Bewegung fotografieren
Eigentlich widerspricht es dem Wesen der Fotografie, dass Bewegungen aufgenommen werden können, denn in der Regel führt eine Bewegung des Motivs, genauso wie eine Bewegung der Kamera während der Aufnahme, zu verwackelten und unscharfen Bildern. Bewegte Aufnahmen überlässt man daher eher der Videotechnik. Aber es kann auch gewünscht sein, eine Bewegung des Motivs im Foto festzuhalten und damit eine besondere Dynamik ins Bild zu bringen. Ein möglicherweise verwischter oder verwackelter Effekt ist bei einer gezielten Aufnahme einer Bewegung also gewünscht. Wichtig ist aber bei der Bewegungsfotografie, dass nicht das gesamte Bild unscharf wirkt, sondern lediglich ein Teil, denn nur so wird die Bewegung im Bild erkennbar. Grundsätzlich können zu diesem Zweck zwei verschiedene Verfahren angewendet werden, die bewegte und unscharfe Darstellung des Motivs bei einem starren Hintergrund oder das scharf abgebildete Motiv bei einem dynamisch unscharf wirkenden Hintergrund. Um das Motiv dynamisch vor einem scharfen Hintergrund darzustellen, bleibt die Kamera mit einer größeren Verschlusszeit unbewegt. Ideal ist die Verwendung eines Stativs, um ein solches Bild aufgrund der langen Belichtungszeit nicht zu verwackeln. Soll aber das Motiv scharf vor einem dynamischen Hintergrund dargestellt werden, arbeitet man mit einer kürzeren Verschlusszeit und bewegt die Kamera während der Verschlusszeit mit dem Motiv mit. Diese Art, eine Bewegung darzustellen, ist deutlich schwieriger, da die Kamerabewegung sich an die Geschwindigkeit des Motivs anpassen muss.













