Einführung in die Digitalfotografie 13 – Gezielte Belichtungskorrektur
Eine Belichtungskorrektur ist immer dann notwendig, wenn die von der Kamera automatisch ermittelten Belichtungswerte nicht den Vorstellungen des Fotografen entsprechen. Die Gründe dafür können vielfältig sein. So soll zum Beispiel ein helles Motiv vor einem dunklen Hintergrund besonders hervorgehoben oder einfach eine besondere Lichtstimmung eingefangen werden, die die Kamera durch ihr Bestreben, immer optimale Lichtverhältnisse anzuwenden, zerstören würde. Auch Fotografien bei ungünstigen Lichtverhältnissen, z. B. in der Dämmerung oder Blitzaufnahmen und Gegenlichtaufnahmen erfordern eine Korrektur der voreingestellten Belichtungswerte. Bei Anwendung der Belichtungskorrektur verändert die Kamera nicht die Belichtungszeit, sondern variiert die Belilchtungsverhältnisse mit Hilfe der Blende. Um die Belichtungskorrektur jederzeit ohne aufwändige Einstellungen in den Kameraprogrammen vornehmen zu können, sind Spiegelreflexkameras mit einem speziellen Knopf ausgestattet, der ausschließlich zur Belichtungskorrektur dient. In der Regel befindet sich der Knopf in unmittelbarer Nähe des Auslösers, so dass er besonders einfach zu bedienen ist.
Zur Einstellung der Belichtungskorrektur muss der Knopf gedrückt und gleichzeitig ein Einstellrad bedient werden, dass sich meist am oberen Rand der Rückseite der Kamera befindet. Mit dem Einstellrad lassen sich Plus- und Minus-Werte einstellen, die eine weitere Öffnung oder Schließung der Blende zur Folge haben. Die Veränderung der Belichtungswerte wird gleichzeitig im Sucher angezeigt und kann daher beobachtet werden. DSLR-Kameras verändern die Blende mit Hilfe der Belichtungskorrektur nicht in ganzen Schritten, sondern in kleineren Blendenschritten. Abhängig von der Qualität der Kamera reichen die Schritte von einem Drittel bis hin zu deutlich feineren Werten. Die Möglichkeiten der Belichtungskorrektur sind bei fast allen DSLR-Kameras begrenzt. Meist sind zwei Blenden nach oben oder unten möglich. Einige Kameras bieten aber auch jeweils fünf und mehr ganze Blenden an. Wie sich die jeweilige Veränderung der Belichtungswerte mit Hilfe der Belichtungskorrektur auswirkt, lässt sich zum einen auf experimentellem Weg feststellen, indem jeweils eine neue Aufnahme mit verändertem Wert erstellt wird, oder in der sogenannten Highlight-Ansicht des Displays. Unter den Menüpunkten bietet sich dafür meist unter den individuellen Einstellungsfunktionen der Menüpunkt Bildkontrolle an.














