Archiv für Juni 2011
Techniken für Nahaufnahmen
30. Jun
Nah- und Makrofotografie ist ein ganz eigenes Thema, das einen besonderen Reiz ausübt, denn zum einen können auf diese Weise kleine Motive überdimensional und damit sehr beeindruckend dargestellt werden, zum anderen werden Details, die mit bloßem Auge oft gar nicht erkennbar sind, deutlich herausgestellt. Ein dritter Aspekt, der für die Makrofotografie spricht, besteht in der Verfremdung und kunstvollen Darstellung stark vergrößerter Motive. Die Technik, mit deren Hilfe all diese Effekte erzielt werden können, bietet vielfältige Möglichkeiten.
Die wohl einfachste und naheliegende Methode zur Vergrößerung eines Objektes ist das Fokussieren mit dem Zoom-Objektiv. Mit einem leistungsstarken Zoom-Objektiv lässt sich eine Darstellung im Abbildungsmaßstab zwischen 1 : 10 und 1 : 4 realisieren. Werden aber besonders kleine Motive mit einem geringen Abstand aufgenommen, vergrößert sich das Motiv drastisch. Dieser Technik sind jedoch Grenzen gesetzt, denn ein Zoom-Objektiv im Tele-Bereich benötigt für die scharfe Darstellung einen Mindestabstand, der Makro-Aufnahmen deutlich erschwert. Ist ein Tele-Zoom-Objektiv nicht zur Hand, so kann ein Telekonverter hilfreich sein. Er wird zwischen Kamera und Objektiv geschraubt und macht aus deinem Normalobjektiv ein Teleobjektiv mit fester Brennweite. Telekonverter bringen den Vorteil mit sich, dass sie auch bei einer geringen Entfernung zum Motiv noch klare Fotos hervorbringen, haben aber auch den Nachteil, dass sie die Lichtstärke des Objektivs verringern.
Spezielle Nahlinsen und Vorsatzachromaten werden einfach vor das Objektiv geschraubt. Ein Nahvorsatz funktioniert wie eine Lupe und vergrößert das Motiv für die Aufnahme. Da er speziell für die Makrofotografie beschaffen ist, erlaubt er auch entsprechend kurze Abstände zum Motiv. Als Vorsatzlinse lässt sich sogar ein vollständiges Objektiv einsetzen. Mit Hilfe eines Adapterringes setzt man zum Beispiel ein leichtes Weitwinkelobjektiv vor ein Teleobjektiv mit einer geringen Brennweite. Die Frontlinsen beider Objektive müssen entweder gleich groß sein oder die Linse des vorgesetzten Objektivs muss einen größeren Durchmesser haben, als die Linse es ersten Objektivs. Weitere Instrumente für Makroaufnahmen sind Geräte, die den Auszug verlängern.
Farbton und Farbsättigung mit Photoshop bearbeiten
28. Jun
Strahlende, ansprechende Fotos sind farbenfroh, sollten aber nicht mit zu grellen Farben überhäuft sein, denn das würde die Bildwirkung stören und den Betrachter überfordern. Gleichzeitig sollen Farben brillant und glanzvoll erscheinen. All das lässt sich bei der Erstellung einer Fotografie nicht immer ideal realisieren. Nicht immer hat der Fotograf Einfluss auf die Farben des Motivs und nicht immer sind die gegebenen Lichtverhältnisse ideal, um Farben den nötigen Glanz zu verleihen. Insbesondere bei Tageslicht-Aufnahmen ist der Fotograf weitgehend auf die gegebenen Lichtverhältnisse angewiesen. Dank der vielfältigen technischen Möglichkeiten von Photoshop ist es kein Problem, Farben nachträglich die notwendige Brillanz und Glanzwirkung zu verleihen. Das ist auf verschiedene Arten möglich. Zum einen bietet Photoshop die Auto-Farbkorrektur, mit der erste Verbesserungen vorgenommen werden können. Auch durch eine Anpassung der Dynamik, die von Photoshop als Werkzeug zur Verfügung gestellt wird, können gute Ergebnisse erzielt werden.
Vielfältigere Möglichkeiten aber bieten die Werkzeuge unter dem Menübefehl Farbton/Sättigung. Vor der Bearbeitung eines Bildes sollte man nie versäumen, eine Kopie zu erstellen. Auf diese Weise kann man, wenn die Bearbeitung nicht zum gewünschten Ergebnis führt, noch einmal mit weiteren Kopien von vorn beginnen. Nun hat man zahlreiche Möglichkeiten, ein Bild farblich zu beeinflussen und sogar ein Schwarz-Weiß-Bild daraus zu erstellen. Das häufigste Problem aber, das Fotografen in Bezug auf die Farbe haben, sind Farbstiche. Sie lassen sich ganz einfach beheben. Zu diesem Zweck wählt man aus dem Drop-Down-Menü exakt die Farbe aus, die entfernt werden soll. Mit einem Schieberegler lässt sich die Intensität einstellen. Schließlich wird der zweite Schieberegler vollständig nach links gesetzt, um eine Farb-Entsättigung vorzunehmen.
Soll nur eine Farbe im Bild hervorgehoben oder besonders kräftig dargestellt werden, so ist das ebenfalls mit dem Farbton/Sättigung-Werkzeug möglich. Zu diesem Zweck wird die Farbe, die bearbeitet werden soll, im Drop-Down-Menü gewählt. Anschließend markiert man die Bildteile, die mit dieser Farbe bearbeitet werden sollen. Mit Hilfe der Pipette, die Photoshop ebenfalls zur Verfügung stellt, können weitere Einstellungen vorgenommen werden. Zum Schluss werden wiederum die Schieberegler betätigt, um die Farbintensität verändern.
Blumen eindrucksvoll darstellen
28. Jun
Blumen sind als Motive reizvoll und beliebt bei vielen Hobby- und Profifotografen. Besondere Wirkung strahlen Blumen aus, wenn sie in großer Menge auf einer bunten Blumenwiese sind oder als üppiger Strauß gebunden. Aber auch einzelne Blüten können bildfüllend vor einem entsprechenden Hintergrund imposant dargestellt werden. Den interessantesten Anblick bietet eine Blüte in der Ansicht von oben und vor einem schwarzen Hintergrund erzeugt eine helle Blüte eine besonders geheimnisvolle Wirkung. Sie tritt aus der Dunkelheit hervor und dominiert aus dieser eher seltenen Perspektive allein das Bild.
Um eine solche Fotografie zu erstellen, bedarf es einiger Vorbereitungen. Allein für die Perspektive muss die Blüte von oben fotografiert werden. Gleichzeitig muss aber auch genügend Tageslicht vorhanden sein, um die notwendige Schärfentiefe zu erreichen, zumal der schwarze Hintergrund einen Großteil des Lichts verschluckt. Ideal ist ein schwarz ausgekleideter Karton, der vor einem Fenster positioniert wird. In der Mitte des Kartons fixiert man die Blume gerade und so, dass allein die Blüte vor dem schwarzen Hintergrund erkennbar ist. Ideal ist eine schmale und sehr enge Vase, die von der Blüte vollständig verdeckt wird und sie fest umschließt, damit sie gerade steht und eine exakte Draufsicht ermöglicht. Sollten anschließend noch Details von Blättern oder der Vase erkennbar sein, können sie bei der Bildnachbearbeitung mit schwarzem Pinsel überdeckt werden. Gleichzeitig muss genügend Tageslicht auf die Blüte fallen, um sie detailliert zu belichten, gleichzeitig aber eine etwas diffuse Wirkung zu erhalten. Für die Aufnahme ist die Verwendung eines Stativs notwendig, auf dem die Kamera rechtwinklig nach vorn gekippt werden kann.
Die Fotografie gelingt nicht mit automatischen Kameraeinstellungen. Vielmehr sind dazu eine manuelle Blende und manuelle Belichtungszeit erforderlich. Die Blende sollte möglichst einen mittleren Wert haben, um die klaren Konturen der Blüte zu erhalten. Die Belichtungszeit sollte aufgrund des dunklen Hintergrunds vergleichsweise lang sein. Ideale Ergebnisse erzielt man mit Belichtungszeiten zwischen 1/10 und 1/30 Sekunde. Für die nötige Bildschärfe sollte kein allzu hoher ISO-Wert gewählt werden. Optimal ist ein Wert von ISO 200.
Flexibler Hintergrund für Hobbyfotografen
20. Jun
Für bestimmte Fotografien spielt ein gut gewählter Hintergrund eine wichtige Rolle. Das ist insbesondere bei Porträtaufnahmen der Fall, aber auch für Aufnahmen von Gegenständen, die allein das Bild zieren sollen. Ein unruhiger Hintergrund kann schnell vom eigentlichen Motiv ablenken und würde das ganze Bild zerstören. Profis haben daher in ihren Fotostudios verschiedene Hintergründe zur Auswahl, die wie Rollos einfach hintereinander angebracht sind und bei Bedarf herunter gezogen werden können. Als Hobbyfotograf verfügt man natürlich über derartige Mittel nicht. Für Porträtaufnahmen bieten sich daher vorhandene Hintergründe an, z. B. eine einfarbige Wand und für besonders kunstvolle Aufnahmen auch ein Spiegel. Letzterer birgt allerdings einige Probleme, da Porträtaufnahmen in Räumen mit Blitz erstellt werden müssen. Steht ein einfarbiger Hintergrund nicht zur Verfügung, dann muss mit verschwommenem Hintergrund gearbeitet werden, der je nach farblicher Gestaltung auch recht reizvoll sein kann.
Besonders vielfältige und flexible Hintergründe stellen Computermonitore dar. Hobbyfotografen, die über einen vergleichsweise großen Monitor verfügen und kleinere Dinge fotografieren möchten, können diese Möglichkeit nutzen. Einfach das gewünschte Hintergrundmuster auf den Bildschirm laden und die zu fotografierenden Gegenstände davor positionieren. Auf diese Weise können einfache Gegenstände zu einem harmonischen Gesamtbild gefügt werden. Es lassen sich sogar kleine Spielzeuge in eine Landschaft integrieren, die den Hintergrund auf dem Bildschirm bildet. Natürlich ist es auch nicht so ganz unkompliziert, in einen Bildschirm hinein zu fotografieren. Da dieser Hintergrund an sich schon beleuchtet ist, kann man auf den Blitz verzichten. Ideal ist die Verwendung eines Tischstativs, da sich dadurch natürlich Verwacklungen vermeiden lassen. Mit den Einstellungen der Kamera muss man bei diesen Aufnahmen ein wenig tricksen. Dank des Stativs können auch etwas längere Belichtungszeiten gewählt werden. Sie sollten jedoch nicht zu lang sein, weil durch den beleuchteten Bildschirm schnell eine Überbelichtung entstehen kann. Um die Gegenstände vor dem Hintergrund zu platzieren, reicht es oft aus, eine Schachtel oder einen anderen höheren Gegenstand vor den Bildschirm zu stellen, auf dem das Motiv abgestellt werden kann. Allerdings sollte diese künstliche Erhöhung nicht im Bild erscheinen.
Nikons neueste Entwicklung, die D5100
12. Jun
Einige interessante Neuigkeiten hat der Nachfolger der Nikon D5000, die D5100, zu bieten. Neben Fotos bietet diese digitale Spiegelreflexkamera die Möglichkeit, Filme in Full HD-Qualität aufzunehmen. Wie inzwischen bei den neuen Modellen vieler Hersteller lässt sich auch bei der Nikon D5100 der Monitor drehen und schwenken und erlaubt daher Aufnahmen aus vielen denkbaren Winkeln. Aber dabei handelt es sich lediglich um eine wirkungsvolle Äußerlichkeit, die völlig neue Aufnahmeperspektiven hervorbringt. Im Innenleben der Kamera verbergen sich zusätzlich zahlreiche weitere Features, die insbesondere Freunde der kreativen Fotografie erfreuen werden.
Weitere technische Details der D5100 sind die Größe des Monitors mit drei Zoll und die Auflösung der Bilder mit 921 000 Pixeln. 16,2 Megapixel löst der CMOS-Sensor im DX-Format auf. Das Bildverarbeitungs-System Expeed 2 weiß gleichzeitig die Sonsorleistung optimal auszunutzen. Der Live View Modus ist schnell und problemlos über den leicht erreichbaren Schnapphebel einzuschalten. Interessant ist, dass die Motivautomatik der Kamera automatisch nach einem passenden Programm zur Erzielung der optimalen Einstellungen für das jeweilige Motiv sucht. Mit dem permanenten Autofokus sind Motive stets scharf abgebildet.
Wer besondere Freude an der kreativen Fotografie hat, dürfte sich besonders über den Effektmodus der Nikon D5100 freuen. Sie kommen nicht nur bei der Fotografie zum Einsatz, sondern auch bei der Erstellung der Full-HD-Filme mit 1080 Pixeln. Sieben verschiedene Effekte bietet die D5100 ihrem Nutzer. Mit der Selektiven Farbe ist zum Beispiel ein besonderer Effekt bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen möglich. Bis zu drei Farben bietet diese Funktion, die innerhalb des ansonsten schwarz-weißen Bildes dargestellt werden können. Mit dem Miniatureffekt erscheinen Fotos und Filme wie Nahaufnahmen von Miniaturmodellen. Da der Effektmodus direkt vom Live-Modus aus über das Funktionswählrad erreichbar ist, lässt sich der Effekt bereits vor der Aufnahme darstellen und seine Wirkung überprüfem. Mit Hilfe einer Taste, die direkt neben dem Aufnahmeknopf platziert ist, kann jederzeit zwischen dem Foto- und dem Videomodus umgeschaltet werden. Zahlreiche weitere Funktionen und das Stereomikrofon ME-1 gestalten die Nikon D5100 insgesamt zu einer außergewöhnlich reizvollen DSLR-Kamera.







