Auch schlechtes Wetter bietet schöne Motive
Der Herbst wird allseits für seine bunten Farben gelobt und an schönen Sonnentagen entfaltet das farbige Laub in den Wäldern wirklich eine besondere Wirkung. Aber Sonnentage sind in manchem Herbst nur selten. Oft dominiert das eintönige Grau, auch wenn es gerade einmal nicht regnet. Fahles Grün der Rasenflächen und die eintönigen Farben der Herbstblumen geben nicht wirklich viel für farbenfrohe Fotos her. Noch schlimmer ist es in den Wintermonaten, in denen Blüten und Laub äußerst rar sind. Selbst an trüben Sommertagen verblassen die schönen sommerlichen Farben.
Dennoch können auch triste Tage reizvolle Motive hervorbringen. Wichtig ist, dass die Fotoausrüstung bei schlechtem Wetter vor Regen geschützt ist. Daher sollte die Kamera möglichst unter der Jacke oder griffbereit in der Fototasche aufbewahrt werden. Damit sie auch beim Fotografieren nicht nass wird, ist ein Hut mit einer breiten Krempe sinnvoll, denn er schützt Gesicht und Kamera vor Regentropfen. Wegen der schlechten Lichtverhältnisse sind bei Schlechtwetteraufnahmen lange Belichtungszeiten bei mittleren Blenden ratsam. Damit die Fotos nicht verwackeln, ist die Verwendung eines Stativs vorteilhaft. Wer kein Stativ besitzt oder das Fotografieren mit Stativen nicht mag, sollte sich andere stabile Auflagepunkte für die Kamera suchen, z. B. Mauern, breite Zäune oder das eigene Autodach.
Die Motivsuche kann bei schlechtem Wetter wegen der bereits beschriebenen Tristesse schwerer ausfallen, dafür sind die Motive aber umso reizvoller. Oft sind es auch gerade die auf den ersten Blick eintönigen Farben, die aber letztendlich attraktive Ton-in-Ton-Fotografien hervorbringen können. Eine verwelkte Rosenblüte, die mit Spinnengeweben oder Tau überzogen ist, entfaltet zum Beispiel eine ganz spezielle Wirkung auf den Betrachter. Helles Laub, das auf einen dunklen Weg gefallen ist, der tiefe Nebel, der über einen braunen Acker zieht, oder ein Waldweg, der in den herbstlichen Dunst hineinführt, sind reizvolle Motive, die noch immer sichtbare Konstraste mit sich bringen.
Die Belichtungsautomatik der Kamera neigt dazu, aufgrund der etwas diffusen Lichtverhältnisse ein wenig zu stark zu belichten. Deshalb sollten kleine Bilderreihen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten und Blendeneinstellungen erstellt werden, die unterhalb der automatisch vorgegebenen Werte bleiben.














