Archiv für Juli 2011
Einstieg in die DSLR-Fotografie 2 – Die Offenbarungen des Displays
30. Jul
Obwohl die Nikon D 60 die jeweils aktuellen Messdaten in Form kleiner Zahlenkolonnen im Sucher anzeigt, stellt sie sie deutlich ausführlicher noch einmal im Display dar, sofern nicht ein anderer Menüpunkt gewählt ist. Es besteht eine Auswahl zwischen grafischer und klassischer Darstellung sowie einer Darstellung innerhalb eines Hintergrundbildes. Zudem besteht die Auswahl zwischen verschiedenen Hintergrundfarben. Diese erste Einstellung kann im Manü System unter der Option Informationsanzeige vorgenommen werden. Das Hintergrundbild stellt die Kamera nicht zur Verfügung, sondern es wird aus den eigenen Aufnahmen gewählt. In jeder Darstellungsform zeigt das Display die Belichtungszeit und die Blende in der Mitte an. Weitere Anzeigen beinhalten das eingestellte Programm, die gewählte Bildoptimierung sowie den Ladestand des Akkus und die freien Kapazitäten des Speichers. Ein kleines Notensymbol am oberen Rand des Displays zeigt an, ob das Tonsignal für die Einstellung des Autofocus ein- oder ausgeschaltet ist.
Die Anzeige des eingestellten Programms erfolgt mit derselben Bezeichnung, wie sie auf dem Stellrad angegeben ist und allgemein verwendet wird, auch in der analogen Fotografie. Insofern muss der Fotograf sich nicht an neue Bezeichnungen gewöhnen. Das Symbol für die Bildoptimierung ist eine kleine Palette am oberen Display-Rand. Die Einstellungen werden im gleichnamigen Menüpunkt vorgenommen. Grundsätzlich ist N für die normale Behandlung voreingestellt. Das Tonsignal für die optimale Autofocus-Einstellung wird im Menü Individualfunktionen ein- oder ausgestellt.
Die Bewegung durch die Menüs erfolgt mit dem Vierwegeeinstellrad neben dem Display. Mit der Play-Taste, die sich ebenfalls neben dem Display befindet, kann in die Wiedergabefunktion des Displays gewechselt werden. Darüber hinaus befindet sich auf der Rückseite die Menü-Taste, mit der die Menüauswahl aufgerufen wird. Unabhängig davon, welche Stelle des Menüs gerade im Display angezeigt wird, reicht ein Druck auf den Auslöser aus, um sofort wieder die Anzeige der Einstellungen auf das Display zu bringen. Über all die Funktionsschalter auf der Rückseite der Kamera, und das trifft auf fast alle DSLR-Kameras zu, lässt sich durch das gesamte Menü surfen. Alle Funktionen der Kamera lassen sich neben dem Einstellrad auf der Oberseite des Kameragehäuses über die Menüs einstellen.
Einstieg in die digitale Spiegelreflexfotografie 1
30. Jul
Hobbyfotografen, die schon seit langem vertraut mit ihren analogen Spiegelreflexkameras, teilweise wahren Kultmodellen, sind, haben zwar Interesse an der Digitalfotografie, sehen aber dennoch aus zweierlei Gründen häufig noch davon ab, in die neue Fotowelt zu wechseln. Einer der Gründe ist die Überzeugung, dass Fotografie als hochwertige Handarbeit nicht mit neuen Kameras stattfinden sollte, die einen großen Teil der Handarbeit übernehmen. Es handelt sich also um die Befürchtung, dass das altehrwürdige Fotohandwerk durch die neuen Kameras verloren gehen könnte. Der zweite Grund ist mitunter die Befürchtung, dass die Bedienung der elektronischen, digitalen Spiegelreflexkameras auf dem gewohnten Niveau kompliziert und umständlich sein könnte, da digitale Kameras dazu neigen, vollautomatisch zu funktionieren.
Die Gründe für die Zurückhaltung sind zwar nachvollziehbar, aber auf Dauer überwiegen die zahlreichen Vorzüge der digitalen Fotografie. Allein die Tatsache, dass jedes Foto sofort zur Verfügung steht und mit der entsprechenden Bildbearbeitungssoftware in beliebiger Form nachbearbeitet und verändert werden kann, stellt einen hohen Reiz dar. Digitale Fotografie ermöglicht die individuelle Beeinflussung der Fotografien in einer Form, wie sie bis dahin bestenfalls professionellen Fotografen vorbehalten war. Viele Techniken waren zudem mit der analogen Fotografie überhaupt nicht möglich. Eine gewisse Kompliziertheit der digitalen Fotografie ist nicht von der Hand zu weisen. Kennt ein Hobbyfotograf sich aber einmal mit dieser Technik aus, dann ist es ähnlich, wie bei der analogen Fotografie auch. Es ist einfach, alle Modelle zu bedienen, denn auch sie folgen in ihren Grundzügen demselben System.
Anhand der Nikon D 60, einem typischen Einsteigermodell, soll beschrieben werden, wie einfach der Umgang mit digitalen Spiegelreflexkameras und wie vielfältig die Möglichkeiten sind. Das erste Element, an das sich Umsteiger gewöhnen müssen, ist das Display. Es dient nicht, wie bei kompakten Digitalkameras, als Ersatz des Suchers, sondern zeigt in Form eines kleinen Bildschirms die Einstellungen der Kamera an sowie die Einstellungsmöglichkeiten und Menüs. Darüber hinaus dient es auch zur Betrachtung der in der Kamera oder auf der darin befindlichen Speicherkarte gespeicherten Fotos.
Low Dynamic Range Fotografie
27. Jul
Eine bekannte Technik in der Fotografie ist die HDR-Fotografie, bei der aus mehreren Bildern einer Serie ein neues Bild entsteht. HDR ist die Abkürzung für High Dynamic Range. Low Dynamic Range ist nicht etwa das Gegenteil dieser Technik, sondern eine Abwandlung, die den resultierenden Bildern eine natürlichere Ausstrahlung verleiht. Es ist ein Problem der HDR-Fotografie, dass die Bilder eine etwas unnatürliche Wirkung erhalten, was sicherlich durch die geringen Kontraste hervorgerufen wird. Die Low Dynamic Range Technik, abgekürzt LDR, erweitert den Kontrastbereich, um dieses Problem zu lösen. Um eine Bildserie zu einem ansprechenden und natürlich wirkenden LDR-Bild zusammenzufügen ist eine entsprechende Software erforderlich. Dazu dient z. B. Photomatix, ein Programm, das eigentlich für die HDR-Bearbeitung von Bildern verwendet wird. Dieses Programm verfügt aber auch über eine Option für die Erstellung von Low Dynamic Range Bildern. Die Funktion wird im Programm als Belichtungsverschmelzung (Exposure Fusion) bezeichnet. Andere Programme, die mit Hilfe von Exposure Fusion Low Dynamic Range Bilder erzeugen, sind PTGui Pro oder Enblend/Enfuse.
Exposure Fusion wählt aus jedem Bild einer Serie die beste Farbtonalität, indem jedes Pixel der einzelnen Bilder nach Kontrast, Leuchtkraft und Farbsättigung überprüft wird. Anschließend fügt die Software die Bilder mit den besten Werten zu einem neuen Bild zusammen. Low Dynamic Range hilft dabei, Motive mit starken Kontrasten so darzustellen, wie sie auch natürlich erscheinen. Das bedeutet, dass Werte innerhalb eines Motivs, die eine Kamera nicht in Einklang bringen kann, durch die verschiedenen Bilder einer Serie ausgeglichen werden. Insbesondere dann, wenn z. B. sehr helle Bildbereiche vorhanden sind, während es an anderen Stellen zu Unterbelichtungen kommen kann, ist die Technik hilfreich. High Dynamic Range führt in solchen Fällen nur zu geringen Kontrasten, weil die Werte der Einzelbilder nach ähnlichen Kontrasten ausgewählt und zusammengefügt werden. Low Dynamic Range macht genau das Gegenteil. Helle Bildpartien werden weiter aufgehellt, indem noch hellere Farbtöne eingesetzt werden. Dadurch wird die vorhandene Schattenintensität beibehalten und das Ergebnis wirkt insgesamt harmonisch.
Panasonic Lumix GH2
21. Jul
Die Panasonic Lumix GH2 ist eine Compakt System Kamera, die sich auf den ersten Blick äußerlich nicht von einer Spiegelreflexkamera unterscheidet, aber auch nicht im Preis. Dafür aber sind die oft auch als Hybrid-Kameras bezeichneten Kompakt-Kameras kleiner und leichter, als Spiegelreflex-Modelle. Es handelt sich um eine Micro Four-Thirds-Kamera, die mit einem Micro-Four-Thirds Live MOS Sensor ausgestattet ist. Er liefert eine Auflösung von insgesamt 18,31 Megapixeln. Das Objektiv der Lumix GH 2 ist ein Zoomobjektiv mit einer beachtlichen Brennweite von 28 bis 280 Millimetern. Ebenso wie viele Spiegelreflexkameras ist das Blitzlicht der Panasonic gestaltet. Es hebt sich beim Einschalten des Blitzlichts direkt aus dem Gehäuse heraus. Auch die Bedienelemente gleichen denen der meisten digitalen Spiegelreflexkameras. So ist das Wahlrad für die Belichtungszeiten auf der Oberseite des Kameragehäuses angebracht. Direkt daneben befinden sich der Auslöser und einige andere Einstellmöglichkeiten. Die Rückseite ist ebenfalls nach dem Vorbild der großen DSLR-Kameras gestaltet mit einem 3 Zoll großen TFT Monitor und den rechts daneben angelegten Menü-Auswahlschaltern. Darüber hinaus bietet die Kamera aber auch noch ein Bedienungshighlight, das bei anderen Kameras noch sehr selten ist, denn der TFT-Monitor ist als Touchscreen beschaffen und erlaubt daher auch eine direkte Menüauswahl. Die Menüpunkte können dadurch wahlweise auf zweierlei Art angewählt werden.
Nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern auch die Handhabung der Lumix GH 2 von Panasonic gleicht dem einer Spiegelreflexkamera. Dass diese Kamera keinen Spiegel enthält, ändert nichts an verschiedenen Einstellmöglichkeiten und Programmpunkten, die das Modell bietet. Mit einer Lichtstärke von ISO 160 bis 12 800 ist die Lumix in der Lage, Rauschverhalten weitgehend zu unterdrücken. Bis zu fünf Bildern pro Sekunde können in Folge mit der Kamera aufgenommen werden. Darüber hinaus ermöglicht sie Videoaufnahmen in HD-Qualität. Das Kontrast-AF-System der Kamera baut auf 23 Punkten auf und ermöglicht dadurch scharfe Aufnahmen in verschiedenen Bildbereichen. In Verbindung mit dem Touchscreen lässt sich diese Funktion einfach und komfortabel bedienen. Die Belichtungstechniken sind mit Spot und Mittenbetonung, 39 Zonen, Belichtungskompensation und Belichtungsreihenautomatik sehr vielseitig. Die Optical Image Stabilisation erlaubt Aufnahmen im Standard- oder Schwenkmodus.
Fröhlich-bunte Urlaubsfotos
18. Jul
Die Ferienzeit ist für die meisten Hobbyfotografen die Zeit, in der sie sich ihrem Hobby besonders intensiv widmen. Sei es der Sonnenuntergang am Strand, den man sonst das ganze Jahr lang nicht zu sehen bekommt, eine besondere Architektur, das eindrucksvolle Gebirgspanorama oder einfach nur ein wunderschön türkis-blaues Meer, in kaum einer anderen Zeit bekommen Hobbyfotografen so viele reizvolle Motive vor die Linse, wie während ihres Urlaubs.
Damit die Fotos nicht dieselbe flache Wirkung haben, wie viele einfache Urlaubsfotos, suchen Hobbyfotografen natürlich auch am Urlaubsort nach den schönsten und interessantesten Motiven. Der Hobbyfotograf unterscheidet sich deshalb von Urlaubern, die einfach nur Erinnerungsfotos knipsen möchten dadurch, dass er nach Details sucht, die auf den ersten Blick nicht auffallen. Um diese Details, die häufig den besonderen Reiz eines Bildes ausmachen, auch auf dem Foto festhalten zu können, ist daher ein leichtes Teleobjektiv oder ein Telezoom-Objektiv wichtig. Hobbyfotografen, die vor allem die Natur lieben, benötigen zudem ein Makroobjektiv.
Der zweite Punkt, in dem sich die Fotos von Hobbyfotografen von einfachen Urlaubsfotos abheben, ist die Perspektive, die Hobbyfotografen gezielt auswählen und die sich von der einfachen Perspektive des Blickfeldes dadurch unterscheidet, dass sie Landschaften, Gebäude oder natürliche Sehenswürdigkeiten einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel darstellen. Eine Reihe aus bunten Holzhäusern am Strand darf dabei auch schon einmal kippen und ein Fels darf vor dem Sonnenuntergang auch schon einmal im Gegenlicht fotografiert werden, so dass er nur noch als Schatten dargestellt ist.
Interessant sind bunte, frische Farben. Gerade an einem Urlaubsort in einem Land mit einer farbenfrohen Kultur sollte man daher darauf achten, die Farbenpracht auch auf den Fotos darzustellen. Nicht zuletzt bringt auch das besondere Licht einer Landschaft oder einer Tageszeit einen besonderen Reiz mit sich. Gerade Fotos, die am Meer aufgenommen werden oder auch in den Bergen, können zu verschiedenen Tageszeiten ein ganz besonderes Licht einfangen. Um außergewöhnliche Lichtverhältnisse und Sonnenspiegelungen einfangen zu können, spielen die gewählte Blende und die Belichtungszeit eine besondere Rolle. In jedem Fall sollten verschiedene Fotos mit unterschiedlichen Einstellungen erstellt werden, um die idealen Einstellungen herauszufinden.






