Das Mondlicht
Der Mond reflektiert das Licht, das von der Sonne kommt, und zwar sehr, sehr schwach. Der helle Vollmond ist fast eine halbe Million Mal schwächer als unsere Sonne. Deshalb braucht man auch für Fotos im Mondlicht lange Verschlusszeiten bei weit offenen Blenden und empfinflicher Einstellung des Sensors – schließlich liegt die Helligkeit 19 Blendenschritte unter den Bedingungen des Tageslichts.
Einen ersten Test machen Sie am besten mit einer Minute, Blende f2.8 und einer ISO-Empfindlichkeit von 200 und schauen sich das Ergebnis auf dem Display der Kamera an.
Dermaßen lange Verschlusszeiten verführen dazu, eine höhere ISO-Zahl einzustellen, aber das würde das Rauschen merklich verstärken, so dass die längere Belichtung mit normaler Empfindlichkeit vorgezogen werden sollte. Ein Stativ braucht man sowieso für solche Aufnahmen, so dass das Verwackeln kein so großes Problem ist.
Solche Aufnahmen zeigen nur durch die fehlenden Schatten und vielleicht ein paar Sterne, dass sie nachts gemacht wurden. Deshalb sollte man durchaus ein bis zwei Blendenschritte zurück gehen, um in dem Foto auch unsere normale Sicht bei Mondlicht zu treffen. Dazu gehört auch eventuell eine Verringerung der Sättigung oder eine Erhöhung des Blauwerts, um das Bild authentischer zu gestalten.













