Archiv für September 2011
Großformatigen Fotos einen besonderen Auftritt verleihen – Aludibond und Leinwandeffekt
28. Sep
Das Hobby des Fotografierens beschränkt sich nicht allein auf das Ausreizen der bekannten Foto- und Bildbearbeitungstechniken. Hobbyfotografen möchten die Ergebnisse ihrer Arbeit nicht auf der eigenen Festplatte oder im Fotoalbum verstecken, sondern mögen es, wenn auch andere sich die besonders gut gelungenen Fotografien ansehen können. Dazu dienen unter anderem öffentliche Fotoalben im Internet. Diese Veröffentlichungen können vor allem auch zu einem größeren Bekanntheitsgrad des Fotografen beitragen. Noch schöner und jederzeit sichtbar sind die gut gelungenen Fotos, wenn sie die Wände in der Wohnung oder im Büro zieren. Der Fachhandel bietet verschiedene Verfahren an, um Bilder auf große Formate zu drucken und ihnen eine besondere Erscheinungsform zu verleihen. Neben dem Poster, das hinter Glas gerahmt einen einfachen, aber effektvollen Wandschmuck darstellt, ist das Aludibond-Verfahren eine besonders exklusive Art, die eigenen Fotografien im Großformat in attraktiver Weise darzustellen. Bei diesem Verfahren wird das großformatige Foto auf einen Bildträger aus zwei weiß lackierten Aluminiumplatten aufgezogen, zwischen denen sich eine schwarze Kunststoffschicht befindet. Der Aluminium-Untergrund verleiht dem Bild eine besondere Klarheit und Farbbrillanz. Gleichzeitig sind Alubond-Bilder formbeständig und verleihen einem Raum ein modernes, puristisches Ambiente. Die Dibond-Platte ist auf der Rückseite mit einem kleinen Holzrahmen versehen, der mittig angebracht ist und daher das Bild leicht von der Wand abstehen lässt. Dadurch entsteht ein leichter, schwebender Eindruck mit dreidimensionalem Effekt.
Eine andere Technik, die kunstvollen Makro- oder Porträtaufnahmen eine besondere Erscheinungsform verleiht, ist der Posterdruck auf Künstler- oder Fotoleinwand. Die raue Oberfläche der Leinwand verleiht dem Foto einen weichen, surrealistischen Ausdruck. Brillante Farben gehen fließend ineinander über, wie bei einem Öl- oder Acrylgemälde. Vielfach wird zusätzlich eine Lackschicht auf das Bild aufgetragen, durch die sich der Effekt verstärkt. Bilder auf Fotoleinwand werden auf einen Keilrahmen oder einen einfachen Holzrahmen aufgespannt, wobei das Motiv über die Kanten hinausgeht. Dadurch ist das Leinwandbild auch ohne zusätzliche Rahmung ein exklusiver Wandschmuck für jeden Wohnstil.
Einstieg in die DSLR-Fotografie 5: Motivprogramme
26. Sep
Digitale Spiegelreflexkameras, aber auch zahlreiche digitale Kompaktkameras, insbesondere Bridge-Kameras, sind mit verschiedenen Motivprogrammen ausgestattet. Dabei handelt es sich um voreingestellte Programme, die in bestimmten, typischen Aufnahmesituationen selbsttätig verschiedene Kamera-Einstellungen vornehmen. So wird zum Beispiel die Belichtungszeit auf die Voraussetzungen für gute Blitzlichtaufnahmen eingestellt oder die Blende auf Fotografien bei hellem Sonnenlicht. Moderne Kameras optimieren gleichzeitig auch die Farben oder richten bei Porträtaufnahmen die Hauttöne passend ein und vermeiden den Rote-Augen-Effekt. Bei der Fotografie mit einer Spielreflexkamera nehmen die Motivprogramme dem Fotografen die Arbeit manueller Einstellungen und Korrekturen ab. Gegenüber der Programmautomatik bieten sie den Vorteil, dass sie sich auf die individuelle Aufnahmesituation einstellen, was eine Programmautomatik nicht leisten kann. Die Wahl eines Motivprogramms auf einer Spiegelreflexkamera ist ideal für den schnellen Schnappschuss. Für Aufnahmen mit Kompaktkameras bilden Motivprogramme die einzige Möglichkeit, überhaupt spezielle Einstellungen für individuelle Aufnahmesituationen vornehmen zu können. Die Motivprogramme werden bei fast allen Kameras mit einem Einstellrad auf der Oberseite der Kamera eingestellt. Seltener sind Einstellungen im Bereich der Menüauswahl. Auf oder neben dem Einstellrad befinden sich Pictogramme für die jeweiligen Motive. Diese Pictogramme sind bei allen Kameras nahezu gleich, so dass es keiner Umstellung bedarf, wenn eine andere Kamera verwendet wird.
Die am häufigsten vorzufindenden Motivprogramme sind Einstellungen für Porträts, Landschaftsaufnahmen, Sportfotografien, Nahaufnahmen und Blitzlichtaufnahmen. Einige Kameras bieten zusätzlich ein Motivprogramm für besonders lebendige Situationen, zum Beispiel spielende Kinder. Das Symbol für dieses Motivprogramm ist daher auch ein Kind. Die lebendigen Farben der Kleidung oder des Hintergrundes werden zum Beispiel mit den Hauttönen und anderen sanften Farbtönen ideal abgeblendet. Das Porträt-Programm wird durch einen Frauenkopf mit Hut dargestellt, das Landschaftsprogramm durch stilisierte Berge und das Sportprogramm durch ein typisches Pictogramm einer laufenden Person. Für Nahaufnahmen verwenden Kameras eine Blume, da speziell Motive aus der Natur häufig Gegenstand von Nahaufnahmen sind. Für Nahaufnahmen stellt sich das Objektiv automatisch im mittleren Autofocusfeld scharf, während zum Beispiel bei Landschaftsaufnahmen auf ein Objekt im Vordergrund scharfgestellt wird. Aufnahmen mit dem Blitzlichtprogramm verhindern einen zu starken Kontrast zwischen Motiv und Hintergrund und Fotos, die mit dem Porträtprogramm aufgenommen werden, zeigen weiche Farbtöne und bei entsprechenden Einstellungen einen leicht unschaften Hintergrund. Im Gegensatz dazu werden Sport-Fotografien durchgehend scharf dargestellt.
Bridge-Kamera Leica V-Lux 2 – Vielseitig einsetzbare Kompaktkamera
14. Sep
Die Leica V-Lux ist eine der seit längerem bekannten Bridge-Kameras, die äußerlich und auch funktionell große Ähnlichkeit mit Spiegelreflexkameras haben. Lediglich auswechselbare Objektive sind bei Bridge-Kameras nicht vorgesehen und die Fotografie erfolgt nicht über einen Spiegel. Dennoch erlauben die großen Kompaktkameras die Erstellung von Fotografien in einer guten Qualität. So ist es auch bei der Leica V-Lux. Das große, aber griffige Kameragehäuse ist mit einem Zoomobjektiv ausgestattet, dessen Brennweite von 25 bis 600 mm reicht und damit von einem guten Weitwinkelbereich bis hin in einen hohen Telebereich. Mit seinem 24-fachem Zoom bietet das Objektiv dem Fotografen viele Möglichkeiten. Da viele Hobbyfotografen auf ihren Spiegelreflexkameras auch weitgehend vergleichbare Zoomobjektive einsetzen, ist der Verzicht auf auswechselbare Objektive bei dieser Kamera nicht ernsthaft spürbar. Die Größe und der Durchmesser des Zoom-Objektivs verleihen der Kamera ebenfalls den Eindruck, als handele es sich um ein kleines Spiegelreflexmodell. Das Objektiv der Leica V-Lux überzeugt noch durch eine weitere Fähigkeit, denn es ist mit einem Makromodus ausgestattet, das es erlaubt, Motive in einem Abstand von nur einem Zentimeter aufzunehmen.
Die Auflösung des CMOS-Sensors beläuft sich auf 14,1 Megapixel und bewegt sich damit im Rahmen der neuesten digitalen Kameramodelle, ob Kompakt oder SLR. Die Lichtempfindlichkeit der Kamera beträgt ISO 80 bis ISO 1600, die Belichtungszeiten reichen von einer zweitausendstel Sekunde bis hin zu 60 Sekudnen. Die Kamera ist mit Bildstabilisator, Gesichtserkennung sowie wahlweise automatischer, halbautomatischer und manueller Belichtungssteuerung augestattet.
Videos nimmt die Leica V-Lux 2 in Full HD-Qualität auf und ermöglicht das mit einer Geschwindigkeit von 60 Halbbildern pro Sekunde. Auslösegeschwindigkeit und Serienbildgeschwindigkeit der V-Lux 2 sind mit 0,34 Sekunden und 11 Bildern pro Sekunde ebenfalls deutlich über den Werten vergleichbarer Bridge-Kameras. Eine Besonderheit des Angebots von Leica ist der Zubehörumfang der Kamera, denn neben den typischen Ausstattungsgegenständen wird die Leica V-Lux 2 zusammen mit der Bildbearbeitungsssoftware Adobe Photoshop Elements 8 auseliefert. Diese Bildbearbeitungssoftware für Hobbyfotografen enthält zahlreiche Funktionen, die auch größere Software-Programme von Adobe bieten und ermöglicht daher schon einige rezvolle Bildbearbeitungen.
Auch schlechtes Wetter bietet schöne Motive
14. Sep
Der Herbst wird allseits für seine bunten Farben gelobt und an schönen Sonnentagen entfaltet das farbige Laub in den Wäldern wirklich eine besondere Wirkung. Aber Sonnentage sind in manchem Herbst nur selten. Oft dominiert das eintönige Grau, auch wenn es gerade einmal nicht regnet. Fahles Grün der Rasenflächen und die eintönigen Farben der Herbstblumen geben nicht wirklich viel für farbenfrohe Fotos her. Noch schlimmer ist es in den Wintermonaten, in denen Blüten und Laub äußerst rar sind. Selbst an trüben Sommertagen verblassen die schönen sommerlichen Farben.
Dennoch können auch triste Tage reizvolle Motive hervorbringen. Wichtig ist, dass die Fotoausrüstung bei schlechtem Wetter vor Regen geschützt ist. Daher sollte die Kamera möglichst unter der Jacke oder griffbereit in der Fototasche aufbewahrt werden. Damit sie auch beim Fotografieren nicht nass wird, ist ein Hut mit einer breiten Krempe sinnvoll, denn er schützt Gesicht und Kamera vor Regentropfen. Wegen der schlechten Lichtverhältnisse sind bei Schlechtwetteraufnahmen lange Belichtungszeiten bei mittleren Blenden ratsam. Damit die Fotos nicht verwackeln, ist die Verwendung eines Stativs vorteilhaft. Wer kein Stativ besitzt oder das Fotografieren mit Stativen nicht mag, sollte sich andere stabile Auflagepunkte für die Kamera suchen, z. B. Mauern, breite Zäune oder das eigene Autodach.
Die Motivsuche kann bei schlechtem Wetter wegen der bereits beschriebenen Tristesse schwerer ausfallen, dafür sind die Motive aber umso reizvoller. Oft sind es auch gerade die auf den ersten Blick eintönigen Farben, die aber letztendlich attraktive Ton-in-Ton-Fotografien hervorbringen können. Eine verwelkte Rosenblüte, die mit Spinnengeweben oder Tau überzogen ist, entfaltet zum Beispiel eine ganz spezielle Wirkung auf den Betrachter. Helles Laub, das auf einen dunklen Weg gefallen ist, der tiefe Nebel, der über einen braunen Acker zieht, oder ein Waldweg, der in den herbstlichen Dunst hineinführt, sind reizvolle Motive, die noch immer sichtbare Konstraste mit sich bringen.
Die Belichtungsautomatik der Kamera neigt dazu, aufgrund der etwas diffusen Lichtverhältnisse ein wenig zu stark zu belichten. Deshalb sollten kleine Bilderreihen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten und Blendeneinstellungen erstellt werden, die unterhalb der automatisch vorgegebenen Werte bleiben.





