Bildaufbau mit der Drittel-Regel
Die Wirkung einer Fotografie ist nicht nur davon abhängig, ob das Bild die Aufnahme scharf und ausreichend hell darstellt, sondern auch davon, wie das Gesamtbild aufgebaut ist. Ein Foto, das einfach in Form eines Schnappschusses in eine Menschenmenge hinein oder in eine Landschaft aufgenommen wird, zeigt nicht unbedingt einen gezielten Bildaufbau. Soll aber ein Motiv, unabhängig davon, ob es sich um ein architektonisches, ein landschaftliches oder eine Person vor einem Hintergrund handelt, ins rechte Licht gerückt werden, so darf es sich nicht einfach in der Bildmitte befinden, denn ein solches Foto übt auf den Betrachter keinen besonderen Reiz aus.
Die Drittel-Regel besagt, dass ein Bild gedanklich sowohl horizontal, als auch vertikal in drei Bereiche eingeteilt wird, so dass sich insgesamt neun Felder ergeben. Motive, die sich an den Schnittpunkten der gedachten Linien befinden, ziehen den Blick des Betrachters nicht nur an, sondern lenken ihn durch das gesamte Bild. Da der Blick gewöhnlich von links nach rechts und von oben nach unten führt, sollte das Motiv an den Schnittpunkten zum linken oder rechten
und oberen Drittel angesiedelt sein. Dadurch öffnet sich das Bild dem Betrachter.














vor 3 Jahren
Das ist ja ein interessanter Ansatz. Werde das einmal ausprobieren. Danke für den Rat!
vor 3 Jahren
@Martin, viel interessanter ist es, das Motiv ganz frei im Bild zu positionieren und dabei kritisch zu betrachten, welche Positionen einem gefallen, welche nicht.
Die “Drittelregel” ist ja nur ein weiterer Zwischenschritt auf dem Weg zur wirklich freien Gestaltung, und weder Selbstzweck noch das Ende der Fahnenstange.
vor 2 Jahren
Hab noch gar nie von der 3. Regel gehört. Sehr interessant! Und wieder etwas gelernt
Danke Sam!