeignet, weil sie andere Sinnesorgane und andere Aufmerksamkeitspegel haben.
In jedem Fall sollten Sie mit Ihrer Kamera gut vertraut sein, damit für die Einstellung nicht mehr Zeit als nötig gebraucht wird. Wenn es um wilde Tiere geht, sollten Sie wissen, wo sie die finden können und auch wissen, wie Sie sich dem Tier unbemerkt annähern können. Es kann nicht schaden, wenn Sie vorher das Verhalten dieser Tierart ein wenig studieren.
Das Verhalten der Tiere ist auch sehr wetterabhängig. Ein näherkommendes Gewitter macht sie sehr nervös und wenn es regnet, suchen sie meist Schutz. Regen ist auch ein Problem, denn in feuchter Luft riechen Tiere noch besser als so schon. Unter diesen Bedingungen können Sie sich manchmal auch nicht gegen den Wind in die Nähe der Tiere schleichen.
Tierfotos in freier Natur
17. Sep
Eigentlich ist der Schlüssel zu guten Aufnahmen von Wildtieren, dass man möglichst nahe an die Tiere herankommt. Aufnahmen von ganzen Gruppen von Tieren in ihrer Umwelt lassen sich aber schon aus größerer Distanz machen. Das hat seine Vorteile, und zwar nicht nur bei einem Rudel Löwen.
Diese Art Wildfotos sind die einzige Chance, wenn die Landschaft wenig Deckung zum heranpirschen bietet oder wenn der Wind zu ungünstig steht. Und auch, wenn günstige Bedingungen das nahe Heranpirschen erlauben, sollte man in jedem Fall ein paar Übersichtsaufnahmen der Tiere in ihrem angestammten Lebensraum machen.
Wie das Beispielbild zeigt, braucht man für gute Motive nicht unbedingt in ferne Länder reisen. Auch die Wälder in Deutschland sind von Wildtieren bevölkert, und mit etwas Geduld und zur richtigen Zeit am frühen Morgen oder in der Abenddämmerung stellen sich auch bald erste Erfolge ein.
Bei Benutzung eines Teleobjektivs muss man die geringere Schärfentiefe beachten, damit nicht Teile des Bildes unscharf werden.
Luftaufnahme – die höchste Perspektive
17. Sep
Ein Flugzeug zu mieten ist zwar nicht ganz billig, kann aber dem ambitionierten Fotografen fantastische Bilder aus der ungewöhnlichen Vogelperspektive bringen. Das gilt besonders für Aufnahmen, die ganz senkrecht nach unten fotografiert worden sind.
Es gibt einen besonderen Unterschied zwischen mäßigen und guten Luftaufnahmen – das Licht. Natürlich ist für Luftaufnahmen strahlender Sonnenschein besser als bewölkter oder bedeckter Himmel, denn es gibt stärkere Kontraste und durch die größere Helligkeit sind kürzere Verschlußzeiten möglich.
Nachteilig ist bei Sonnenschein die recht flache Ausleuchtung, speziell, wenn die Sonne sehr hoch steht. Der Topografiekontrast ist sehr schwach und die Bilder sind vom Materialkontrast gekennzeichnet. Wenn die Sonne tiefer steht, werden die Fotos attraktiver, denn die tiefe Sonne wirft längere Schatten, die die Konturen und damit auch den Gesamtkontrast verstärken.
Etwas problematisch ist dabei meist der Dunst. Um den zu vermeiden, muss niedrig, also unter 300 m Höhe, geflogen werden. Ein Weitwinkelobjektiv gleicht die geringere Höhe aus. Auch ein UV-Filter hilft, den Kontrast zu verstärken und den Dunst zu durchdringen.
Das Wetter im Bild
16. Sep
Der erste Gedanke als Assoziation zu Wetter und Fotografieren ist meist strahlender Sonnenschein bei klarem Himmel. Allerdings machen Wetterkapriolen und Wolkenbilder das Licht und den Himmel eher interessanter.
Zwar ist das Licht eines sonnigen Tages einfach und unkompliziert für den Fotografen, aber die geschlossene Wolkendecke, dünner Hochnebel oder der dichte Morgennebel bieten eine ganz andere Atmosphäre. Durch die Wolkendecke fallen die Schatten wesentlich weicher aus, an bedeckten Tagen können sie komplett verflachen. Gegebenenfalls muss man den Kontrast der Kamera leicht erhöhen. Experimente mit dem Weißabgleich helfen, die richtige Stimmung einzufangen. Eine zerrissene Wolkendecke projiziert ein weich gezeichnetes Patchwork aus Licht und Schatten auf die Landschaft, der interessante Bilder möglich macht.
Fallender Regen ist nur selten einfach zu fotografieren, nämlich dann, wenn gleichzeitig die Sonne für Seiten- oder Gegenlicht sorgt. Und dann gehen die meisten lieber auf den entstehenden Regenbogen… Aus der Entfernung sieh Regen wie Nebel aus. Um den Fall der Tropfen zu verdeutlichen, nehmen sie seine Auswirkungen auf, zum Beispiel den Aufprall der Tropfen in einer Pfütze oder auf einer ebenen Fläche.
Minimalismus in der Fotografie
16. Sep
Bilder mit einem sehr reduzierten Inhalt haben ihre ganz eigene Aussage. Dabei geht es nicht um konventionelle Motive oder Details, sondern um die subtile Nutzung von Farbe und Stimmung.
Wenn man sich von der althergebrachten Vorstellung löst, dass ein Foto aus dem Hauptmotiv und Vorder-, Mittel- und Hintergrund aufgebaut sein muss, ist der Weg für ganz andere Formen der Fotografie bereitet. Wenn man nun noch Töne, Linien und Formen immer mehr abstrahiert und vereinfacht, ist man beim Minimalismus in der Fotografie angekommen.
Diese Fotos gefallen nicht jedem, aber sie haben durchaus Potential und auch ihre Berechtigung. Der Grad der Vereinfachung kann niedriger oder höher sein, aber es geht immer darum, den Blick vom Offensichtlichen abzuwenden und die Komposition als solche wirken zu lassen.
Für diese merkmalslosen Bilder sind Settings wie Wolken im Zwielicht, weiche Landschaften im Nebel oder winterliche Küsten gute Anfängermotive. Man kann sagen, dass die Kamera dabei unter Ausblendung aller anderen Dinge auf den Hintergrund der Szene gerichtet. Distanz, Offenheit und das Fehlen von Merkmalen sind dabei im Grunde das eigentliche Sujet hinter dem Motiv.
Das kritische Bild
15. Sep
Die Landschaftsfotografie zeigt nicht immer nur die schönen Dinge. Sie kann auch Hinweise auf Unschönes wie den Missbrauch der Umwelt geben. Wenn man sich heute schöne Naturaufnahmen anschaut, ist meist auch etwas Wehmut zu spüren.
Berechtigt, denn die letzten Refugien der Natur sind im Schwinden begriffen und es ist kaum noch möglich, einen nicht mit irgendwelchen Spuren menschlicher Existenz kontaminierten Blick auf den Horizont zu erhalten. Windkraftanlagen und Antennenmasten, Überlandleitungen, Werbetafeln und auch in der Natur entsorgter Müll kann man nur noch als eine Art visueller Umweltverschmutzung bezeichnen.
Viele Fotografen wollen diese Zusammenhänge nicht gerne verdeutlichen und bemühen die letzten “sauberen” Landschaften, um ihre Aufnahmen zu machen. Dabei schreit eigentlich diese zunehmende Verschandelung der Umwelt danach, dokumentiert zu werden. Kritische Fotografen sind hier gefragt, Zeichen zu setzen. Die Zerstörung von Landschaften ist heute traurige Realität, und wer die Realität dokumentieren möchte, kommt an den negativen Aspekten nicht vorbei – sei es mit objektivem Abstand oder mit einer eindringlichen Botschaft.
Das ungewöhnliche Bild
15. Sep
Gerne präsentieren Fotografen ungewöhnliche Bilder und zeigen alternative Wege der Betrachtung der Umwelt. Das findet man bei Landschaften genau so, wie bei anderen Motiven.
Das Ungewöhnliche oder exotische in der freien Natur findet man mit etwas Aufmerksamkeit häufiger, besonders, wenn man nicht in den Kulturlandschaften mit Ziersträuchern und Rasenflächen, sondern eher in der unberührten Wildnis unterwegs ist. Gebirge und Wüsten, Küsten und Schneelandschaften sind meist ergiebige Quellen fantastischer bis bizarrer Motive.
Zwar ist die Suche in solchen Umgebungen aufwändig und mühsam, dafür wird der Fotograf aber auch mit ungewöhnlichen Bildern belohnt. Ungewöhnliche Bilder basieren aber nicht nur auf exotischen Gegebenheiten der Natur, sondern sie ergeben sich auch aus der Art ihrer Darstellung.
Wenn man gerade keine Expedition in eine selten von Menschen besuchte Region der Erde oder in einen Nationalpark oder Ähnliches geplant hat, kann man auch durch seinen individuellen Stil und die Herangehensweise an die Aufnahme ungewöhnliche Fotos erzielen.
Die Dramatik von Wetter und Licht
14. Sep
Konventionelle Landschaftsbilder haben eher eine Ausstrahlung von Ruhe und Frieden und Einklang mit der Natur. Zu den unvorhersagbarsten Sujets gehören Landschaftsaufnahmen, die die kraftvolle Dramatik von Wetter und Licht zeigen und so auch die Macht der Elemente der Natur zeigen.
Für solche Bilder muss man die Gunst der Stunde nutzen. Wenn ein Gewitter oder ein Sturm heraufziehen, ist es Zeit, mit wetterfester Kleidung und der Kamera auf die Jagd nach stürmischen Fotos zu gehen. Extreme Orte und Wetterbedingungen sind die Voraussetzung für dramatische Bilder, die dem Betrachter die Gewalt der Natur nahe bringen.
Auf der Suche nach “gutem” schlechtem Wetter ist oftmals das Licht ein Problem. Zwar können stürmische Böen, die man mit ihren Auswirkungen wie sich biegenden Ästen und Bäumen oder aufgewühlten Wellen im Bild festhalten kann, die Szene komplett verändern. Aber es sind gerade die kurzen Pausen zwischen den Gewitterschüben, die die vielversprechendsten Fotos bringen. Der Fotograf muss also schnell reagieren, wenn die Dynamik sich verändert.









