Ein kleiner Bereich, der mit einer hellen Farbe, der sich von einem kontrastierenden Hintergrung abhebt, hat eine Sonderstellung bei den Farbbeziehungen und ist von großer Relevanz für die Fotografie.

Farbkontrast

Foto: Dr. Martin Merz, Lüdinghausen

Wenn zwischen den Farben ein deutliches Missverhältnis besteht, besonders, wenn eine davon nur in einem kleinen Bereich vorkommt, bekommt sie eine Dynamik wie der Ball beim Tennis, auf den alle Beobachter der Szene fixiert sind.

Auch in unserem Beispiel sticht eine Farbe aus einem  ansonsten sehr neutralen Bild heraus. Das Foto ist manipuliert, wie es in der Kunst, aber häufig auch in der Werbung zur Überzeichnung einer Betonung benutzt wird. Die Farbe wird zu einem überdeutlichen Akzent und das Auge wird davon wire magisch angezogen. Weil der Effekt bei einem eher zurücktretenden Hintergrund deutlicher hervorsticht, nimmt man gerne Gelb auf Blau oder Grün. Auf neutralem Hintergrund wirkt der Effekt am stärksten.

Diese besondere Form des Farbkontrastes verhält sich wie die „lokale Farbe“, wie es die Maler bezeichnen. Das ist die Farbe, die ein Objekt hätte, wenn es von Licht einer vollständig neutralen Quelle ohne jeden Farbstich angestrahlt würde.

Daher betonen solche Farbakzente weniger die Form, sondern eher die Farbigkeit eines Objekts.

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