Einer der vielen Fachbegriffe, mit denen Profi-Fotografen tagtäglich umgehen, die dem Hobbyfotografen aber doch vielleicht ein bisschen fremdartig erscheinen, ist die Hyperflokale Distanz. Die Hyperflokale Distanz steht in einem engen Zusammenhang mit den Zerstreuungskreisen, die so beschaffen sind, dass ein Foto für das menschliche Auge gerade noch scharf erscheint.

Bild: Stern View

Dabei handelt es sich um die größte Fokussierungsentfernung, die zwangsläufig im hinteren Bildbereich einen unendlich großen Zerstreuungskreis besitzt, also deutlich unscharf ist. Aufgrund der richtigen, hyperfokalen Entfernungseinstellung verschiebt sich dieser Punkt auf eine sehr weite Entfernung. Wird das Objektiv auf die Hyperfokale Distanz ausgerichtet, dann erstreckt sich die Schärfentiefe über einen Bereich von der halben Strecke zwischen der Kamera und der hyperfokalen Entfernung mit der Folge, dass ein großer Entfernungsbereich scharf dargestellt wird. Gleichzeitig wird aber anders, als bei der Einstellung “undendlich” nicht der vordere Bildbereich unscharf, sondern ebenfalls noch in den Bereich einer ausreichenden Schärfentiefe einbezogen. Die Hyperfokale Distanz ist abhängig von der Brennweite des Objektivs und der gewählten Blende. Sie ist daher nicht immer leicht zu definieren. Um diese ideale Einstellung zu bestimmen, bietet sich eine Fokussierung im Bereich des ersten Entfernungsdrittels zum Hauptmotiv an. Um die Hyperfokale Distanz exakt berechnen zu können, ist die Kenntnis über den Cropfaktor des Sensors notwendig und ein aufwendiges Berechnungsverfahren. Im Internet sind Online-Rechner für diesen Zweck verfügbar, jedoch hat man sie beim Fotografieren selten zur Hand.

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