Archiv für Mai 2011

Weichzeichner

Gaußscher Weichzeichner und andere Methoden

Die einfachste und bekannteste Möglichkeit, das Motiv eines Bildes oder Teile des Motivs besonders weich und daher ein wenig unscharf erscheinen zu lassen, stellt in der modernen Digitalfotografie die Verwendung des Gaußschen Weichzeichners dar. Dabei handelt es sich um eine Bildbearbeitungssoftware, die in allen größeren Programmen enthalten ist und der nachträglichen Veränderung des Bildes dient. Tatsächlich geht die Bezeichnung des Weichzeichners auf den Physiker Johann Carl Friedrich Gauß zurück, obwohl dieser zu einer Zeit lebte, in der an Fotografie noch nicht zu denken war. Aber die Technik beruht auf der Gaußschen Normalverteilung und gab der Software daher ihren Namen. Die Funktionsweise ist denkbar einfach, denn das Programm errechnet die Kontraste nebeneinander liegender Pixel im Bild und reduziert sie dann.

Eine andere, ebenfalls einfache Methode der Weichzeichnung kommt bereits bei der Aufnahme der Fotografie zum Einsatz. Der Weichzeichner-Filter. Er wird einfach vor das Objektiv geschraubt und bringt die typischen Unschärfen ins Bild. Weichzeichner-Filter werden in verschiedenen Ausprägungen angeboten, so dass nur das Zentrum scharf dargestellt ist oder der Wischeffekt sich über eine Seite des Bildes erstreckt.

Der Effekt der Unschärfe lässt sich aber auch ohne Gaußschen Weichzeichner oder Weichzeichner-Filter herstellen. Zum einen bieten die bekannten Bildbearbeitungsprogramme auch andere Möglichkeiten der nachträglichen Weichzeichnung, zum anderen kann aber auch ganz ohne Filter bereits mit der Kamera ein ähnlicher Effekt erzeugt werden. Aufnahmen, die mit einer weit geöffneten Blende bei vergleichsweise langer Belichtungszeit erstellen werden, haben insgesamt eine unscharfe Wirkung. Häufig ist gerade der Vordergrund noch scharf dargestellt, während der Hintergrund verschwimmt. Mit dieser Methode ist jedoch eine gezielte Weichzeichnung, wie sie in der Bildnachbearbeitung eingestellt werden kann, nicht möglich. Reizvoll sind aber gerade auch Bilder, die nur zu den Rändern hin unscharf auslaufen oder die einmal einen scharfen Hintergrund bei unscharfem Vordergrund darstellen. Derart verfeinerte Methoden bietet nur die passende Software mit ihren Weichzeichner-Einstellungen.

GoPro HD Surf Hero – Die Kamera für die eigene Action-Welt

Sportler, insbesondere Wassersportler, erhalten durch die GoPro HD Surf Hero Kamera nun die Möglichkeit, Videos und Fotos aus der Aktion heraus zu erstellen. Diese Kamera ist die erste Actionkamera der Welt, die Bilder in vollkommener HD-Qualität aufzeichnet. Eine Actionkamera ist die GroPro HD Surf Hero deshalb, weil sie eine umfassende Ausstattung mit sich bringt. Daher lässt sie sich auf Surfbrettern, Skiern oder Kiteboards befestigen. Auch eine Befestigung für den Fahrradlenker oder andere ähnliche Sportgeräte sowie für Helme ist im Lieferumfang der Kamera enthalten. Für die Aufnahme von Fotos ist noch die Betätigung des Auslösers erforderlich, der allerdings auch im Wege des Fernauslösers bedient werden kann. Besonders interessant ist aber die Möglichkeit,  atemberaubende Sport- und Actionvideos aus einer einzigartigen Perspektive zu erstellen. Dazu wird die Kamera am Sportgerät befestigt, eingeschaltet und schon kann es losgehen. Die GoPro HD Surf Hero liefert Bilder in HD-Qualität aus der Perspektive des Sportgeräts und aus der Bewegung heraus. Speziell für den Einsatz beim Wassersport kann die Kamera in einem wasserdichten und stoßfesten Gehäuse aus Klarsicht-Kunststoff verpackt werden.

Eine technische Besonderheit der Surf Hero ist das extreme Weitwinkelobjektiv mit einem Winkel von 170 Grad. Hochwertige Slow-Motion-Aufnahmen erhöhen den Effekt. Dank des Schwachlichtverhaltens der Kamera mit 1.4 Lux ist die GoPro HD Surf Hero auch unter schwierigen Lichtverhältnissen in der Lage, hochwertige Fotos zu liefern.

Bei der GoPro HD Surf Hero handelt es sich um eine schlichte und vergleichsweise preisgünstige Kompaktkamera mit einer Fixfocus Linse, die von 6 m bis zu unendlicher Entfernung einsatzbereit ist. Sie bietet die Blende f/2.8 und nimmt in der Super-Weitwinkel-Funktion Fotos mit 720 x 960 Pixeln auf. Die Videoauflösung erfolgt mit 1920 x 1080, 1280 x 720 oder 1280 x 960 Pixeln abhängig von der gewählten Datenrate. Die Kamera ist mit einem Sensor vom Typ 1/2.5 Zoll HD CMOS, 2,2qm Pixel ausgestattet und speichert komprimiert Videos als mp4-Format. Belichtung und Weißabgleich erfolgen automatisch entsprechend der gewählten Einstellung. Die Speicherung ist auf SD-Speicherkarten mit einer Kapazität von 32 GB möglich. Die Kamera verfügt über zahlreiche Anschlüsse, um die Fotos direkt auf den PC zu überspielen oder auf dem TV-Gerät anzusehen.

Die Canon EOS 600 D bringt Bewegung in die digitale SLR-Fotografie

Als Nachfolger der Canon EOS 550 D zeigt die EOS 600 D oberflächlich kaum Unterschiede. Einige Schalter befinden sich an anderen Positionen, aber ansonsten scheint auf den ersten Blick alles gleich geblieben zu sein. Wäre das der Fall, hätte Canon jedoch keine neue Kamera entwickeln und auf den Markt bringen müssen. Also müssen die vorgenommenen Veränderungen wohl im Herzen der Kamera stecken. Eine äußerliche Neuerung gibt es jedoch, die aber erst auf den zweiten Blick deutlich wird. Die EOS 600 D ist eine der ersten digitalen Spiegelreflexkameras, die wie ihre kleineren Geschwister, die Kompaktkameras, mit einem beweglichen Display ausgestattet ist.

Die Canon EOS 600 D ist mit einem 18 Megapixel Sensor ausgestattet sowie mit dem ebenfalls schon von der EOS 550 D bekannten Digic-4-Bildprozessor. Die Lichtempfindlichkeit der EOS 600 D reicht von ISO 100 bis ISO 6 400 und kann bis auf ISO 12 800 erweitert werden. Die Funktionen der Kamera sind vielfältig. Dazu zählen 9 AF-Messfelder mit 63 Messzonen sowie die für SLR-Kameras typischen Programmvariationen mit der manuellen Belichtungsfunktionen, der Zeitautomatik, der Blendenautomatik und der Programmautomatik, die zusätzlich eine Shiftfunktion enthält. Darüber hinaus bietet die EOS 600 D eine Vollautomatik ohne Blitzeinsatz sowie eine Kreativautomatik und fünf Motivprogramme. Auch die Moviefunktion gab es bereits bei der EOS 550 D. Neu ist das Programm Scene Intelligent Auto. Dabei handelt es sich um eine erweiterte Vollautomatik, die selbst das Motiv erkennt und die notwendigen Einstellungen für eine optimale Aufnahmequalität vornimmt.

Die weiteren Einstellungsmöglichkeiten der EOS 600 D sind so vielfältig, dass fast die Befürchtung aufkommen könnte, es würde unübersichtlich. Nicht nur, dass es sechs verschiedene Bildstile in der Voreinstellung gibt. Vielmehr kann jeder dieser Stile nochmals mehrfach beeinflusst werden in Bezug auf Farbton, Farbsättigung, Kontrast und Schärfe sowie zusätzlicher Bildeffekte.  Drei eigene Stile können auf freien Speicherplätzen noch hinzugefügt werden. Zahlreiche Funktionen zur Bildnachbearbeitung ermöglichen die nachträgliche Veränderung von Motiven, unter anderem auch in Fisheye-Fotos.

Fotoalbum als ganz persönlicher Bildband

Bereits seit längerem sind selbst gebastelte Kalender mit persönlichen Fotos beliebte Geschenke, insbesondere in der Weihnachtszeit. Die dazu notwendigen Kalender-Rohlinge sind in Kaufhäusern, im Buchhandel und im Schreibwaren-Handel erhältlich. Sie sind als Monatskalender auf jedem Blatt mit dem entsprechenden Kalendarium bedruckt. Darüber befindet sich Platz, um Fotos einzukleben. Inzwischen wurden diese einfachen Bastelkalender von einer neuen Software überholt, mit der sich die Fotos direkt in die Kalenderblätter einfügen und anschließend ausdrucken lassen. Die Programme bieten neben dem Kalendarium auch verschiedene gestalterische Elemente, um jedem Kalenderblatt ein anderes Layout zu verleihen. Der Ausdruck kann am heimischen Computer erfolgen, aber auch im Fotostudio. Dort stehen Hochleistungsdrucker zur Verfügung, die dem Kalender eine professionelle Grafik verleihen. Darüber hinaus können die Kalender dort wunschgemäß gebunden werden.

Die neueste Entwicklung auf dem Gebiet der Fotobearbeitung sind Fotobücher, die das herkömmliche Fotoalbum ersetzen. Die Fotobücher lassen sich ebenfalls mit der entsprechenden Software so bearbeiten, dass jede Seite ein individuelles Layout erhält. Auch hier erfolgen Ausdruck und Bindung im Fotostudio. Das eigene Fotoalbum wird durch diese Bearbeitung zu einem imposanten Bildband für das Bücherregal. Jeder Urlaub, Familienfeste oder spezielle Themen, zu denen Fotos erstellt wurden, werden als Fotobuch zu einem beeindruckenden Bildband, den sich jeder gerne ansieht. Die Fotos werden in einem Fotobuch nicht einfach Seite für Seite eingefügt, sondern das Grundlayout der angebotenen Fotobücher ist allein schon sehr attraktiv. In dieses Layout lassen sich Fotos in unterschiedlichen Formaten und Positionierungen einfügen. Dazwischen tragen ganzseitige Fotos zu einem abwechslungsreichen Erscheinungsbild bei.

Alle Bilder können mit eigenen Titeln und kleinen Begleittexten versehen werden. Die Bindung erfolgt auf Wunsch als Spiralbindung oder wie bei jedem professionellen Bildband mit einem geleimten Buchrücken. Das Fotobuch erhält einen Hart-Karton-Einband, der ebenfalls mit individuellen Fotos ergänzt werden kann. Bezüglich des Formats besteht eine Auswahl von kleinen Fotobüchern im Postkartenformat bis hin zum imposanten Bildband in einer Größe, die ähnlich dem DIN-A 4-Format ist.

Aktaufnahmen und verführerische Posen

Foto: Chip

Viele Hobbyfotografen lieben die Landschaftsfotografie, andere sehen einen besonderen Reiz darin, Menschen in den unterschiedlichsten Situationen darzustellen. Die meisten haben aber doch sehr vielfältige Ansprüche an ihre eigenen Fähigkeiten und versuchen sich daher auf allen Gebieten einmal. Einen besonderen Reiz üben stilvolle Aktfotografien aus, die nicht einfach platt und schon gar nicht pornografisch wirken sollen. Eine künstlerische und dabei doch leicht erotische Ausstrahlung macht den besonderen Stil einer Aktaufnahme aus. Diesen Anspruch zu erfüllen, ist eine der schwierigeren Aufgaben in der Fotografie. Grundsätzlich gibt es verschiedene Wege, an diese Aufgabe heranzugehen und welchen Weg ein Hobbyfotograf beschreitet, hängt natürlich auch von seinem persönlichen Geschmack ab. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen der klassischen Aktaufnahme, dem verdeckten Akt oder dem Aktporträt. Eine Aktfotografie kann kühl, romantisch oder schlicht und sehr kunstvoll gestaltet sein.

Foto: View Stern

Da es hier ein breites Spannungsfeld gibt und auch die technische Einstellung eine besondere Herausforderung darstellt, werden spezielle Workshops und Kurse zu diesem Thema angeboten. Ein Aktporträt konzentriert sich trotz des nackten Körpers vorwiegend auf das Gesicht des Modells. Es ist eine besondere Kunst, den Blick zunächst auf das Gesicht zu lenken und den Körper in den Hintergrund rücken zu lassen, da allein das Motiv natürlich einen starken Reiz ausübt. Dieses Ziel erreicht man zum einen durch die Pose des Modells, die das Gesicht bereits in den Vordergrund rückt, aber auch durch die Position des Fotografen. Leichte Unschärfen im Bereich des Körpers und eine schärfere Darstellung des Gesichts sind eine sehr schöne Methode. Reizvoll sind auch Aufnahmen eines liegenden Modells, das den Großteil des Körpers verdeckt, indem es z. B. auf dem Bauch liegt. Der größte Teil des Körpers lässt sich nur erahnen, was den Reiz nochmals erhöht. Diesen Effekt erzielen auch verdeckte Aktaufnahmen, bei denen gerade der Genitalbereich durch die Pose des Modells so verdeckt ist, dass man ihn nur ansatzweise erkennt. Eine beliebte Methode in der Aktfotografie ist die Low-Key-Technik, die sich insbesondere für Schwarz-Weiß-Aufnahmen eignet.