Analoge Fotografie vs. Digitale Fotografie

Atemberaubende Fotoposter, Leinwände und Drucke unter Acrylglas kann man
nicht nur mit den gängigen Digitalkameramodellen für den privaten und
professionellen Gebrauch erstellen. Auch Fotografien, die mit analogen
Apparaten geschossen wurden, haben einen unverwechselbaren, ganz eigenen
Charme. Auch wenn die Analog-Fotografen nicht die gleichen technischen
Möglichkeiten wie ihre modernen Kollegen haben – beispielsweise den Einsatz
von Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop – gibt es eine Reihe von Tipps
und Tricks, mit denen man analogen Bildern eine besondere, ganz spezielle
Optik verleihen kann.
Vergleicht man Digital- und Analogfotografie nur in Hinsicht auf die
Parameter Bildqualität und maximale Pixelzahl, können analoge Apparate schon
lange nicht mehr mit den technisch hoch entwickelten Digitalkameras
mithalten – selbst von denen im mittleren Preissegment werden sie locker
überholt. Allerdings eröffnen sich Fotografen mit der analogen Fotografie
ganz andere Erfahrungsschätze: ein bewussterer Umgang mit Blende und
Verschlusszeit sowie eine viel größere Auseinandersetzung mit dem Motiv.
Obwohl die Zukunft eindeutig digital ist: aktuell feiert die analoge
Fotografie ein kleines Revival, denn viele schätzen die Beschränkungen
dieser Kunstform. Man konzentriert sich bei Aufnahmen mehr, denn das
Filmmaterial ist begrenzt. Zudem kann man mit diversen Effekten
experimentieren, wie der Crossentwicklung, die einen nostalgischen Schleier
auf das Bild legt. Auch mit verschiedenen Filmtypen, Farbfiltern und
Mehrfachbelichtung kann man sich als Analog-Fotograf ausprobieren und so
unerwartete und besondere Ergebnisse erzielen.
Doch auch im professionellen Bereich bietet die Analogfotografie Vorteile in
ganz bestimmten Bereichen: so werden vor allem im Feld der
Schwarz-Weiß-Fotografie oft deutlich bessere Ergebnisse erzielt. Auch bei
Architektur-Aufnahmen mit extremen Weitwinkeln bietet sich die analoge
Technik an, denn digitale Mittelformatkameras kommen ihrem analogen Pendant
zwar nahe, sind aber weder günstig noch lukrativ für die meisten Fotografen.
Auch bei extremen Vergrößerungen sind analoge Negative noch im Vorteil
gegenüber der Digitalfotografie – hier sind Großformat-Negative selbst 16
Megapixel-Kameras überlegen.
Und selbst die Haltbarkeit von Negativen ist auf lange Sicht gesehen besser
als von den digitalen Kopien der Fotos: bei sachgerechter Lagerung überleben
die alten Speichermedien in der Regel das Leben des Fotografen ohne großen
Qualitätsverlust. Wie aber die Lage bei Digitalfotos im Wandel der Zeit und
der rasanten Entwicklung der Technik aussieht, können wir heute nur erahnen.
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