Archiv für August 2011
Einstieg in die DSLR-Fotografie 4: Die Auto-Funktion
31. Aug
Mit Hilfe der Auto-Funktion lassen sich im Prinzip die vielen Fähigkeiten einer Spiegelreflexkamera außer Gefecht setzen. Denn die Vollautomatik erledigt alles von selbst, um bei jedem Druck auf den Auslöser ein optimales Foto zu erhalten. Dieses Foto ist zwar optimal, aber nicht so individuell, wie Aufnahmen, die mit manuellen Einstellungen erzeugt werden. Gleichzeitig ist sie sicherlich nicht so perfekt, wie bei Verwendung eines der zahlreichen Motivprogramme, die moderne digitale Spiegelreflexkameras bieten. Die Autofunktion ist also sozusagen die Funktion für schnelle Schnappschüsse. Anders, als bei einer digitalen Kompaktkamera hat der Fotograf aber mit der Spiegelreflexkamera trotz Auto-Funktion die Möglichkeit, einzelne Optionen einzustellen.
Das aktive D-Lightning vermeidet harte Schatten bei Gegenlichtaufnahmen und speziellen Lichtverhältnissen. Es handelt sich um eine besondere Belichtungshilfe, die in diesen besonderen Fällen für das Gelingen der Aufnahmen sorgt. Die ISO-Empfindlichkeit lässt sich bei der digitalen Spiegelreflexkamera auch im Automatik-Modus individuell verstellen. Auch eine manuelle Focussierung kann bei den meisten DSLR-Kameras im Auto-Modus eingestellt werden. Dazu dient die AF-A/MF-Funktion. Der Autofocus erlaubt weitere manuelle Eisntellungen im Auto-Modus. So kann von der Scharfstellung des nächsten Objekts abgewichen und auf den Einzelfeld-Autofocus umgeschaltet werden. Insbesondere bei Aufnahmen von sportlichen Veranstaltungen ist dieser dynamische Autofocus vorteilhaft.
Der Auto-Modus schaltet automatisch den Blitz hinzu, wenn die Lichtverhältnisse es erfordern. Ist aber gerade das nicht erwünscht, so lässt sich der Blitz manuell abschalten. Insbesondere bei bewusst unterbelichteten Fotos oder Aufnahmen mit einer langen Belichtungszeit und Stativ ist diese Funktion hilfreich. Eine weitere Funktion, die selbst der Auto-Modus einer digitalen Spiegelreflexkamera erlaubt, ist die Wahl zwischen Einzelbild-Aufnahmen und Serienbildaufnahmen. Selbstverständlich kann dazu der Selbstauslöser oder der Fernauslöser verwendet werden. Zur Erzielung einer optimalen Bildqualität stehen verschiedene Bildgrößen, Dateivormate und Pixelqualitäten zur Verfügung.
Bei Blitzaufnahmen sorgt ein Hilfslicht oder Vorlicht dafür, dass der Rote-Augen-Effekt vermieden wird. Zu diesem Zweck muss eine entsprechende Funktion eingestellt werden. Diese Einstellung erfolgt in der Regel mit dem Einstellrad für Blitzaufnahmen.
Einstieg in die DSLR-Fotografie 3: Bilder anzeigen, bearbeiten und verwalten
31. Aug
Neben den vielfältigen Funktionseinstellungen, die bei einer digitalen Spiegelreflexkamera mit Hilfe des Displays auf der Rückseite vorgenommen werden können, zeigt der kleine Bildschirm natürlich auch die bereits erstellten Fotos an. Darüber hinaus dient er mit seinen Menüs auch der Verwaltung der Fotos. Sie können geschützt oder gelöscht werden und nicht zuletzt ist sogar eine erste Bildbearbeitung bei vielen Kameras möglich. Die Ansicht des letzten aufgenommenen Bildes erfolgt bei der Nikon D 60 zum Beispiel über den Play-Knopf, den obersten Knopf links neben dem Monitor. Ein weiterer Druck auf diesen Knopf führt direkt zurück ins Aufnahmemenü. Um weitere bereits gespeicherte Aufnahmen zu betrachten, dient der Vierwege-Knopf rechts neben dem Bildschirm. Während die Pfeile nach rechts oder links vor- und zurückblättern, kommt den Pfeilen nach oben und unten die Funktion zu, detaillierte Informationen über das jeweilige Bild anzuzeigen. Der OK-Knopf führt direkt in das Bildbearbeitungs-Menü. Zur Bildbearbeitung stellen moderne Spiegelreflexkameras zahlreiche Funktionen zur Verfügung. In der Regel speichert die Kamera zunächst einmal das Originalbild und verwendet eine Kopie für weitere Bearbeitungen. Dadurch bleibt das Originalbild bei jeder weiteren Bearbeitung erhalten und wird nicht unter Umständen zerstört. Die Nikon D60 kann zum Beispiel mit der Funktion D-Lightning Bilder aufhellen. Darüber hinaus entfernt sie auf Knopfdruck rote Augen, beschneidet Bilder, um das Motiv stärker hervorzuheben und verwandelt sie auf Wunsch in Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Mit verschiedenen Filtereffekten können die Bilder farblich verändert werden. Farbstiche lassen sich auf diese Weise entfernen. Mit Hilfe der Kompaktbild-Funktion können Bilder gleich in das richtige Format für email-Anhänge gebracht werden. Wird ein typischer Doppelbelichtungseffekt gewünscht, kann die Bildmontage dazu verwendet werden. Die NEF-Konvertierung erzeugt direkt eine JPEG-Kopie des Bildes. Mit der Stop-Motion-Film-Funktion lassen sich sogar kleine Filmsequenzen erstellen.
Mit Hilfe der Lupentaste zeigt das Display eine Vorschau über die nächsten Bilder oder zoomt in das aktuelle Bild hinein. Damit misslungene Bilder nicht den Speicher unnötig belasten, lassen sie sich auf Knopfdruck löschen. Dafür steht die Papierkorb-Taste zur Verfügung. Um aber Bilder, die auf jeden Fall erhalten bleiben sollen, nicht mehr versehentlich löschen zu können, lassen sie sich durch einen Druck auf die AE-L-Taste sichern und können nur noch durch Formatieren der Speicherkarte gelöscht werden.
Rollei Powerflex 210 HD
31. Aug
Auch Rollei stellt auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin seine neuen Kamera-Modelle vor und wird damit bestimmt die Beachtung des staunenden Publikums gewinnen. Der traditionsreiche deutsche Kamera-Hersteller präsentiert mit dem Modell Powerflex 210 HD ebenfalls eine Superzoom-Kamera, deren Brennwertbereich von 25 bis zu 525 Millimetern reicht. Mit der Rollei Apogon Optik bietet die Kamera mit 21fachem Zoomfaktor einen beachtlichen Zoom-Bereich vom Weitwinkel bis zum Tele. Um auch in dem hohen Telebereich problemlos hochwertige Fotos zu erstellen, ist die Kamera mit einem Bildstabilisator ausgestattet. Eine brillante Bildqualität erzeugt der Sensor mit einer Auflösung von 16 Megapixeln. Videos in HD-Qualität sind mit 720 Pixeln möglich. Die Bridge-Kamera mit dem schwarzen oder roten Gehäuse verfügt über 34 Motivprogramme. Unter anderem hat sie eine Fisheye-Funktion und ermöglicht Sprachaufnahmen. Sie verfügt über Gesichts- und Lächelerkennung sowie einen Panorama Capture Mode.
Die Lichtempfindlichkeit der Rollei Powerflex 210 HD reicht von ISO 100 bis zu ISO 3200. Eine weitere Besonderheit ist die Speedy-Burstfunktion, die bis zu 30 Bilder in einer Sekunde ermöglicht. Die Kamera ist mit einem leistungsstarken Blitz ausgestattet. Zudem ist ein manueller Weißabgleich möglich. Mit all den technischen Möglichkeiten und Feinheiten ist die Powerflex 210 HD durchaus geeignet, professionelle Fotos zu erzeugen. Auf der Rückseite präsentiert die Kamera ein LCD-Display in einer Größe von drei Zoll. Vor allem durch das außergewöhnliche Design und das große, lichtstarke Objektiv fällt die Kamera auf. Sie bietet durch ihre Gehäuseform und die Beschichtung des Griffbereichs einen sicheren Griff. Dabei wiegt die Kamera nur 356 Gramm. Neben dem integrierten Speicher mit einer Kapazität von 128 MB finden in der Kamera Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 4 GB im SD-Format Platz. Auffällig ist auch der Preis, mit dem Rollei die Kamera ab September 2011 anbieten wird. Denn diese hochwertige Bridge-Kamera mit echten Profi-Qualitäten wird knapp 200 Euro kosten. Dabei ist sie eine gute Alternative zur kleinen digitalen Spiegelreflexkamera.
Neuigkeiten auf der IFA 2011 – Sony SLT-A77V
25. Aug
Früher war es einmal die Photokina, die mit Neuigkeiten im Bereich der Fototechnik aufwartete. Jetzt fiebern Profi- und Hobbyfotografen der Internationalen Funkausstellung entgegen, denn dank der digitalen Technik und der Video-Fähigkeit moderner Kameras sind diese auch ein Thema der Funkausstellung. Eine der neuen Kameras, die Sony in diesem Jahr auf der Funkausstellung vorstellt, ist die Sony SLT-A77V. Eine Kamera mit Translucent-Mirror-Technologie. Diese Kamera ist eine Spiegelreflexkamera, auch wenn sie keinen Spiegel im ursprünglichen Sinn mehr enthält.
SLT ist die Abkürzung für die Single Lens Translucent Technik, die von Sony entwickelt wurde. Der Spiegel dieser Kamera ist teilweise lichtdurchlässig und dadurch in der Lage, mehr Licht zum Bildsensor und zum Autofocus zu leiten. Im Fall der SLT-A77V wird der Bildsensor mit 70 Prozent mehr Licht versorgt und der Autofocus erhält 30 Prozent mehr Licht. Die Kamera wird dadurch deutlich schneller, als traditionelle Spiegelreflex-Kameras. Ferner kommt in Kombination mit dieser Technik kein optischer Sucher mehr zum Einsatz, sondern ein elektronischer. Benutzer der Sony SLT-A77V sind also nicht mehr auf den optischen Sucher angewiesen, sondern verwenden ein OLED-Panel mit einer Auflösung von 2,36 Millionen Pixeln. Darüber hinaus bietet die SLT-A77V ein Display, das nicht nur drei Zoll groß ist, sondern darüber hinaus in drei Achsen schwenkbar. Mit 921 600 Bildpunkten überzeugt das Display mit einer hervorragenden Auflösung.
Der Bildsensor vom Typ Exmor wartet mit einer Auflösung von 24,3 Megapixeln auf. Er bietet damit eine Lichtempfindlichkeit von ISO 100 bis 16 000. Ein weiterer Vorteil der SLT-Technik ist die schnelle Serienbild-Funktion mit bis zu zwölf Bildern in einer Sekunde. Nach Angaben von Sony ist die SLT-A77V damit die schnellste in ihrer Klasse. Der Autofocus enthält 11 Kreuzsensoren und bietet damit eine 19-Punkt-Phasendetektion. Damit arbeitet der Autofocus exakt und lässt sich von einem einmal anvisierten Objekt nicht ablenken. Das große Panorama der Belichtungszeiten reicht von 1/8000 bis zu 30 Sekunden. Darüber hinaus bietet die Kamera Funktionen zur speziellen Langzeitbelichtung.
Auch die Videotauglichkeit der neuen Sony-Kamera ist erstaunlich, denn die neue 50p-Videoaufzeichnung ist ebenfalls mit einem wesentlich schnelleren Autofokus verbunden und erlaubt manuelle Einstellungen für Bokeh-Effekte. Natürlich darf bei einer neuen Kamera auch das integrierte GPS-Modul nicht fehlen.
Megazoom: Kleine Kamera – großer Zoombereich
11. Aug
Einer der vielen Vorteile der digitalen Kompaktkameras ist ihre minimale Größe bei ebenfalls geringem Gewicht. Nachdem lange Zeit neben der Verbesserung der Leistungen und Funktionen der kleinen Digitalkameras die Verringerung der Größe zu den wichtigsten Entwicklungszielen der Hersteller zählte, geht man nun daran, Brennweiten und Zoomfähigkeiten zu erhöhen. Auf diese Weise gelangen die Westentaschen-Kameras zu einer Leistungsfähigkeit, die beinahe mit einfachen Spiegelreflexkameras vergleichbar ist.
Die neuen Megazoom-Kameras zeichnen sich durch hohe Zoombereiche bis zum Zehnfachzoom aus, ohne dass dabei die Gehäuse größer werden, als man es von den kleinen Kompakten seit Jahren gewohnt ist. Diese Technik stellt eine echte Herausforderung für die Entwickler dar, denn der Durchmesser des Objektivs ist schon allein durch die Maße des Kameragehäuses begrenzt. Werden die Objektive zu klein konstruiert, leidet aber die Bildqualität. Die Konstruktion einer optimalen Kamera ist daher eine Gradwanderung zwischen Leistungsfähigkeit und Qualität.
Neben leistungsfähigen Sensoren und Megazoom-Objektiven sind die Kompaktkameras im Taschenformat mit zahlreichen weitere Funktionen ausgestattet. So ist inzwischen ein GPS-Modul in der Kamera keine Seltenheit. Sicherlich sind die kleinen Kompaktkameras nicht das ideale Werkzeug für Profi-Fotografen, aber Hobbyfotografen können schon eine gute Bildqualität erzeugen.
Mit dem besten Ergebnis im Vergleichstest von 30 Megazoom-Kameras einer großen deutschen Zeitung hat die Panasonic Lumix DMC-TZ10 abgeschnitten. Die Kamera zeichnet sich durch eine gute Bildqualität und die Videofunktion in HDTV-Qualität aus. Der 11fach-Zoom ermöglicht Brennweiten zwischen 25 bis 276 Millimeter und im Gegensatz zu vielen anderen Kompaktkameras lassen sich auch einige Einstellungen manuell vornehmen. Die vielseitige kleine Kompaktkamera ist zusätzlich mit GPS-Funktion ausgestattet.
Auch die Sony CSC-HX5V hat gut abgeschnitten. Mit ihrem 9,9fach-Zoom unterstützt sie Brennweiten zwischen 25 und 247 Millimeter. Manuelle Einstellungen sind bei der Sony zwar nicht möglich, aber dafür bietet sie dem Benutzer eine große Anzahl an Motivprogrammen. Auch die Sony ist mit GPS ausgestattet. Auf Platz 3 landete die Samsung WB650. Der Megazoom-Bereich überspannt hier Brennweiten von 25 bis 291 Millimeter. Die Bildqualität der ebenfalls mit GPS ausgestatteten Kompaktkamera ist durch leichtes Bildrauschen beeinträchtigt.






