Archiv für März 2010
Tipps gegen verwackelte Fotos
31. Mrz
Wenn die eingestellte Belichtungszeit relativ lang ist, kommt es schnell einmal zu den gefürchteten verwackelten Fotos. Da braucht der Fotograf sich nur kurz mal bewegen, wenn er den Auslöser betätigt, und schon ist es passiert. Das Verwackeln führt in jedem Fall, auch bei eingeschaltetem Autofokus, zu unscharfen Bildern. Wenn der Zoom auch aktiv ist, sind die Folgen eines Verwacklers umso schlimmer, je höher der Zoom eingestellt ist.
Um das zu vermeiden, sollte man den Fotoapparat mit beiden Händen halten und möglichst auch zusätzlich fixieren. Das kann man durch Auflegen der Kamera auf eine Mauer oder einen Zaun oder durch Anlehnen an eine Hauswand erreichen. Es hilft oft schon, wenn der Fotograf sich ein wenig an eine Wand oder Mauer anlehnt und im Moment des Abdrückens die Luft kurz anhält.
Das probateste Mittel gegen das Verwackeln ist natürlich das gute alte Stativ. Aber auch spezielle Sport- oder Action-Einstellungen moderner Digitalkameras , die die kürzest möglichen Belichtungszeiten ermitteln und einstellen, sind da sehr hilfreich.
Schärfentiefe als Mittel der Gestaltung
31. Mrz
Eigentlich versucht man ja, ein Foto so zu machen, das es möglichst scharf wird. Es gibt aber viele Motive, bei denen eine Unschärfe das Hauptobjekt mehr betont als ein gleichmäßig scharfes Bild. Dabei werden ablenkende nebensächliche Bestandteile des Bildes ausgeblendet und das Hauptmotiv dadurch besonders betont.
Eine möglichst große Blende wie f2 oder f2,8 führt zu einer sehr geringen Schärfentiefe. Alles was vor oder hinter dem Hauptmotiv liegt, wird dadurch unscharf. Ein Vorteil dieser Einstellung ist auch die daraus resultierende kürzere Belichtungszeit, die dem Verwackeln des Fotos entgegenwirkt.
Wenn Sie Landschaften fotografieren oder Architekturfotos machen, sollte das Bild überall scharf sein. In diesem Fall wählen Sie die für die Lichtverhältnisse kleinste mögliche Blendenöffnung, zum Beispiel f11 oder f16. Durch diese kleine Blendenöffnung kommt weniger Licht in die Kamera, so dass Sie die Belichtungszeit verlängern müssen. Das erhöht die Gefahr des Verwackelns, also benutzen Sie ein Stativ oder stützen Sie die Kamera an einer geeigneten Mauer oder Hauswand oder einem Baum ab.
Dynamik durch bessere Bildaufteilung
31. Mrz
Die genaue Platzierung des Hauptmotivs im Bild hat einen sehr starken Einfluss auf die Wirkung eines Fotos auf den Betrachter. Am häufigsten findet man die Motive im Zentrum des Bildes, was auch bei symmetrisch aufgebauten Objekten wie zum Beispiel bei alten Gebäuden, aber auch bei Porträts von Personen oft am besten wirkt. Andererseits wirkt die mittige Positionierung auch irgendwie ziemlich langweilig.
Hier hilft ein alter Trick, der letztlich auf dem Goldenen Schnitt basiert: Man teilt das Bild mit gedachten Linien horizontal und vertikal in drei gleiche Bereiche auf. Dadurch ergeben sich neun rechteckige Bereiche.
Das Bild sollte nun so aufgenommen werden, dass das Hauptmotiv auf einer der Randlinien des inneren Rechtecks im Bild liegt, am besten auf einem der Eckpunkte des inneren Rechtecks. Das erzeugt in aller Regel eine wesentlich dynamischere Wirkung als die Positionierung in der Mitte des Fotos und funktioniert sowohl im Querformat als auch im Hochformat.
Fotos gegen das Licht
31. Mrz
Wenn bei Gegenlichtaufnahmen das Sonnenlicht direkt ins Objektiv scheint, stellt sich die Kamera auf minimale Empfindlichkeit ein und Objekte oder Personen im Vordergrund werden auf dem Foto sehr dunkel.
Der Kontrast in Gegenlichtfotos ist immer sehr hoch. Deshalb müssen Sie entscheiden, ob die hellen Bildbereiche korrekt belichtet und damit die dunklen nur noch Schatten sein sollen oder ob Sie für den Preis der Überstrahlung noch Details in den dunklen Bereichen erkennen möchten.
Hier kann übrigens die aktuell sehr angesagte HDR-Fotografie helfen. Sie macht aus einer Belichtungsreihe von Bildern ein Foto, bei dem Sie unter voller Ausnutzung des möglichen Kontrastes sowohl in den hellen als auch in den dunklen Bereichen noch alle Details wiederfinden.
Wenn die Sonne direkt auf die Linse scheint, tauchen auf dem Foto bunte Flecken auf. Wenn Sie diesen Effekt nicht als gestalterisches Mittel haben möchten, hilft eine Gegenlichtblende oder auch die Abschirmung mit einer Pappe oder mit der Hand.
Der Unterschied zwischen optischem und digitalem Zoom
31. Mrz
Die heute üblichen digitalen Kameras verfügen sowohl über einen optischen als auch einen digitalen Zoom. Der optische Zoom (unteres Bild) arbeitet nach dem althergebrachten Verfahren über das Objektiv.
Damit kann man entfernte Motive „heranzoomen“, damit sie auf dem Foto größer und mit mehr Details erscheinen. Er ist nicht mit Verlusten behaftet und die Detailschärfe wird erhöht. Der digitale Zoom (oberes Bild) ist nur eine Vergrößerung aus der Mitte der Aufnahme heraus, die keine zusätzlichen Bildinformationen oder Details liefert.
Das macht schon sehr deutlich, dass es im Grunde kaum einen Sinn hat, den Digitalzoom zu benutzen. Im Grunde handelt es sich nur um einen vergrößerten Bildausschnitt ohne mehr Inhalt als das Gesamtbild. Da kann man den digitalen Zoom besser ganz weglassen und sich mit einem Grafik-Programm einen optimalen Ausschnitt herauskopieren. Bei vielen Kameras kann man den digitalen Zoom auch komplett abschalten. Der optische Zoom ist in jedem Fall die bessere Wahl!
Fotografieren von Lebensmitteln
31. Mrz
Sie kennen die Angebote von Speisen in Schnellrestaurants, die die leckeren Angebote auf Hochglanz-Fotos und dazu die Preise der Leckereien zeigen. Und einem hungrigen Menschen läuft meist schon beim Anblick dieser appetitanregenden Bilder das Wasser im Munde zusammen. Deshalb möchten wir Ihnen einige Tipps für das Fotografieren echter Lebensmittel geben.
Benutzen Sie keinen Blitz! Es ist zwar schwierig, einen Eisbecher mit heißen Fotolampen zu fotografieren, denn recht schnell läuft das Eis am Becherrand herunter und macht einen unsauberen Eindruck. Aber ein Blitz macht alles flach.
Gehen Sie nah heran! Benutzen Sie die Makroeinstellung Ihrer Kamera, die meist mit einer Blume gekennzeichnet ist, damit der gewünschte Bereich des Tellers im Fokus ist.
Wischen Sie die Kanten des Geschirrs und der Gläser ab! Lassen Sie weder Schmutz noch schmierige Fingerabdrücke auf dem Teller.
Es gibt Gerichte, die sich einfach nicht ansprechend fotografieren lassen. Dazu gehören zum Beispiel solche, bei denen alles eine Farbe hat oder aber Teller mit braunen Saucen.
Das JPG- Dateiformat für Fotos
30. Mrz
Bei digitalen Fotos findet man am häufigsten das JPG-Dateiformat, weil es in der Lage ist, die Bilder auf die kleinste Dateigröße zu reduzieren. Dadurch kann man in einer digitalen Kamera mit gegebenem Speicherplatz mehr Bilder speichern als bei einem nicht komprimierenden oder einem verlustfrei komprimierenden Format wie zum Beispiel TIFF.
Die Kompression und damit die Qualität der Abbildung ist einstellbar, wobei der Wert 100 für bestmögliche Qualität aber auch für die größtmögliche Datei steht. Dabei kann das Format über 16 Millionen Farben darstellen. Transparente Bereich wie bei den Formaten GIF oder PNG werden nicht unterstützt.
Das Format hat aber auch einige Nachteile. Generell ist es mit Verlusten behaftet. Das bedeutet im Klartext, dass jede neue Speicherung, zum Beispiel nach einer Bearbeitung, die Qualität verschlechtert. Bei harten Übergängen im Bild können sich an diesen Kanten sogenannte Kompressions-Artefakte bilden und zwar umso stärker, je stärker die Datei komprimiert wurde. Im rechten Bild erkennen Sie diese Artefakte bei einer Qualität von 30.
Endlich Urlaub… Heute: Landschaften
30. Mrz

Foto: O. Palsson
Lizenz: CreativeCommons Attribution 2.0 Generic
Herrliche Landschaftsaufnahmen lassen am besten mit einem Weitwinkel-Objektiv erzielen. Für Panorama-Bilder sollte die aufs Kleinbildformat umgerechnete Brennweite nicht mehr als 35 Millimeter betragen. 24 Millimeter sind besser und 17 richtig gut – allerdings mit Kompaktkameras praktisch unmöglich. Hier ist eine Spiegelreflexkamera mit einem entsprechenden Objektiv unabdingbar. Übrigens: Legen Sie den Horizont nicht genau in die Mitte des Bildes – das wirkt meist langweilig. Wenn Sie ihn ins obere oder untere Drittel verlagern, wirkt das Foto gleich viel lebendiger.
Haben Sie ein Motiv(programm)? Dies wird bei vielen Kameras durch einen kleinen Berg symbolisiert. Wenn Ihre Kamera über kein Motivprogramm verfügt oder sie die manuelle Einstellung bevorzugen, wählen Sie am besten eine kleine Blendenöffnung für maximale Tiefenschärfe.
Bringen Sie Licht ins Dunkel. Am Strand, im Schnee oder in dunklen Wälder sind die Unterschiede in der Helligkeit enorm. Hier sind die Belichtungsprogramme der meisten Kameras oft überfordert. Die Lösung: machen Sie mehrere Bilder, bei denen sie die Belichtung manuell variieren. Sie können z.B. drei Aufnahmen erstellen: eine mit der (vermutlich) korrekten Belichtung sowie eine über- und eine unterbelichtete. Hier ist etwas Lust am Experimentieren gefragt. Wählen Sie für den Anfang eine Belichtungsstufe höher bzw. niedriger. Manche Kameras verfügen auch über eine Belichtungsreihen-Funktion, die Ihnen die Arbeit etwas erleichtert.
Schieben Sie sich in den Vordergrund. Oder jemand anders. Oder einen Baum, eine Wiese oder einen großen Stein. Wichtig ist nur, dass Sie den Vordergrund bei Landschaftsaufnahmen nicht vernachlässigen – sonst sind die Größenverhältnisse nicht erkennbar. Und Sie wollen doch sicher nicht, dass der kolossale Wasserfall wie ein mickriges Rinnsal erscheint, oder?
Polarisierungsfilter
30. Mrz
Ein Polarisierungsfilter oder kurz Polfilter kann Ihre Aufnahmen dramatisch verbessern. Es lässt nur Licht einer Polarisierung durch. Das Filter selbst besteht aus einem schmalen Metallring, den man vorne am Objektiv befestigt.
Die meisten hochwertigen Kameras haben am Objektiv ein Gewinde, um solche Filter einschrauben zu können, allerdings sind die Durchmesser unterschiedlich. Für andere Kameras kann man Adapter zum Nachrüsten beschaffen und dann auch ein Polfilter benutzen. Durch Verdrehen des eigentlichen Filters lässt sich der Polarisierungseffekt abschwächen oder verstärken.
Das Polarisierungsfilter ist in der Lage, Reflexe und Spiegelungen ganz oder teilweise zu beseitigen, weil diese in der Regel durch die Spiegelung bzw. Brechung eine andere Polarisierung bekommen haben als das direkte Licht, das ins Objektiv fällt. Dadurch wird die Brillanz des Bildes erhöht und die Farben kommen deutlicher heraus.
Allerdings muss man berücksichtigen, dass ein Polfilter locker eine ganze Blende, eventuell auch zwei schluckt. Das nicht durch das Filter gekommene Licht fehlt natürlich auch auf dem Film bzw. bei einer Digital-Kamera auf dem Sensor.







