Kreativer Umgang mit geringer Schärfentiefe
Statt gegen die geringe Schärfentiefe bei Nahaufnahmen anzugehen, kann man sie auch als gegeben hinnehmen und versuchen, das Beste daraus zu machen. Und das ist nicht etwa ein durchgängig scharfes Bild. Im kleinen Bereich wird immer irgendein Detail nicht ganz scharf sein, das Zusammenwirken von unscharfen und gestochen scharfen Bildteilen ist bei Nahaufnahmen ganz typisch.
Eine Herangehensweise, die zu sehr interessanten Bildern führt, ist das Nutzen der Attraktivität der Unschärfe an sich. Die wichtigsten Bildelemente können durch die Unschärfe von ihrer Verbindung gelöst und frei eingesetzt werden. Dabei bilden die unscharfen Bereiche, im Beispielbild das Grün hinter den Blüten, einen unscharfen Hintergrund für das scharf abgebildete eigentliche Motiv, der den Betrachter nicht davon ablenkt.
Auch verschiedene Farben im Hintergrund erhalten durch die weiche Unschärfe etwas Fließendes, das sie fast wie gesprayt aussehen lässt. Wenn man nach der richtigen Perspektive im Makrobereich sucht, kann man die Kamera bewegen und andere Positionen einnehmen. Das jeweilige Ergebnis lässt sich auf dem Display verfolgen, während man mit der Blende die Schärfentiefe verändert.














