Naturfotografie: Pflanzen
Im Frühjahr, wenn die Natur erwacht, laden das frische, helle Grün der jungen Blätter an Bäumen und Sträuchern und die farbigen Tupfer der ersten Blüten den Fotografen förmlich zu einem Fotoshooting bei Mutter Natur ein.
Allerdings sind Pflanzen eine besondere Art von Modell. Sie sind an ihren Standort gebunden und können nicht weglaufen. Doch was bei menschlichen oder tierischen Models die Arbeit des Fotografen sehr erleichtern würde, kann sich bei Pflanzenfotos auch ins Gegenteil verkehren.
Das Problem beim fotografieren von Pflanzen sind meistens andere Pflanzen, die so vor dem zu fotografierenden Gewächs verwurzelt sind, dass sie das gewünschte Motiv verdecken. Ausreißen kommt sicher nicht in Frage, aber auch das Wegbiegen der unerwünschten Pflanzen ist nicht immer die beste Lösung, denn dann zeigt das Foto die Natur nicht so, wie sie ist – es ist manipuliert.
Wenn es nicht darauf ankommt, die ganze Pflanze abzubilden, kann man sich ein Detail heraussuchen und auf dem Foto ins rechte Licht rücken. Das könnte beispielsweise ein Blütenstand oder eine einzelne Blüte sein.













