Archiv für März 2012

Der Meisterkurs für Hobbyfotografen

Da noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, gibt es für Hobbyfotografen zahlreiche Hilfsmittel, um sich über die optimale Ausgestaltung ihres  Hobbys zu informieren. Ein Weg, Informationen und neue Kenntnisse über das Fotografieren zu erhalten, ist dieser Blog. Natürlich gibt es auch andere Blogs mit ähnlichen Inhalten, aber das Internet ist nicht die einzige Quelle für detaillierte Informationen. Letztendlich kann das elektronische Medium das gedruckte Buch nicht ersetzen, vor allem dann nicht, wenn es von einem wirklichen Kenner des Themas in so eindrucksvoller und leicht verständlicher Weise dargestellt wird, wie in dem Fachbuch „Digitalfotografie – Der Meisterkurs“. Als Geograf und ausgebildeter fototechnischer Assistent, vor allem aber als engagierter Freizeit- und Outdoorfotograf  hat sich Autor Michael Hennemann intensiv mit der Digitalfotografie befasst und gibt in seinem Fachbuch seine umfangreichen Kenntnisse und Fertigkeiten weiter.

Seinem Titel wird der Meisterkurs gerecht, denn Hobbyfotografen, die dieses Buch nicht nur gelesen, sondern durchgearbeitet haben, erhalten eine umfangreiche und intensive Schulung, so dass sie sich mit gutem Gewissen Hobby-Fotomeister nennen können. Bereits im ersten Kapitel macht der Autor deutlich, welcher Unterschied zwischen Knipsen und Fotografieren besteht. Hier lernt der Leser gleich zu Beginn des Buchs, wie gute Bilder gestaltet werden. Der Autor macht deutlich, welche Vorder- und Hintergründe ein Foto interessant gestalten oder störend wirken können, welche Perspektiven interessant optimal sind, welches Format sich vorteilhaft auf die Bildgestaltung auswirkt und wie sich Kontraste auswirken können.

In den folgenden Kapiteln geht der Autor auf die verschiedenen Fotosituationen ein, beschreibt, wie eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen gestaltet und realisiert werden. Widmet sich dem Thema Reisefotografie und geht dabei besonders auf die Architekturfotografie ein. In diesem Kapitel erklärt Hennemann auch, wie Fotos innerhalb von Museen und Kirchen gelingen. Wie auch mit wenig Tages- und Kunstlicht gute Fotos gelingen können und wie Kontraste wirksam eingesetzt werden, beschreibt der Autor ebenso, wie das Fotografieren mit Blitzlicht, die Makrofotografie oder das Farbmanagement. Bis zur richtigen Präsentation von Fotos im letzten Kapitel werden viele weitere digitale Fototechniken detailliert und leicht verständlich beschrieben. Unter den vielen Fachbüchern über digitale Fotografie ist dieses eins der empfehlenswerten.

Als typische Einsteigerkamera in der Digitalfotografie bringt Rollei seine neue digitale Kompaktkamera Rollei Powerflex 800 auf den Markt. Die Kamera zeichnet sich auf den ersten Blick vor allem durch ihren großen, 12,5fach einstellbaren Zoombereich aus. Damit erreicht die kleine Kompaktkamera einen Brennweitenbereich von 24 bis 300 Millimeter, deckt also den großen Bereich vom Weitwinkel- bis zum Teleformat ab, was für eine Kompaktkamera dieser Größe und Preiskategorie außergewöhnlich ist. Der 1 / 2,3 Zoll große Sony-Sensor, der in der Rollei Powerflex 800 zum Einsatz kommt, ist ein Modell von Sony mit einer Auflösung von 14 Megapixeln. Die Kamera bietet die Auswahl zwischen manueller und automatisch wählbarer Lichtempfindlichkeit von ISO 100 bis 1 600. Für Fotos und Videos mit einer Auflösung von 1 280 x 720 Pixeln bietet die Kamera einen 64 Megabyte großen, internen Speicher, der durch den Einsatz einer SDHC-Speicherkarte noch erweitert werden kann. Eine vier Gigabyte große Speicherkarte gehört neben Ladekabel und Kameratasche zum regulären Lieferumfang der Kamera.

Eine Besonderheit der neuen Kompakten von Rollei ist der Super Makro Modus, der es ermöglicht, die Frontlinse bis auf eine geringe Entfernung von nur einem Zentimeter an das Motiv heran zu gehen und zu fokussieren. Beeindruckend ist auch das 2,7 Zoll große Display der kleinen Kamera, das eine Auflösung von bis zu 230 000 Pixeln bietet.

Einsteiger in die Digitalfotografie finden in der Rollei Powerflex 800 gleich 22 voreingestellte Motivprogramme, die die Auswahl der optimalen Aufnahmequalität erleichtern. Außergewöhnlich unter den Motivprogrammen ist der Nachtmodus, der bei Dunkelheit und schlechten Witterungsbedingungen automatisch zu optimalen Ergebnissen führt. Die Rollei Powerflex 800 wiegt nur 182 Gramm und findet mit ihren Abmessungen von 103 x 59 x 21 Millimetern Platz in jeder Hosen- oder Jackentasche. Mit dieser Kamera haben auch routinierte Hobbyfotografen das ideale Gerät mit großem Funktionsumfang immer bei sich und jederzeit zur Hand, wenn sich ein interessantes Motiv bietet.

Einführung in die Digitalfotografie 17: Manuelles Fokussieren

Digitale Spiegelreflexkameras sorgen natürlich dafür, dass Fotografen nicht mehr von Hand fokussieren müssen. Dadurch sind die Verwacklungsgefahr und das Risiko, die falsche Entfernung einzustellen, nicht mehr gegeben. Auf Knopfdruck stellt das Objektiv die optimale Entfernung zu dem Motiv ein, das anvisiert wird. Das Motiv muss nicht zwangsläufig in der Mitte des Bildes sein, denn verschiedene Fokusbereiche erlauben auch die Fokussierung auf Randmotive. Trotzdem kann die Technik durch gewisse Situationen überfordert sein. Sie wählt dann die Einstellung, die der optimalen am nächsten kommt, aber das ist nicht immer im Sinne des Fotografen. In solchen Fällen bleibt nichts anderes, als die Rückbesinnung auf das manuelle Fokussieren.

Es erscheint auf den ersten Blick recht einfach, die richtige Entfernung mit Hilfe des Einstellrings am Objektiv auszuwählen. Aber dieser Eindruck kann täuschen, denn Situationen, die bereits die Kameratechnik verwirren, sind nicht einfach und erfordern daher auch gewisse Fertigkeiten des Fotografen. Um mit einem Autofokus-Objektiv manuell zu fokussieren, muss dieses umstellbar sein. Fast alle Objektive verfügen über diese Einrichtung. Meist handelt es sich um einen kleinen Schalter am oberen Objektivrand.

Eine wichtige Grundlage für das manuelle Fokussieren ist die richtige Einschätzung der Entfernung zum Motiv, denn hochwertige Objektive sind mit einer Entfernungsskala versehen. Eine Einstellhilfe, wie sie in Objektiven der analogen Spiegelreflexkameras vorhanden war, ist bei digitalen Autofokus-Objektiven nicht mehr üblich. Manchmal hilft ein kleiner Trick, wenn sich ein Objekt in etwa gleicher Entfernung befindet, wie das Motiv. In einem solchen Fall kann behelfsmäßig auf das deutliche Objekt scharfgestellt werden. Schwenkt man die Kamera mit halb gedrücktem Auslöser dann auf das ursprüngliche Motiv zurück, bleibt die Messung erhalten.

Eine weitere Schwierigkeit besteht in der Darstellung des Motivs durch das Objektiv, denn im Sucher wird immer das Bild mit weit geöffneter Blende und der damit verbundenen Unschärfe gezeigt. Da erst nach dem Druck auf den Auslöser die Blende eingestellt wird, kann das Motiv später klarer und deutlicher dargestellt sein. Um diese Situation zu bewältigen, ist einige Erfahrung erforderlich. Vielen Fotografen bleibt daher nur die Wahl, das Ergebnis der Aufnahme direkt auf dem Display zu kontrollieren und dann gegebenenfalls mit neuen Einstellungen weitere Fotos aufzunehmen.

Fototapete vom eigenen Motiv

Bild: Henkel.de

Ihre erste Blütezeit hatte die Fototapete in den 70er und 80er Jahren. Es gab einige wenige Motive, die sich in vielen Wohnungen, aber auch in Gaststätten, Geschäftsräumen und anderen Einrichtungen fanden. Häufig handelte es sich um etwas kitschige Motive eines karibischen Strandes, eines Waldes, der Skyline von Manhattan oder eines Sonnenuntergangs. Lange Zeit waren Fototapeten weitgehend in Vergessenheit geraten. Doch die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Fotografie verleihen dieser besonderen Art der Raumgestaltung wieder neues Leben. Wer zum Beispiel das ganze Jahr über das Gefühl haben möchte, sich am Urlaubsort aufzuhalten, hat nun die Möglichkeit, aus dem eigenen Lieblings-Foto eine Bildtapete herstellen zu lassen. Es kann reizvoll sein, Büroräume oder Empfangsbereiche in Unternehmen mit einem wandüberspannenden Firmenlogo zu dekorieren oder mit einem Gruppenbild der Belegschaft. Selbst erstellte Panoramafotos oder Collagen bringen ganz neue Motive hervor, die einem Raum ein besonderes Ambiente verleihen können. Neben Fotos eignen sich auch andere Bilddateien, zum Beispiel ein selbst gefertigtes Gemälde oder eine Zeichnung, für die Herstellung der Fototapete. Aus jeder Bilddatei mit ausreichender Auflösung im JPEG-Format kann die Tapete erstellt werden. Einige Hersteller verarbeiten auch Fotos im TIFF-Format. Je höher die Auflösung ist, umso besser wird die Bildqualität der großformatigen Tapete.

Es ist gar nicht so schwer, aus einem digitalen Foto eine Wanddekoration zu gestalten und mit Preisen ab etwa 20 bis 150 Euro abhängig von der Größe der Tapete ist die individuelle Wandgestaltung auch gar nicht so teuer. Die Fototapete wird mit wasserfesten Farben im Offset- oder Siebdruckverfahren auf einen hochwertigen Untergrund gedruckt. In der Regel haben Fototapeten die Qualität von Vliestapeten. Die stabilen Wandbeläge lassen sich leicht verarbeiten überbrücken aufgrund ihrer Elastizität sogar Risse. Bei der nächsten Renovierung können sie einfach wieder von der Wand abgezogen werden. Einige Anbieter der individuellen Tapete stellen auf ihren Webseiten Fotodesigner zur Verfügung, in denen die Fotos für die Verwendung als Tapete optimiert werden können. Die Bilddatei wird einfach online an den Hersteller übermittelt. Dabei besteht die Auswahl zwischen verschiedenen Formaten, denn eine Fototapete muss nicht zwangsläufig die gesamte Wand überspannen. Die fertige Tapete wird in mehreren Bahnen von meist 61 cm Breite mit Verarbeitungshinweisen geliefert.

Einführung in die Digitalfotografie 16: Die Entwicklung des Fokussierens

Durch moderne Techniken erhält der Begriff Fokus bisweilen eine etwas komplizierte Bedeutung. Genau genommen beschreibt er aber nichts anderes, als die optimale Brennweite zwischen Kamera und Motiv oder noch einfacher dargestellt, die Entfernungseinstellung einer Kamera. Das Fokussieren ist also das Einstellen der optimalen Entfernung zum Motiv, damit es auf dem Foto später scharf dargestellt ist. Eine technische Möglichkeit zur Scharfstellung kannten die Cameras Obscura aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch nicht. Diese großen Holzkästen, hinter deren Vorhang sich der Fotograf verbarg, mussten entweder in die richtige Entfernung zum Motiv gebracht werden oder das Motiv bewegte sich zur Kamera. Erst mit der Entwicklung von Balgenkameras wurde es möglich, durch Bewegung des Balgs die Entfernung zwischen Kamera und Motiv zu optimieren.

Die Entwicklung der Fotokameras erfolgte sehr schnell, denn schon um 1940 gab es erste Kameras mit lichtstarken Objektiven. Seit dieser Zeit bis in die 1970er Jahre war das Fokussieren nur von Hand durch Drehung des Brennweiten-Rings am Objektiv möglich. Die ersten Autofokus-Spiegelreflexkameras wurden 1985 auf den Markt gebracht. Noch immer beschränkte sich das Fokussieren auf die Mitte des Motivbereichs und es war eine Herausforderung an den Fotografen, diese eingeschränkte Technik zu überlisten. Seither und insbesondere durch die Entwicklung der Digitalfotografie hat die Technik des Fokussierens eine rasante Entwicklung genommen.

Die modernen Techniken des Fokussierens an DSLR-Kameras erlauben das Fokussieren auf verschiedene Bildbereiche. Zwischen drei und neun Autofokusfelder bieten moderne Kameras, einige auch noch mehr. Trotzdem ist der Fotograf der Technik seiner Kamera nicht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Er hat zwar die Wahl zwischen den Autofokus-Feldern, die ihm seine Kamera bietet, kann sich mit Messfeldsteuerung und dynamischem Autofokus unterstützen lassen, aber es besteht nach wie vor die Möglichkeit der Einzelfeldmessung. In vielen Situationen ist es sinnvoll, der komfortablen Technik für einen Moment den Rücken zu kehren und zur klassischen Scharfstellung zu greifen. Das ist oft der Fall, wenn die Technik aufgrund schlechter Lichtverhältnisse die Konturen des Motivs nicht mehr erkennen kann, wenn reflektierende Flächen den Autofokus in die Irre führen oder das Motiv so klein ist, dass es für das menschliche Auge zwar erkennbar ist, nicht aber für die Messtechnik der Kamera. Fotografen, die mit einem Autofokus durch einen Maschendrahtzaun fotografieren wollen, erleben immer wieder, dass der Autofokus sich nicht vom Zaungeflecht lösen möchte. Viele Situationen führen dazu, einfach wieder mit der Hand an den Entfernungsring der Kamera zu greifen. Hochwertige Objektive an modernen DSLR-Kameras sind zu diesem Zweck mit einem Schalter ausgestattet, der den Autofokus einfach ausschaltet.

Pentax K-5 für Nostalgiker – Silver Edition

Freunde des nostalgischen Designs werden tief in die Tasche greifen müssen, wenn sie die Chance erhalten, eine von nur zehn Kameras zu ergattern, die auf dem deutschsprachigen Markt erhältlich sein werden. Die Rede ist von der limitierten Silver Edition der digitalen Spiegelreflexkamera Pentax K-5. Insgesamt wurden von dem auffälligen Kamera-Modell nur 1 500 Stück hergestellt. Zehn davon sollen auf dem deutschsprachigen Markt, also in Deutschland, Österreich und der Schweiz, erhältlich sein. Freunde des Besonderen müssen für diese Kamera dann rund 1 500 Euro ausgeben.  Dafür erhalten sie aber im Set eine Besonderheit, die Pentax erst kürzlich auf den Markt gebracht hat, das wohl flachste Objektiv der Welt, natürlich auch in silberner Farbe. Es handelt sich um ein 40 mm-XS-Objektiv, wie es auch schon für die K-01, eine spiegellose Systemkamera, angeboten wird. Mit seiner größten Blende F2,8 ist das Objektiv ausgesprochen lichtstark und entspricht dank des APS-C-Sensors der Normalbrennweite von 60 mm. Nur 9,2 Millimeter trägt dieses extrem flache Objektiv auf.

Bild: Pentax

Abgerundete Lamellen sollen ein weicheres Bokeh ermöglichen. Außerdem ist die Linse des flachen Objektivs mit einer speziellen SP-Vergütung versehen, die dafür sorgt, dass Wasser, Fett und Schmutz nicht anhaften können.

Abgesehen vom Design unterscheidet sich die Technik der K-5 Silver Edition nicht von den übrigen Modellen, die als Gehäuse bereits ab einem Preis zwischen 800 und 900 Euro erhältlich sind. Die Kamera ist mit einem 23,6 x 15,7 mm großen C-MOS-Sensor ausgstattet, der 16,3 Millionen Bildpunkte ermöglicht. Seine Lichtempfindlichkeit beträgt zwischen ISO 100 und 12800. Die K-5 kommt ohne integrierten Flash-Speicher aus und ermöglicht stattdessen die Speicherung auf SD- und SDHC-Speicherkarten.  Bei der Belichtungssteuerung unterstützt die Kamera mit Programmautomatik, Zeitautomatik und Blendenautomatik. Natürlich ist auch eine manuelle Belichtung mit Belichtungszeiten zwischen 1/8000 und 30 Sekunden möglich. Als Sucher dient sowohl der Kamerasucher, als auch der 3 Zoll große TFT-LCD-Monitor mit 921 000 Bildpunkten. Die Kamera bietet zahlreiche technische Raffinessen, wie den für viele Lichtverhältnisse einstellbaren Weißabgleich, die Matrixmessung über 7 Messfelder mit mittenbetonter Integralmessung und Spotmessung sowie eine große Anzahl an Bild-Effekt-Programmen, Mehrfachbelichtungsfunktion und HDR-Funktion.

Olympus OM-Reihe jetzt auch digital

Bild: Olympus

Zu Beginn der 1970er Jahre machte Olympus mit seinem OM-Kamerasystem auf sich aufmerksam. Die analogen Spiegelreflexkameras wurden bis 2002 in immer wieder neuen Serien von Kameragehäusen, Objektiven sowie einem großen Zubehörspektrum gebaut. Die Erfolgsserie des japanischen Herstellers gab es für die professionelle Fotografie und für den Amateurbereich. Insbesondere die Profi-Modelle zeichneten sich dadurch aus, dass alle Teile der Serie untereinander kompatibel waren. Für Fotografen brachte die Olympus OM-Reihe damit eine enorme Vielfalt mit sich. Das Ursprungsmodell war im Jahr 1972 die OM-1. Die Amateurkameras folgten erst 1978 mit dem ersten Modell OM-10 und liefen Ende der 1990er Jahre mit OM-2000 aus, während das letzte professionelle Modell im Jahr 2002 die OM-4Ti war. Mit der weiten Verbreitung der Digitalkameras verloren die guten alten, analogen Spiegelreflexkameras an Bedeutung. Sie schlummern heute noch in vielen Fototaschen, werden aber aufgrund der beinahe unendlichen Möglichkeiten der Digitalkameras kaum noch verwendet. Auch um die legendären OM-Kamerasysteme von Olympus wurde es damit in den letzten Jahren sehr ruhig.

Das wird sich nun ändern, denn Olympus hat begonnen, sein Erfolgskonzept in das digitale Zeitalter zu schicken. Anfang Februar 2012 präsentierte das Unternehmen seine erste Kamera der Reihe OM-D. Anders, als die ursprünglichen OM-Kameras sind die neuen Modelle keine Spiegelreflexkameras. Vielmehr möchte Olympus nun den Markt der Micro Four Thirds, der spiegellosen Systemkameras mit seinem OM-D-Konzept erobern.

Die Olympus OM-D ist eine interessante Kombination von Nostalgie und hochmoderner Technik. Leicht nostalgisch wird dem Fotografen ums Herz, der schon vor 40 Jahren mit den Kameras der OM-Serie arbeitete. Dem trägt Olympus ein wenig Rechnung mit dem Design der OM-D. Anders, als viele der modernen Digitalkameras zeigt sie nicht opulente Rundungen und farbliche Designs. Sie ist schlicht schwarz und ein wenig kantig gestaltet. Auch das zum System angebotene Blitzlicht erinnert mit seinem Design an die frühen Fotoausrüstungen der 70er und 80er Jahre. Aber das Bild täuscht, denn hinter der Fassade steckt hochmoderne Technik. Elektronischer Sucher, ein Fünf-Achsen-Bildstabilisierungssystem als Weltneuheit und vor allem der schnellste Autofocus der Welt unter den Digitalkameras mit Wechselobjektiven verbergen sich in dieser Kamera. Aber auch die Fassade selbst bietet mehr, als der Betrachter auf den ersten Blick erwartet. Sie ist mit einer Magnesium-Legierung versehen und damit unempfindlich gegen Schmutz und Spritzwasser.

Sonnenuntergänge und Sonnenaufgänge einmal ganz anders

Jeder Fotograf versucht sich irgendwann einmal an einem Sonnenuntergang oder einem Sonnenaufgang. Bevorzugt werden diese Aufnahmen am Meer erstellt, weil die Sonne dort am Horizent ein besonderes Farbschauspiel erzeugt. So wichtig, wie ein gelungener Sonnenuntergang für einen Hobbyfotografen ist, so uninteressant wird er oft, wenn er einige Male gut gelungen ist. Dabei bietet die Sonne ihr außergewöhnliches Farb- und Licht-Schauspiel nicht nur am Meer, sondern bei sehr vielen Gelegenheiten und in den unterschiedlichsten Landschaften. Oft erhält ein Motiv durch die intensive Sonne im Hintergrund erst eine außergewöhnliche Wirkung. Wenn die Strahlen der tief stehenden Sonne durch die Äste eines Baumes dringen oder die Sonne gerade hinter einem Hügel verschwindet, dann umrahmt der Sonnenuntergang oft ein anderes, spannendes Motiv.

Die Schwierigkeit an der Aufnahme eines Sonnenuntergangs besteht darin, dass das eigentlich Motiv selbst das Gegenlicht darstellt. Das führt dazu, dass das in der Natur so reizvoll erscheinende Farbspektrum oft nicht realistisch auf dem Foto erscheint. Motive im Vordergrund können durch das Gegenlicht nur noch als Schatten auftreten und Konturen mit dem dunklen Himmel verschwimmen.  Deshalb kommt bei der Aufnahme von Sonnenauf- und Untergängen der Belichtung eine besondere Bedeutung zu. Für die notwendige Bildschärfe darf die Blende nicht zu weit geöffnet sein. Dadurch muss aber die Belichtungszeit lang genug sein, um Licht in ausreichender Menge einzufangen, damit das Motiv gut erkennbar bleibt. Ein Stativ ist daher sinnvoll bei der Aufnahme von Sonnenuntergangs-Szenerien.  Es ist nicht der Sinn einer Sonnenuntergangs-Szene, taghell zu erscheinen. Vielmehr soll die Stimmung des Zwielichts erhalten bleiben. Deshalb darf die Belichtungszeit auch nicht zu lang gewählt werden. Eine lange Belichtungszeit würde zusätzlich zwangsläufig starkes Bildrauschen erzeugen. Ein Patentrezept für die richtige Blenden-Belichtungskombination gibt es nicht, da jeder Sonnenuntergang sein eigenes Licht hat. Daher hilft es nur, Bildreihen mit unterschiedlichen Bellichtungszeiten und Blendenschritten aufzunehmen, um am Ende das eine optimale Foto zu erhalten.

Bild: view.stern

Gewisse Gegenlichteffekte können aber auch erwünscht sein und machen dann gerade den besonderen Reiz des Motivs aus. Oft entsteht auch gerade durch das schemenhaft oder als Schatten im Vordergrund dargestellte Motiv eine besondere Bildstimmung.