Archiv für Februar 2011
Art Filter – der neue Trend zur kreativen Fotografie
28. Feb
Vor dem Beginn des digitalen Zeitalters war kreative Fotografie reizvoll, konnte aber recht aufwändig sein. Für viele Effekte benötigte man spezielle Tricklinsen wie Prismen- oder Stern-Linsen, Weichzeichner oder Farbeffekt-Linsen, die vor das Objektiv geschraubt wurden. Andere Effekte, wie Fotos mit gewölbten Motiven, waren nur mit speziellen Objektiven möglich, in diesem Fall dem teuren Fisheye-Objektiv. Darüber hinaus gab es Ansichten wie den Sepia-Effekt, die vom Fotografen selbst gar nicht erzeugt werden konnten. Dieser Effekt war erst im Fotolabor oder nur unter Verwendung speziellen Filmmaterials möglich. Für Schwarz-Weiß-Aufnahmen benötigten Fotografen einen Schwarz-Weiß-Film mit der Folge, dass sie eine ganze Reihe schwarz-weißer Aufnahmen erstellen mussten. Wie einfach ist doch das Fotografen-Leben im digitalen Zeitalter geworden. Fotos können wahlweise schwarz-weiß oder farbig ausgegeben werden oder sogar in beiden Varianten. Der Sepia-Effekt lässt sich selbst mit einfachen Bildbearbeitungsprogrammen erstellen und eine vollständige oder partielle Farbsättigung ist ebenfalls dank intelligenter Software möglich.
Einer der ersten Kamera-Hersteller, der seine Systemkameras mit besonderen Artfiltern ausstattete, die bereits beim Erstellen der Aufnahme eine Auswahl zwischen verschiedenen Effekten bieten, war Olympus. Viele weitere Hersteller folgten diesem Beispiel und packten verschiedene Artfilter in das Software-Paket ihrer Produkte. Inzwischen sind Kompaktkameras, Systemkameras und Spiegelreflexkameras verschiedener Hersteller mit diesen kreativen Programmen versehen. Sternchen, Schwarz-Weiß-Aufnahmen, Sepia-Tönungen, Farbverstärkungen, Weichzeichner, Fischaugeneffekt, Diorama, Postereffekt, Monochrome-Effekt, Lochkamera-Effekte, Farbton-Veränderungen bis hin zum Pop-Art-Effekt und der klare Skylight-Filter sind bereits in der Software der Kamera enthalten und müssen nun auch nicht mehr auf die Bild-Nachbearbeitung warten. Einige der Art-Filter lassen sich zusätzlich in der Intensität verändern. So kann der Fisheye-Effekt einfacher oder stärker ausfallen und der Stern-Filter bietet eine Auswahl bezüglich der Anzahl der Sterne.
Nicht jede Kamera bietet all diese Effekte, sondern die Hersteller sind bemüht, sich voneinander abzusetzen und statten ihre Produkte daher mit unterschiedlichen Art-Filtern aus. Manche Hersteller stellen die Art-Filter nicht besonders heraus, sondern fügen sie in die Motivprogramme ein. Der Diorama-Effekt zum Beispiel stellt nur die Bildmitte scharf dar, während der obere und untere Rand weichgezeichnet wird. Dieser Effekt ist ein Versuch, auch Kompakt- und Systemkameras die Möglichkeit von Aufnahmen mit einem unscharfen Hintergrund zu geben, wie er sonst fast nur mit Spiegelreflexkameras erzielt wird.
Bedienerfreundliche Menüführung und Kult-Design – Olympus E-PL2
28. Feb
Die neueste Systemkamera von Olympus, die E-PL2 ist ein Modell der sogenannten Pen-Serie des Herstellers. Die Kameras dieser Serie zeichnen sich durch außergewöhnliche Features aus sowie durch große Zubehör-Pakete. Auf den ersten Blick sticht dem Betrachter das klassische, außergewöhnliche Design der Olympus E-PL2 ins Auge. Die Kamera ist in verschiedenen Farbkombinationen mit silber-schwarzem, einfarbig schwarzem und weiß-silbernem Gehäuse verfügbar sowie in einem aufregenden Dunkelrot mit schwarz. Passend dazu bietet Olympus auch die Objektive in Silber oder Schwarz an. Als nächstes fällt die handliche Größe der Systemkamera auf. Selbst mit angeschlossenem Zoom-Objektiv findet die Kamera in einer Handfläche Platz. Sie ist 115,4 x 72,7 x 42 Millimeter groß und das Gehäuse wiegt gerade einmal 317 Gramm.
Genug der Äußerlichkeiten, denn die Olympus E-PL2 hat auch eine Menge an technischen Raffinessen zu bieten. So ist die Kamera mit einem Live Wheel ausgestattet, einem leicht erreichbaren Drehrad an der Rückseite, mit dem Einstellungen schnell und unkompliziert vorgenommen werden können, ohne dass der Fotograf sich dazu erst in das Menü einfinden muss. Der bereits vom Vorgängermodell bekannte Live Guide ist nun auch für Video-Aufnahmen verfügbar und bietet mit nützlichen Tipps und Tricks einen kleinen Lerning-by-doing-Kurs zur Verbesserung der Aufnahmen an. Mit den neuen Art-Filtern zu den Themen Pop Art, Weichzeichner, Körniger Film, Lochkamera, Modellbau und Dramatic-Tone erweitert Olympus das kreative Potential der neuen Systemkamera.
Der Bildsensor der Olympus E-PL2 ist ein 4/3“ Highspied Live MOS Sensor mit einer Auflösung von 13,1 Megapixeln und RGB-Filter. Das Fokussiersystem ist abhängig von den gewählten Objektiven und reicht von 11 automatischen bis zu 225 manuell auswählbaren Punkten. Das Belichtungssystem erlaubt eine Einstellung von Programmautomatik, Verschlusszeitvorwahl und Blendenvorwahl. Es lässt aber auch eine vollständig manuelle und automatische Belichtungseinstellung zu. Über 20 Aufnahmeprogramme sorgen für eine perfekte Kameraeinstellung in allen typischen Aufnahmesituationen. Sogar eine Mehrfachbelichtung lässt sich bei der E-PL2 einstellen. Der Sensor hat eine Lichtempfindlichkeit von ISO 200 bis 6400, wobei die einzelnen Schritte manuell oder automatisch angewählt werden können. Die Verschlusszeiten reichen von 1/4000 bis zu 60 Sekunden. Zahlreiche Bildbearbeitungsprogramme, Weißabgleich und Serienbildaufnahmen bietet die Kamera mit dem 3 Zoll großen Display zusätzlich.
Richtig blitzen – eine Wissenschaft für sich
23. Feb
Eine der kritischen Situationen beim Fotografieren ist die Aufnahme mit Blitzlicht. Diese segensreiche Erfindung ermöglicht Fotografien auch in der Dunkelheit und da moderne Kameras mit integrierten Blitzgeräten ausgestattet sind, sind auch auf die Schnelle einmal Schnappschüsse in Innenräumen oder bei Dunkelheit möglich. Aber das Blitzen sorgt immer wieder auch für unangenehme und unerwünschte Nebenwirkungen. Zum einen fühlen sich Personen durch das direkte Anblitzen geblendet und neigen dazu, in diesem Moment die Augen zu schließen, zum anderen kommt es immer wieder zum Rote-Augen-Effekt. Das Blitzlicht wirkt sich auf den Augenhintergrund aus und auf dem Foto sind die Pupillen schließlich rot. Augen von Tieren leuchten grell und weiß aus dem Bild heraus oder nehmen eine ganz andere Farbe an. Zudem reflektiert der Blitz in glatten Oberflächen und Glasscheiben. All das sind Aspekte, die beim Fotografieren mit Blitzlicht beachtet werden müssen, auch wenn der Rote-Augen-Effekt heutzutage von jeder einfachen Bildbearbeitungs-Software entfernt wird.
Wer Wert auf hochwertige Fotografien mit Blitzlicht legt oder gar spezielle Blitzeffekte auf seinen Fotos vereweigen möchte, kommt mit dem integrierten Kamera-Blitz nicht aus, denn dieser geht mit dem Nachteil einher, dass er das motiv durch seine starre Lage direkt anblitzt. Spiegelreflexkameras und viele Bridge-Kameras sind zusätzlich mit einem Aufsteckschuh für ein Blitzgerät ausgestattet. Mit einem Schwenkblitz lässt sich das motiv indirekt beleuchten, so dass es nicht zu Reflektionen auf dem Foto kommt. Noch besser ist dieser Effekt durch entfesseltes Blitzen, bei dem der Blitz von der Kamera entfernt wird. Man kann ihn nun in der Hand halten und frei in den Raum blitzen oder an einer Blitzschiene seitlich der Kamera befestigen, so dass das Motiv ebenfalls nicht direkt angestrahlt wird. Blitzkabel oder Funkübertragungen ermöglichen die Auslösung des Blitzgerätes.
Die Qualität einer Blitzlichtaufnahme hängt immer auch von der Stärke des Blitzgeräts ab. Aber selbst leistungsstarke Geräte neigen dazu, den vorderen Bereich stark überbelichtet darzustellen und erreichen weiter entfernte Motive nicht ausreichend. Abhilfe schafft ein Blitzgerät mit einer hohen Leitzahl, dessen Licht natürlicher erscheint oder die Umle
nkung des Blitzlichtes über eine weiße Fläche.
Sony DSC-HX100V
19. Feb
Die Sony Cyber Shot Serie hat Zuwachs bekommen. Das neue Modell trägt den Namen DSC-HX100V und ist, wie seine Vorgängermodelle, eine kompakte Megazoom-Kamera, genau genommen eine Bridge-Kamera. Damit hat die Sony DSC-HX100V viele Eigenschaften, die ansonsten nur eine Spiegelreflex-Kamera bietet, lässt sich aber genauso leicht handhaben, wie eine Kompaktkamera. Insbesondere die Möglichkeit, verschiedene Einstellungen manuell vornehmen zu können, bringt die Bridge-Kameras den SLR-Kameras schon sehr nahe. Schon seit langem verfolgt Sony erfolgreich dieses Konzept der Bridge-Kameras, mit denen auch fotografische Laien Aufnahmen in hoher Qualität erstellen können. Sie ist mit dem Exmor R CMOS-Sensor ausgestattet und hat damit eine Auflösung von 16 Megapixeln. Videos erstellt die Kamera in Full-HD-Qualität. Sony hat den bewährten BIONZ-Prozessor optimiert und damit nochmals für einen schnelleren Autofocus gesorgt.
Eines der besonderen Highlights der Kamera ist das Objektiv. Es handelt sich um ein 30fach Zoom Objektiv mit einer Brennweite von 27 bis 810 mm, reicht also von der Weitwinkel- bis zur Tele-Brennweite. Ein optischer Bildstabilisator ist bei einer Kamera dieser Qualität ein Selbstverständnis. Die Sony DSC-HX100V wurde mit vielen interessanten Funktionen ausgestattet. Dazu zählen die Schwenkpanorama-Funktion mit intelligentem und hochauflösendem Schwenkpanorama sowie verschiedene 3D-Fähigkeiten. Automatisch erstellt die Kamera aus Bilderserien extrabreite Panorama-Aufnahmen. So lässt sich mit der 3D-Standbild-Funktion aus zwei aufeinander folgenden Bildern, die die Kamera automatisch aufnimmt, eine dreidimensionale Fotografie erzeugen.
Bilder mit unscharfen Hintergründen, wie sie ansonsten nur SLR-Kameras erzeugen können, sind mit der DSC-HX100V ebenfalls möglich. Die Kamera ist mit GPS-Funktion ausgestattet und zeigt an, wann und wo ein Foto oder ein Video erstellt wurde. Die Kamera arbeitet mit Blenden von 2,8 bis 5,6 und ist mit einer Makro-Funktion ausgestattet. Sie hat eine Gesichtserkennung und Smile Shutter sowie einen Soft-Teint-Modus. Der Weißabgleich wird unter verschiedenen Lichtverhältnissen durchgeführt, die auf Knopfdruck eingestellt werden können. Die Lichtempfindlichkeit reicht von ISO 100 bis 3200. Verschiedene Motivprogramme erleichtern die Erstellung hochwertiger Fotografien. Das LCD-Display auf der Rückseite der Kamera ist 7,5 cm groß und hat eine Auflösung von 921 600 Pixeln.
FaceFilter 2.0 – das besondere Make up für Fotos
09. Feb
FaceFilter 2.0 ist eine Bildbearbeitungssoftware, die sich ganz besondere Effekte zur Aufgabe macht. Sie verbessert sozusagen nachträglich das Make up in Gesichtern oder bringt es dort überhaupt erst an. Mit anderen Worten, mit FaceFilter lassen sich Gesichter perfektionieren. Grundsätzlich kann die Software mehr, als nur Gesichter zu bearbeiten, aber gerade hier liegt ihre ganz besondere Stärke. Auch Kratzer, Knicke und Verschmutzungen lassen sich mit FaceFilter korrigieren sowie der Rote-Augen-Effekt, eine Grundfunktion aller Bildbearbeitungsprogramme. Aber Unreinheiten, die sich auf der Haut des Modells einer Porträtfotografie befinden, Pickel, Sommersprossen oder besonders glänzende Stellen sind der Hauptaufgabenbereich von FaceFilter 2.0. Das Modell der Porträt-Fotografie erhält durch die Bearbeitung einen makellösen Teint. Darüber hinaus vermag FaceFilter sogar die Gesichtszüge zu verändern. Heruntergezogene Mundwinkel lassen sich zum Beispiel in ein strahlendes Lächeln verwandeln und schmale Lippen erscheinen plötzlich voll. Selbst eine ungünstige Nasenform wird mit FaceFilter 2.0 korrigiert, ganz ohne operativen Eingriff. Auf diese Weise eignet das Programm sich nicht nur dazu, die Qualität des Modells an die fotografische Qualität anzupassen, sondern so manches Gesicht lässt sich auch auf lustige Weise verfremden. Insofern lässt sich FaceFilter 2.0 den Morphing-Programmen zuordnen.
Die Anwendung von FaceFilter 2.0 ist ausgesprochen einfach. Die Software ermittelt automatisch die Gesichtsform und legt das Ursprungsbild als Basis ab, so dass es immer wieder neu für andere Bearbeitungen verwendet werden kann. Es besteht also nicht die Gefahr, dass das Ursprungsfoto überspeichert wird. Eine Farbanpassung lässt sich manuell oder einfach automatisch durchführen. So gelangt das Foto zu einer harmonischen Farbbalance, die ein Gesicht ernsthaft makellos erscheinen lässt. Um den Umgang mit dem Programm schnell erlernen zu können, ist ein Musterfoto enthalten, an dem alle Funktionen leicht verständlich erklärt werden. Der Benutzer kann an diesem Modell sämtliche Funktionen testen und lernt daher sehr schnell den Umgang mit FaceFilter 2.0, der durch vielfältige Masken und enthaltene Voreinstellungen nochmals erleichtert wird.
Unterwasserfotografie ist keine Hexerei
02. Feb
Eine besondere Art der Fotografie, vor der viele Hobbyfotografen Respekt haben, ist die Unterwasserfotografie. Lange Zeit war es sehr teuer, eine Unterwasserkamera anzuschaffen. Inzwischen gibt es sehr gute wasserdichte Gehäuse für Digitalkameras und relativ preisgünstig auch Kameras, die von vornherein für die Fotografie unter Wasser ausgestattet sind. Insbesondere für Freunde des Tauchsports ist die Unterwasserfotografie reizvoll, denn es ist die einzige Möglichkeit, die Eindrücke der Unterwasserwelt dauerhaft festzuhalten.
Eines der größten Probleme bei der Fotografie unter Wasser sind die Lichtverhältnisse, denn gute Aufnahmen leben vom Licht und das ist unter Wasser nicht immer gegeben. Taucher müssen ihren Motiven unter Wasser daher möglichst nahe kommen, um mit dem Blitz arbeiten zu können. Das Wasser und die darin enthaltenen Trübstoffe werden durch den Blitz sichtbar und schlucken gleichzeitig viel Licht. Mit einer optimal gewählten Perspektive lässt sich das Licht, das bis unter die Wasseroberfläche dringt, für gute Aufnahmen nutzen. Daher fotografiert man möglichst horizontal oder mit einem leichten Winkel nach oben, keinesfalls aber in Richtung der dunkleren Tiefe. Ist genügend Restlicht vorhanden, so reichen ideale Einstellungen der Belichtungszeit und Lichtempfindlichkeit unter Umständen aus, um auch ohne Kunstlicht eindrucksvolle Aufnahmen zu erzielen. Wer auch unter Wasser berücksichtigt, aus welcher Richtung die Sonne einfällt, hat zudem größere Chancen auf ein farbenprächtiges Foto.
Das zweitgrößte Problem bei der Unterwasserfotografie stellt die Auswahl der Motive dar. So lange lediglich Pflanzen, Korallen und andere feste Motive unter Wasser fotografiert werden sollen, hat der Fotograf ausreichend Zeit für die richtigen Einstellungen. Anders verhält es sich bei der Fotografie von Fischen und anderen Tieren unter Wasser. Sie reagieren schreckhaft und entfernen sich dann blitzschnell. Um die Tiere nicht zu stören und damit die Chance auf eine gute Aufnahme zu erhalten, sollte man sich unter Wasser so wenig wie möglich und nur sehr langsam bewegen. Es gehört sicherlich sehr viel Geduld dazu, aber sie wird durch außergewöhnliche und beeindruckende Aufnahmen belohnt.
Spotbelichtungsmessung mit der Nikon D 60
02. Feb
Die Spotmessung ist eine besondere Form der Belichtungsmessung, die ausschließlich auf das Motiv ausgerichtet ist und die Umgebung vernachlässigt. Fotos, die auf diese Weise erstellt werden, stellen nur das Motiv in den Mittelpunkt der Betrachtung. Man erzielt eine besondere Wirkung, wenn sehr helle oder sehr dunkle Motive vor einem kontrastreichen Hintergrund aufgenommen werden sollen, ohne dass sie dabei die gesamte Bildfläche einnehmen. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Verfahren für eine Belichtungsmessung in einer solchen Situation. Wenn eine Kamera nicht über ein spezielles Spot-Messverfahren verfügt oder so, wie bei der Nikon D 60, einer typischen Einsteigerkamera, nur die Belichtung in einem kleinen Bereich misst, besteht die Möglichkeit, dasselbe Ergebnis durch eine Belichtungskorrektur zu erzielen oder durch eine 3D-Color-Matrix-Messung. Die Spotmessung ist jedoch das genaueste Verfahren.
Die Nikon D 60 unterstützt eine Spotbelichtungsmessung innerhalb eines Durchmessers von 3,5 Millimetern in der Sucher-Mitte. Um mit der D 60 eine Spotmessung durchzuführen, wird das Autofokusfeld auf das Motiv gerichtet, und zwar auf die kontrastreichste Stelle. Soll ein helles Motiv vor einem dunklen Hintergrund gemessen werden, dann stellt man den hellsten Bereich in den Mittelpunkt der Messung, andersherum den dunkelsten. Die Belichtungseinstellung der Kamera konzentriert sich nach der Spotmessung ausschließlich auf das Motiv. Vordergrund und Hintergrund der Aufnahme können dabei unterbelichtet oder überbelichtet werden. Je nach dem Ziel des Fotografen kann das aber sogar gewollt sein.
Die Spotmessung ist das ideale Messverfahren, wenn ein vergleichsweise kleines Hauptmotiv hervorgehoben werden soll, ein Porträt im Gegenlicht zu erstellen ist oder ein Motiv trotz eines starken Licht- und Schattenwechsels in seiner Umgebung besonders dargestellt werden soll. Komplizierte und komplexe Lichtverhältnisse in der Umgebung des Motivs sprechen ebenfalls für die Verwendung der Spotmessung. Das ist zum Beispiel immer dann der Fall, wenn das Motiv hell aus einer dunklen Umgebung hervortritt oder umgekehrt. Für die Low Key Fotografie ist die Spotmessung eine wichtige Grundlage, um hochwertige Ergebnisse zu erzielen.
Schneelandschaften eindrucksvoll fotografieren
02. Feb
Manche Digitalkameras sind inzwischen mit einem Motivprogramm für Schneelandschaften ausgestattet. In diesem Fall würde die Einstellung dieses Motivprogramms unter Umständen ausreichen. Besser aber werden die Ergebnisse mit einer manuellen Belichtungskorrektur. Diese Belichtungskorrektur wird weniger über die Belichtungszeit realisiert, als über die Blende. Bis zu zwei Blendenbereiche können korrigierend verändert werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Die richtige Belichtungs-Einstellung liegt dann vor, wenn Linien und Strukturen im Schnee noch erkennbar sind. Ist das nicht mehr der Fall, dann ist das Bild überbelichtet. Um ganz sicher zu gehen, sollte man von einem reizvollen Motiv eine Bilderreihe mit verschiedenen Blenden-Einstellungen erstellen. Wenn die Kamera die Möglichkeit einer Belichtungsreihe bietet, bietet sich dieses Verfahren an. Die Kamera fotografiert dann automatisch mehrmals mit jeweils abgestuften Blendenwerten. Entweder führt einer der Belichtungswerte zum idealen Foto, oder in der Bildnachbearbeitung lässt sich im HDR-Verfahren aus den drei Aufnahmen eine neue zusammenstellen.
Ein weiteres Problem, das bei anderen Lichtverhältnissen seltener auftritt, als im Schnee, sind Schatten. Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Dieser Effekt wirkt sich auch auf die Aufnahme aus und ist vergleichbar mit dem hellen Sandstrand im Sommer. Das Ergebnis der Fotografie ist immer auch abhängig von der Tageszeit und dem damit verbundenen Licht. Die Mittagszeit mit der senkrecht am Himmel stehenden Sonne ist die ungünstigste Zeit für gute Schnee-Aufnahmen. Der Vormittag und der frühe Nachmittag mit der flacher einstrahlenden Sonne sind daher besser geeignet. Landschaften werden durch das tief stehende Sonnenlicht stärker strukturiert und die Schatten lassen sich nutzen, um Tiefe im Bild zu erzeugen.
Low Key Fotografie, das besondere Spiel mit Licht und Schatten
02. Feb
Eine der kunstvollen Arten des Fotografierens ist die Low Key Fotografie. Hier kommt es nicht darauf an, das Motiv vollständig in ein klares und ausreichend helles Licht zu rücken, sondern es ist vielmehr das Ziel des Fotografen, das Motiv zwar ausreichend belichtet, aber in vorwiegend dunklen Farben darzustellen. Beliebt ist die Low Key Technik in der Schwarz-Weiß-Fotografie, da sich die Kontraste der dunklen Farben hier stärker hervorheben lassen. Aber es gibt auch reizvolle Farbaufnahmen, wobei jedoch nach Möglichkeit eine Farbe dominiert. Gerade die Schatten, die ansonsten in der Fotografie nicht so beliebt sind, heben bei der Low Key Fotografie die plastische Wirkung des Motivs hervor. Beliebte Motive sind Stillleben, menschliche Akte oder Porträts, aber auch technische Motive eignen sich hervorragend für Low Key Aufnahmen.
Hobbyfotografen, die sich diesem speziellen Thema widmen möchten, müssen sich intensiv mit dem Bildaufbau und der Belichtung befassen. Eine exakte Belichtungsmessung ist bei dieser Technik unerlässlich, wobei vorwiegend mit der Spot-Belichtungsmessung eines Handbelichtungsmessers gearbeitet wird. Die Belichtung des Motivs erfolgt bewusst in einer abweichenden Form. Sollte ein Spot-Belichtungsmesser nicht verfügbar sein, dann besteht die Möglichkeit, mit einer Unterbelichtung zu arbeiten, die ein oder zwei Blenden beträgt. Im Zweifelsfall tastet der Fotograf sich über mehrere Belichtungsvarianten an das ideale Ergebnis heran. Low Key Aufnahmen sind fast nur bei Kunstlicht möglich, das Tageslicht würde die plastische Wirkung zerstören. Neben dem Blitz sind Scheinwerfer, die das Licht gezielt auf den Motivbereich richten, der aus der dunklen Umgebung hervortreten soll, wichtig.
Nicht nur an die Belichtungstechnik stellt die Low Key Fotografie große Anforderungen, sondern auch an die technische Ausrüstung. Eine einfache Kompaktkamera reicht daher nicht aus, um derart kunstvolle Aufnahmen zu realisieren. Mindestvoraussetzung ist eine Kamera, die Belichtungskorrekturen zulässt. Grundsätzlich ist eine Spiegelreflexkamera, die verschiedene Blenden- und Belichtungseinstellungen erlaubt, für diese Technik erforderlich.






