Archiv für Oktober 2011
Unterschied zwischen optischem und digitalem Zoom
31. Okt
Beim Kauf einer Digitalkamera und beim Umgang damit werden Hobbyfotografen und insbesondere Neulinge in diesem schönen Hobby immer wieder mit Fachbegriffen konfrontiert. Einige dieser Begriffe erklären sich beinahe von selbst, andere sind zwar verständlich, aber dennoch nicht ganz eindeutig. Zu diesen Fachbegriffen gehört auch der Zoom oder die sogenannte Zoom-Funktion sowie die Angabe eines optischen Zooms und eines digitalen Zooms. Der Unterschied zwischen beiden Funktionen ist manch einem nicht so klar, wie es auf den ersten Blick erscheint. Das Zoomen an sich ist eine Funktion, mit deren Hilfe ein Bildausschnitt vergrößert dargestellt wird. Zoomen erfolgt unter anderem bei der Bildbearbeitung oder kann auch mit entsprechender Software bei der Betrachtung von Bildern eingesetzt werden. Meist geht man bei eingeschalteter Zoom-Funktion mit dem Mauszeiger über ein Bild und erhält an den Stellen, an denen sich der Mauszeiger befindet, eine starke Vergrößerung des Bilddetails. Dabei handelt es sich um eine digitale Zoom-Funktion von Bildbearbeitungs- und Betrachtungsprogrammen.
Die Zoom-Funktion ist darüber hinaus bei Objektiven zu finden. Zoom-Objektive lassen sich über verschiedene Brennweiten einstellen. So reicht ein modernes, gängiges Zoom-Objektiv vom leichten Weitwinkel- bis zum Tele-Bereich und beinhaltet dabei auch die übliche Normalbrennweite von 50 mm. Das optische Zoom wird bei analogen sowie digitalen Kameras angewandt. Durch Vergrößern oder Verkleinern des Objektivs verändern sich die Linsenabstände und lassen das Motiv näher und größer oder kleiner und weiter entfernt erscheinen. Es handelt sich also um eine manuelle Veränderung der Brennweite eines Objektivs.
Anders verhält es sich beim digitalen Zoom. Diese Funktion ist nur in der digitalen Fotografie möglich. Insbesondere Kompaktkameras erlauben eine Ergänzung des eingeschränkten optischen Zoom-Vermögens durch die digitale Zoom-Funktion. Das digitale Zoom stellt eine künstlich erzeugte Vergrößerung eines Motivausschnitts dar. Die Funktion ist hilfreich, wenn aufgrund der Kameragröße nur eine begrenzte Objektivausdehnung möglich ist. Die Qualität des Bildes leidet jedoch unter der starken digitalen Vergrößerung. Diese Funktion ist eher mit einer Ausschnittvergrößerung vergleichbar, die bei der Analog-Fotografie im Fotolabor erfolgt.
NEX-7, die ultrakompakte Kamera von Sony
28. Okt
Full HD Videofunktion und ein APS-C Bildsensor mit 24,3 Megapixeln sind die Maßstäbe der neuen Sony NEX-7 Kompaktkamera. Die kleine Kompaktkamera mit Wechselobjektiven ist zudem extrem schnell mit einer Aufnahmekapazität von zehn Bildern pro Sekunde. Angeboten wird die Sony NEX-7 als reines Gehäuse, mit Zoom-Objektiv oder mit einem Normalobjektiv. Hobbyfotografen, die gerne alle Möglichkeiten von Beginn an nutzen möchten, kaufen sich die flexible Kompaktkamera gleich mit der idealen Objektiv-Ausstattung. Zur Grundausstattung der Kamera gehört ein 7,5 Zentimeter großes Display und ein integrierter Blitz. Darüber hinaus ist die NEX-7 mit einem elektronischen Sucher mit Tru-Finder ausgestattet. Diese Technik garantiert 100-prozentige Bildabdeckung und einen besonders breiten Sichtwinkel. Der Sucher ist in einem Bereich von – 4,0 bis + 4,0 Dioptrien einstellbar. Er zeigt das Motiv besonders klar und kontrastreich. Der BIONZ Prozessor unterstützt die Erstellung scharfer und detailgetreuer Bilder sowie die Schnelligkeit des Aufnahmesystems. Kreative Bildkompositionen insbesondere von Landschaftsaufnahmen werden durch die umschaltbaren Rahmenlinien erleichtert.
Zur technischen Ausstattung der Sony NEX-7 Four-Third-Kamera zählen der automatische Weißabgleich mit verschiedenen Voreinstellungs-Möglichkeiten wie Tageslicht, Schatten, Wolken, Kunstlicht oder Fluoreszierendes Licht sowie einer möglichen Farbtemperaturanpassung. Schutz vor statischer Aufladung bietet die Beschichtung auf dem optischen Filter und dem Ultrasonic-Vibrationsmechanismus. Die Belichtungsmessung erfolgt über 1200 Zonen bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 100 – 16 000. Aufnahmen mit Verschlusszeiten zwischen 1/4000 und 30 Sekunden und einer zusätzlichen Langzeit-Belichtung bringen zahlreiche Bildgestaltungsmöglichkeiten mit sich. Gesichtserkennung mit Lächelerkennung unterstützen bei der Porträtfotografie und verschiedene Bildeffekte tragen schon innerhalb der Kamerasoftware zur Bildbearbeitung bei. Unter anderem erlaubt die NEX-7 die Bearbeitung von Bildern mit Weichzeichner-Funktion, HDR Painting oder Miniatureffekt. Darüber hinaus besteht eine Auswahl aus elf Kreativmodi.
Die dynamische Bereichsoptimierung passt die Helligkeit von unterschiedlich schattierten Bildbereichen automatisch an und verleiht Bildern somit eine natürliche Erscheinung. Eine interessante Ausstattungsvariante ist der Anti-Bewegungsunschärfe-Modus. Er erstellt Serienaufnahmen von sechs Bildern in High-Speed-Geschwindigkeit und entwickelt daraus ein Bild mit optimalen Werten. Auch die Videofunktionen der Kamera können sich sehen lassen. Ein netter Effekt ist die Bravia Synchronisation. Markentreue Sony-Fans können die Wiedergabefunktionen der Kamera sogar mit der Fernbedienung ihres Bravia-Fernsehers bedienen.
Poster, Pop Art und individuelle Postkarten
22. Okt
Das großformatige Poster vom eigenen Foto ist schon lange keine Seltenheit mehr und wird insbesondere von Online-Foto-Shops preiswert angeboten. Dabei besteht eine große Auswahl zwischen verschiedenen Größen, Hintergründen und Oberflächendesigns. Insbesondere das verwendete Fotopapier hat einen großen Einfluss auf die Qualität des Posters. Poster auf Künstlerleinwand und Alu-Dibond-Platten gibt es schon seit längerem. Beide Formen wirken sehr kunstvoll. Während die Leinwand den Eindruck eines sehr realistischen Gemäldes verleiht, hat die Alu-Dibond-Platte eine kühle, moderne Wirkung. Sehr kristallin erscheinen Poster, wenn sie direkt auf die Rückseite einer Acrylglasscheibe aufgezogen werden. Poster auf Acryl erinnern in ihrer Transparenz und Leuchtkraft an Hinterglasmalerei.
Eine neue Technik, Fotos ein originelles Gesicht zu verleihen, sind Poster von eigenen Bildern im Pop-Art-Design. Um diesen künstlerischen Effekt zu erzielen, setzt ein Grafiker die Fotografie in ein modernes Pop-Art-Gemälde um. Dabei besteht die Auswahl zwischen Gemälden in unterschiedlichen Stilen vom vektorisierten Comik-Stil über den typischen Stil von Roy Lichtenstein bis hin zu Grafiken in der Art von Andy Warhol. Comiks in Manga- oder Trash-Art sind genauso möglich, wie surreale Darstellungen, abstrakt typographische Bilder oder Mosaike.
Das Versenden von Postkarten zu Geburtstagen, Feiertagen oder aus dem Urlaub ist noch immer nicht ganz aus der Mode gekommen. Eine besonders persönliche Note erhalten Kartengrüße auf der Rückseite eigener Fotografien. Online-Photostudios bieten zu diesem Zweck preisgünstig die Erstellung von Fotopostkarten im typischen Postkartenformat 12 x 16 cm an. Dabei besteht die Möglichkeit, das Bild um einen Grußtext zu ergänzen. Die Rückseiten der Karten sind mit den herkömmlichen Postkarten-Aufdrucken für Adress- und Textfeld versehen. Das verleiht einer Foto-Postkarte ein professionelles Erscheinungsbild. Für Einladungskarten oder Danksagungen stehen elegante Klappkarten zur Verfügung, die im Briefumschlag versendet werden. Auf der Vorderseite befindet sich zum Beispiel ein Foto des Brautpaares, das sich für die Hochzeitsgrüße bedankt oder ein Foto des Kindes, dessen Eltern zur Taufe einladen. Die Gestaltung der eigenen Postkarten erfolgt bei vielen Anbietern mit Hilfe eines spezielles Bildbearbeitungsprogramms. So können Fotos vor dem Druck kunstvoll bearbeitet oder zu Kollagen zusammengestellt werden.
Einstieg in die DSLR-Fotografie 7: Zeit- und Blendenautomatik
16. Okt
Die Zeitautomatik ist an dem Einstellrad auf der Oberseite der Kamera an dem Buchstaben A einzustellen, während für die Blendenautomatik der Buchstabe S auf dem Einstellrad verzeichnet ist. Diese sogenannten halbautomatischen Programme erfordern schon einige Kenntnis der Fotografie mit einer Spiegelreflexkamera, denn entweder die Zeit oder die Blende werden der Kamera vom Fotografen vorgegeben. Den jeweils anderen Wert berechnet die Kamera automatisch. Von dem eingestellten Blendenwert hängt die Größe der Blendenöffnung ab und damit auch die Schärfentiefe der Fotografie. Verwirrend an der Blende ist die Tatsache, dass mit dem niedrigsten Wert die größte Blendenöffnung einhergeht. Je höher die Blendenzahl und kleiner damit die Öffnung der Blende ist, umso stärker dehnt sich die Schärfentiefe im Bild aus. Das Motiv wird also bis in den hinteren Bereich hinein scharf abgebildet. Die Kamera wählt passend dazu eine längere Belichtungszeit, da dann durch die kleine Blendenöffnung weniger Licht für eine längere Zeit auf den Bildsensor fällt. Die kleinere Lichtöffnung wird also durch eine längere Belichtungszeit kompensiert.
Anders verhält es sich bei einer großen Blendenöffnung mit kleinem Blendenwert. In diesem Fall fällt durch die große Blendenöffnung sehr viel Licht auf den Sensor, so dass eine kürzere Belichtungszeit ausreicht. Die Schärfentiefe ist in diesem Fall deutlich geringer. Man wählt eine größere Blende zum Beispiel, wenn man ein scharfes Motiv im Vordergrund vor einem unscharfen Hintergrund darstellen möchte. Sehr schön ist diese Einstellung für Porträts vor einer Landschaft oder einem anderen unruhigen Hintergrund. Die von der Kamera gewählte Belichtungszeit steht auch in Abhängigkeit von der gewählten ISO-Zahl, also der Lichtempfindlichkeit des Sensors.
Im Programm S gibt der Fotograf die Belichtungszeit vor und die Kamera berechnet selbstständig die dazu passende Blende und alle anderen Belichtungswerte, also auch die Lichtempfindlichkeit. Die Wahl dieses Programms ist interessant, um die Darstellung der Bewegungsschärfe zu beeinflussen. Je kürzer die Belichtungszeit ist, umso schärfer ist das Bild. Damit wirkt aber auch die Bewegung eingefroren. Dieser Effekt kann erwünscht sein, wenn exakt ein Bewegungsschritt dargestellt werden soll. Dynamischer wirken Bilder von bewegten Motiven, wenn eine leichte Bewegungsunschärfe sichtbar ist. Dazu wird eine längere Belichtungszeit gewählt. Je kürzer die gewählte Belichtungszeit ist, umso weiter öffnet die Kamera die Blende mit dem Resultat einer geringeren Schärfentiefe.
Einstieg in die DSLR-Fotografie 6: Programmautomatik
16. Okt
Eine moderne digitale Spiegelreflexkamera verfügt ebenso, wie Kompaktkameras, über verschiedene Motivprogramme. Darüber hinaus haben Spiegelreflexkameras aber noch spezielle Programme, mit denen Blende und Zeit in Abhängigkeit voneinander oder völlig automatisch eingestellt werden können. In der Funktion “Auto” wählt die Kamera automatisch Belichtungszeit und Blende. Der Fotograf kann in die Einstellungen nicht mehr eingreifen und hat damit keine Möglichkeit, kreative Elemente einzubringen. Die Funktion “Auto” ist somit ideal für schnelle Schnappschüsse mit optimaler Bildschärfe und ohne Herausstellung einzelner Bildelemente.
Anders verhält es sich bei den Programmen A, S und P, denn hier hat der Fotograf noch verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Der Buchstabe P steht als Abkürzung für die Programmautomatik. Dieses Programm stellt zwar auch automatisch Belichtungszeit und Blende ein, aber es bietet dem Fotografen alternative Einstellungen zur Auswahl. Die Kamera berechnet mehrere Zeit-Blenden-Kombinationen zur Auswahl, mit denen unterschiedliche Bildgestaltungen möglich sind. So kann zum Beispiel auch mit der Einstellung P ein Foto mit scharfem Vordergrund und unscharfem Hintergrund erstellt werden oder umgekehrt. Abhängig vom Status des Motivs steuert die Programmautomatik die Schärfentiefe und eine gewünschte Bewegungsunschärfe. Der Fotograf sollte daher bei der Wahl seiner Einstellungskombination wissen, wie er einen tieferen Schärfenbereich erreicht. Je größer die Blende gewählt wird und je kleiner die Blendenöffnung ist, umso größter ist die Schärfentiefe. Das bedeutet, dass ein Motiv bis in den hinteren Bereich hinein scharf dargestellt wird. Gegenüber der freien Wahl von Blende oder Belichtungszeit bietet die Programmautomatik den Vorteil, dass sie für alle Einstellungen die optimalen Werte automatisch berechnet und bereitstellt
Werden Fotos mit Blitzlicht erstellt, dann muss der Fotograf bei der Einstellung des Programms P bedenken, dass das Blitzlicht nicht automatisch ausgeklappt wird. Dennoch muss der Fotograf nicht selbst daran denken, wann er den Blitz einstellen muss, denn die Automatik zeigt im Display das Blitzzeichen an, wenn die Belichtungszeit außergewöhnlich lang ist, so dass verwacklungsfreie Bilder kaum erreichbar sind. Da moderne Digitalkameras nicht nur einfach ein Blitzprogramm liefern, sondern mehrere zur Auswahl haben, muss der Fotograf einstellen, für welches Blitzprogramm er sich entscheidet. Die meisten Kameras zeigen die Blitzprogramme, wenn die Blitztaste gehalten und gleichzeitig das Programmwahlrad gedreht wird.






